Geburtshaus Düsseldorf erweitert Angebot für internationale und queere Familien

Das Geburtshaus Düsseldorf reagiert auf veränderte Familienrealitäten und erweitert das Angebot, da für bestimmte Zielgruppen oft passende Unterstützungs- und Begegnungsangebote fehlen. Neu im Programm sind ein englischsprachiger Rückbildungskurs, ein Geburtsvorbereitungskurs für queere Familien, Babymassage für queere Familien sowie ein Babygebärdenkurs.
Bereits seit mehreren Jahren werden englischsprachige Geburtsvorbereitungskurse angeboten. Die „English Childbirth Preparation Classes“ erfreuen sich großer Beliebtheit und sind regelmäßig früh ausgebucht. Die hohe Nachfrage und lange Wartelisten verdeutlichen, dass viele internationale Familien sich Angebote in englischer Sprache wünschen. Mit „English Postnatal Gymnastics“ wird dieses Angebot nun um einen Rückbildungskurs erweitert. Die Kurskosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen und direkt mit diesen abgerechnet.
Einen weiteren Schwerpunkt setzt das Geburtshaus mit neuen Angeboten für queere Familien. Der Geburtsvorbereitungskurs und die Babymassage für queere Familien entstanden in Zusammenarbeit mit der AWO Fachstelle Regenbogenfamilien in Düsseldorf. Ziel ist es, einen Raum zu schaffen, in dem sich Familien unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung oder Familienkonstellation angesprochen fühlen und sich mit Menschen in ähnlichen Lebenssituationen austauschen können. „Viele queere Familien erleben, dass sie in klassischen Kursangeboten mit ihren Lebensrealitäten kaum mitgedacht werden. Dem möchten wir entgegenwirken, indem wir gezielt passende Angebote mit Raum für Austausch schaffen,” betont Rebekka Hakenberg, organisatorische Leitung des Geburtshauses. Die Kosten des Geburtsvorbereitungskurses für die schwangere Person werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen; für Begleitpersonen fällt eine zusätzliche Gebühr an.
Ergänzt wird das Programm durch einen neuen Babygebärdenkurs. Dieser wird von einer externen, selbstständig tätigen Kursleiterin im Geburtshaus durchgeführt und ergänzt das bestehende hebammengeleitete Kursprogramm.
Mit der Erweiterung seines Angebots versteht sich das Geburtshaus weiterhin als Ort der Begegnung und Unterstützung für Familien in unterschiedlichen Lebenssituationen. Insbesondere die englischsprachigen und queeren Kurse stellen in der Region bislang eine Ausnahme dar und schaffen neue Möglichkeiten für Teilhabe, Vernetzung und eine passgenaue Begleitung rund um Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit als Familie.
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