Düsseldorf Eller: Erste Entwürfe zum Planungsgebiet Dillenburger Weg vorgestellt

Harald Schwenk ist Mitglied der Bezirksvertretung 2 (Flingern-Nord, Flingern-Süd, Düsseltal). Also liegt der Dillenburger Weg in Eller nicht in seinem angestammten Aufgabengebiet. Und doch kam der Pokalpolitiker am Mittwoch (16.9.) zur Zwischenpräsentation des Planungsstandes für das Baugebiet am Dillenburger Weg. „Ich gehöre zum Empfehlungsgremium, das einen Tag nach der Zwischenpräsentation tagt“, verriet Schwenk. „Da will ich mich im Vorfeld schon mal umfassend informieren.“

Zahlreiche Interessierte waren zur Präsentation gekommen
Das hatte er vorausschauend geplant, denn nicht weniger als acht Entwürfe von vier Architekturbüros wurden präsentiert. „Wir haben die Planer dazu genötigt, jeweils zwei Entwürfe vorzulegen“ erklärte ISR-Geschäftsführer Jochen Füge, der die Moderation der Zwischenpräsentation in Factory Campus übernommen hatte.
Das circa 3,9 Hektar große Plangebiet liegt in Düsseldorf Eller zwischen Waagenstraße, Sturmstraße, Dillenburger Weg und Mannheimer Weg. Auf Initiative des heutigen Grundstückseigentümers ist eine umfassende städtebauliche Neuordnung des derzeit gewerblich genutzten Gebiets geplant. Im Jahr 2021 wurde zur Vorbereitung im Rahmen eines Perspektivenworkshops ein erstes Konzept für die Verteilung der Nutzungen im Plangebiet erarbeitet: Neben dem Erhalt gewerblicher Nutzung entlang der Bahnlinie soll daran anschließend eine Übergangzone mit Mischnutzung vorgesehen werden.
Auf den übrigen Flächen ist Wohnungsbau vorgesehen, unter Berücksichtigung der Vernetzung mit der umgebenden Wohnbebauung und Schaffung qualitätvoller Begegnungsräume.

ISR Geschäftsführer Jochen Füge und der Leiter des städtisches Planungsamtes Kai Fischer
Der Spielraum der Architekten ist durch die Größe und Form des Plangebiets und durch die Vorgaben eingeschränkt. So gab es bei allen acht vorgelegten Entwürfen große Ähnlichkeiten, aber auch Unterschiede im Detail. Alle Architekturbüros planen mit einer Quartiersgarage, so dass das Wohngebiet verkehrsberuhigt ist und in erster Linie von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden soll. Nachbarschaftstreffs (Café, Restaurant, Kneipe), eine Kindertagesstätte, viel Grünflächen für sportliche Betätigungen, Nachbarschaftsfeste bis hin zu Theateraufführungen waren Vorschläge. Und eine Pufferzone mit öffentlicher und sozialer Nutzung soll als Lärmschutz zwischen dem Gewerbe- und Wohngebiet dienen. Die Angaben der Wohnungseinheiten schwankten je nach Flächenstrukturierung zwischen 150 und 385.
Unterschiede machte die Dichte der Bebauung im Verhältnis von Freiraum zu Gebäuden in der Nutzung der Pufferzone, und die Anzahl der Geschosse. Mal war ein Teich mit eingeplant mal keiner.

Die Anregungen sollen in die weiteren Planungen einbezogen werden
Vorrangig ging es zuerst um die Aufteilung des Raums innerhalb des Baugebietes. Von Entwürfen einzelner Gebäude, Fassaden- oder Dachgestaltung sowie Zimmerzahlen ist man noch weit entfernt. „Was präsentiert wurde, sind alles nur erste Ideen. Nichts ist fertig, alles ist diskutabel“, erläuterte Füge. Die Präsentation gab eine erste Orientierung, wohin die Reise gehen könnte.
Interessanter wird es am 18. November, wenn es zur finalen Präsentation kommt und die Gedanken und Anregungen aus der Zwischenpräsentation in die dann nur noch vier Entwürfe mit eingearbeitet sind. Das Empfehlungsgremium tagte am Tage am 17. September und wählte von jedem Büro einen Entwurf aus, das weiter entwickelt werden soll. „Mich freut erst einmal, dass es am Dillenburger Weg weiter geht“, betonte Bezirksbürgermeisterin Dagmar von Dahlen.