Düsseldorf: Forderung nach Wohnraum für alle Menschen will die Dialogreihe „(Nicht-).Wohnen. (Nicht-).Teilhaben.“ näher bringen

Die Bundesregierung hat mit dem Nationalen Aktionsplan (NAP) zur Überwindung der Wohnungslosigkeit einen bundesweiten Handlungsleitfaden herausgegeben. Dieser besagt, dass die Obdach- und Wohnungslosigkeit in Deutschland bis zum Jahr 2030 überwunden sein soll.

Auf dem Worringer Platz gab es ein Frühstücksangebot, um dabei über die Themen ins Gespräch zu kommen
„In Düsseldorf läuft es gut. Wir haben 150 Wohnungen mit Housing First an Wohnungslose Menschen vermittelt“, lobte am Samstag (29.8.) Sozialarbeiter Oliver Ongaro (fiftyfifty). Auch dank der Unterstützung durch die Stadtspitze. So hat beispielsweise die Städtische Wohnungsgesellschaft Düsseldorf (SWD) Mietwohnungen für Obdachlose bereitgestellt. „Aber das reicht für die aktuelle Zahl der obdachlosen Menschen in Düsseldorf nicht aus“, gibt Ongaro zu bedenken. Bei der letzten Nachtzählung im Oktober 2025 seien 857 obdachlose Menschen erfasst worden. Zwei Jahre zuvor waren es noch 128 Menschen weniger, die auf der Straße lebten.

Pater Wolfgang hat täglich Kontakt mit Obdachlosen, ist aber auch im Bündnis für bezahlbaren Wohnraum aktiv und weiß, dass Wohnraum ein Problem für viele Menschen ist
Es wird mehr Wohnraum für Wohnungslose benötigt. Darauf und auf noch viele Aspekte mehr, die mit Obdachlosigkeit im direkten Zusammenhang stehen, will die Dialogreihe „(Nicht-).Wohnen. (Nicht-).Teilhaben. – Düsseldorfer Perspektiven“ aufmerksam machen. Der Verein Altstadt-Armenküche, der Bundesverband Housing First und das Straßenmagazin fiftyfifty machten das am Samstag auf dem Worringer Platz zum Thema und stellten eine Veranstaltungsserie vor.
„Mit der Dialogreihe wollen wir möglichst viele Menschen erreichen und verschiedene Perspektiven zusammenbringen. Stadtrundgänge, Vorträge, Diskussionen und Begegnungen schaffen dafür ganz unterschiedliche Zugänge. Denn die Überwindung von Obdachlosigkeit sowie die Teilhabe aller Menschen sind eine Aufgabe, die uns alle angeht – und 2030 ist näher, als wir denken!“, erläuterte Dominikaner-Pater und Armenküchen-Vorstand Wolfgang Sieffert.

(v.l.) Thomas Tackenberg, Dr. Kai Hauprich und Björn Blick leiten Veranstaltungen innerhalb der Dialogreihe
In den kommenden Wochen hat das Team thematische Stadtrundgänge, eine öffentliche Vorlesung zur Geschichte der Wohnungslosenhilfe sowie eine Veranstaltung zu den Spannungsfeldern von öffentlichem Raum, Sicherheit und den Bedürfnissen wohnungs- und obdachloser Menschen organisiert. Den Abschluss bildet am 3. November 2026 eine Podiumsdiskussion im Maxhaus, an der unter anderem Markus Leßmann, Leiter der Abteilung „Soziales und Inklusion“ im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen sowie Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller teilnehmen.

Verschiedene Veranstaltungen finden in den nächsten Wochen statt