Fortuna Düsseldorf: Erstes Heimspiel gegen TSV Hoffenheim II endet im Desaster mit 0:2 (0:1)

Mit einer überaus blamablen Nullnummer im ersten Heimspiel der Saison hat Fortuna Düsseldorf seinen Fehlstart in der dritten Liga fortgesetzt. Im eigenen Stadion gegen TSG Hoffenheim II unterlag die Fortuna mit 0:2 (0:1). Das Warnsignal: Zwei fatale Abwehrfehler führten zu den Treffern für Hoffenheim. Bereits in der 3. Minute nutzte Tiago Poller Düsseldorfer Unvermögen zum Führungstreffer. Einer von vielen weiteren Fehlpässen führte in der 52. Minute zum 0:2. Jakov Dedic verwandelte völlig unbedrängt einen Abpraller vom Pfosten zu einem Treffer.
Breite Fanbasis quittiert die Minusleistung mit Pfiffen
Eigentlich hatte sich Fortuna Düsseldorf etwas vorgenommen. Und welcher Drittliga-Verein kann sich nach einem schmerzlichen Abstieg schon auf 27.419 Fans im Stadion stützen. Mehr als 19.000 Düsseldorfer haben auch in Liga drei Dauerkarten für die Fortuna gekauft. Sie wurden von der Mannschaft extrem bitter enttäuscht.
Veränderungen auf fünf Positionen in der Startelf
Nach der 1:2-Niederlage beim SV Waldhof Mannheim entschied sich Cheftrainer Alexander Ende für fünf Veränderungen in der Startelf. Felix Meiser rutschte für Dominique Heintz in die Innenverteidigung, während Matthias Zimmermann und Steven van der Sloot die Außenverteidigerpositionen besetzten. Jorrit Hendrix, Jomaine Consbruch und Elias Arden starteten neu im Mittelfeld. Yassine Bouchama und Philipp Förster nahmen auf der Bank Platz – Marcel Benger und Kaden Amaniampong standen nicht im Kader. Das Offensivtrio bestand aus Jordi Paulina, Fabian Schleusener und Eric Hottmann.
Denkbar miserabler Auftakt
Anders als in Mannheim war von Anfang an klar, wer in der Partie die Hosen anhat. Der Treffer in der dritten Minute setzte den Akzent für alles weitere. Van der Sloot verlor den Ball im eigenen Sechszehner. Poller nahm diese Einladung dankend an.
Im Folgenden wurde klar, dass dies kein Ausrutscher war. Immer wieder wirkte Hoffenheim wacher und nahm scheinbar nach Belieben dem Gastgeber die Bälle von den Füßen. Schlimmer noch: Es bemühte sich von den Herren auch niemand, nachzusetzen. So sahen die hoffnungsfroh ins Stadion gepilgerten Fortuna Fans eine Düsseldorfer Mannschaft, die Defensiv langsam und fahrlässig agierte und nur selten über die Mittellinie hinauskam. Offensiv gab es keine Akzente.
Hoffenheim wirkte gedankenschneller, agiler, zielstrebiger
Bei dem jungen Team aus Hoffenheim konnten Trainer und Vorstand sehen, wie man erfolgreich in der dritten Liga spielt. Intensives Pressing weit in der Fortuna-Hälfte, schnelles Umschaltspiel. Gefährliche Flanken. Die Niederlage der Fortuna hätte auch noch deutlich höher ausfallen können.
Hottmann und Schleusener jeweils im Alleingang
Fast schon in der Nachspielzeit kämpften sich der unermüdliche Eric Hottmann und Fabian Schleusener in Einzelaktionen nach vorn. Da hatten die übrigen Stehschläfer der Fortuna bereits aufgesteckt. Und der als Unterschiedsspieler so hochgejubelte Jorrit Hendrix hatte nach einer echten Notbremse vor dem Düsseldorfer Strafraum rot gesehen. Er kam aus einer Rotsperre ins Spiel und verschwindet nun wieder auf der Strafbank.
Trainer Ende enttäuscht und selbst in der Kritik
Trainer Alexander Ende sprach nach dem Abpfiff bei MagentaSport Klartext: „Das war eine rundherum schlechte Leistung – das muss man klar benennen.“ Dabei steht der Trainer selbst in der Kritik. In Mannheim wurde ihm schon eine falsche Mannschaftsaufstellung vorgeworfen. Für das Spiel gegen Hoffenheim änderte er die Startaufstellung auf fünf Positionen. Und hatte zur 66. Minute bereits alle fünf Wechseloptionen gezogen. Fabian Schleusener kritisierte, das Team habe nichts von dem umgesetzt, was man sich vorgenommen hatte.
In einer Woche tritt die Fortuna im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten SC Freiburg an. Am Sonntag, 23. August, sind die Rot-Weißen ab 18 Uhr in der Merkur Spiel-Arena gefordert.