Ddorf-Aktuell – Internetzeitung Düsseldorf

Hauptmenü

  • Düsseldorf
    • Aktuelles
    • Blaulicht
    • Verkehr
    • Karneval
    • Schützen
  • Service
    • Gesundheit
    • Events
    • Termine
    • Shopping
    • Essen & Trinken
    • Motor
    • Reise
  • Politik
    • Stadtrat
    • Stadtteile
    • Parteien
    • Bauen & Wohnen
  • Wirtschaft
    • Unternehmen
    • Gewerkschaften
    • Verbände
    • Messen
    • Karriere
    • Bildung
  • Kultur
    • Kunstfakten
    • Kunstkritik
    • Theater
    • Film
    • Musik
    • Literatur
    • Malerei
    • Fotografie
    • Tanz
    • Ausstellungen
  • Sport
    • Tischtennis
    • Eishockey
    • Fußball
    • Laufen
    • Basketball
    • Handball
    • Football
    • Lokalsport
  • Am Rand(e) notiert

logo

Ddorf-Aktuell – Internetzeitung Düsseldorf

  • Düsseldorf
    • Aktuelles
    • Blaulicht
    • Verkehr
    • Karneval
    • Schützen
  • Service
    • Gesundheit
    • Events
    • Termine
    • Shopping
    • Essen & Trinken
    • Motor
    • Reise
  • Politik
    • Stadtrat
    • Stadtteile
    • Parteien
    • Bauen & Wohnen
  • Wirtschaft
    • Unternehmen
    • Gewerkschaften
    • Verbände
    • Messen
    • Karriere
    • Bildung
  • Kultur
    • Kunstfakten
    • Kunstkritik
    • Theater
    • Film
    • Musik
    • Literatur
    • Malerei
    • Fotografie
    • Tanz
    • Ausstellungen
  • Sport
    • Tischtennis
    • Eishockey
    • Fußball
    • Laufen
    • Basketball
    • Handball
    • Football
    • Lokalsport
  • Am Rand(e) notiert
  • Band II mit Anton Wolfpril oder: Auf Entenschwingen in die Freiheit

  • Düsseldorf: Moschee-Gemeinden laden am Samstag zum Besuch ein

  • Düsseldorf: Polizei veröffentlicht Fahndungsfotos nach antisemitischem Übergriff am Rathausufer

  • Düsseldorf: Eislaufsaison hat auch an der Brehmstraße begonnen

  • Autobahn GmbH beginnt mit Sanierung der A59 zwischen Monheim und Kreuz Düsseldorf Süd

KulturKunstkritikTop News
Home›Kultur›Kunstausflug: An Uecker denken in Rolandseck

Kunstausflug: An Uecker denken in Rolandseck

Von Birgit Koelgen
17. Februar 2026
Teilen:
Berückend schön: das fünfteilige Nagelrelief „Weißer Vogel“ von Günther Uecker im Arp Museum am Bahnhof Rolandseck. Foto: bikö

Sein letztes großes Projekt war himmelwärts gerichtet. In blau-weiße Lichtbögen verwandelte Günther Uecker die Fenster des Doms zu Schwerin. Im Goethe Museum seiner Wahlheimat Düsseldorf präsentierte er 2024 die Entwürfe und nannte sie „Augenblick der Gefühlsverdichtung“. Anders als viele Kollegen erklärte der langjährige Akademie-Professor gern das eigene Werk. Alter und Krankheiten hielten ihn nicht ab. Auch die Ausstellung im Arp Museum am Bahnhof Rolandseck über „Die Verletzlichkeit der Welt“ hatte Uecker noch selbst geplant, bevor er im Juni 2025 mit 95 Jahren starb. Sein jüngster Sohn (und Ebenbild) Jacob sorgte jetzt für die Bestückung mit frühen und kraftvollen Exponaten. Ein Ausflug lohnt sich unbedingt.

Düsseldorfer Erinnerung: Günther Uecker präsentiert 2024 im Goethe Museum seine „Lichtbogen“-Entwürfe für dem Schweriner Dom. Foto: bikö

Noch vor dem Aufzug in die höheren Hallen des von Richard Meier gebauten Arp Museums am Rhein hört man es hämmern. Das ist ein Film vom jungen Günther Uecker, der 1964 vom Vorplatz des alten Bahnhofs Rolandseck bis hinein in den spätklassizistischen Bau und Stufe für Stufe die Treppe hoch seine Nägel einschlug. Schlag um Schlag, in gleichmäßigem Rhythmus. Das war seine Art, Johannes Wasmuth zu unterstützen, der den spätklassizistischen Bau vor dem Abriss bewahrt und für die Kunst besetzt hatte. Der Nagel sollte Uecker weltberühmt machen, mehr noch als die Zugehörigkeit zur Gruppe Zero, die übrigens 1966 in Rolandseck ihre Auflösung feierte.

Nagel und Nadel

Uecker war ein herzlicher, geselliger Mensch. Aber in der Kunst war er am stärksten allein. In höchster Konzentration, im Flow wie ein Handwerker, der keinen Fehler machen darf, schlug er seine Nägel ein. Damit traf er die Gemütlichkeit der bürgerlichen Gesellschaft, die jetzt mit einhelligem Entzücken im Museum auf die früheren Objekte guckt. Mit Nägeln spickte er 1964 ein Klavier, einen Fernseher, einen runden Tisch, eine Nähmaschine und ließ dabei die feine Nadel der Maschine tanzen „für Pina Bausch“. Denn die Aktionen waren nur oberflächlich rabiat, eine Empfindsamkeit wohnte jeder Bewegung inne.

Mit Nägeln gespickte Nähmaschine: die „Tanzende Nadel für Pina Bausch“, undatiertes frühes Objekt von Günther Uecker. Foto: bikö

Das Nageln hatte einst die Frauen der Familie vor wütenden Rotarmisten gerettet, als der 14-jährige Günther Uecker 1945 das Elternhaus auf der Ostseeinsel Wustrow mit Brettern in eine Festung verwandelt hatte. Das Nageln wurde für ihn zum kraftvollen Akt in der Kunst – und löste sich bald von vorhandenen Gegenständen. Erinnerungen an verlorene Landschaften spielten mit, als Uecker begann, Nagelreliefs wie das „Feld“ von 1975 zu schaffen. Die in subtiler Neigung eingeschlagenen Stahlstifte gleichen Ähren oder Gräsern, leicht vom Wind bewegt. Sogar ein „Weißer Vogel“, flügelleicht, konnte aus Nägeln und etwas weißer Farbe entstehen, wie ein berückendes fünfteiliges Relief aus dem Jahr 2000 zeigt.

Baumkronen aus Nägeln: 2008 schuf Günther Uecker die Skulpturengruppe „Waldgarten“. Foto: bikö

Schöner Schmerz

Doch die Ästhetik in Ueckers Werk hat immer einen leidvollen Grundgedanken. Sein Thema, so wird er zitiert, „ist die Verletzbarkeit des Menschen durch den Menschen“. Das spürt man fast körperlich vor einem Wandobjekt mit dem Titel „Verletzungen und Verbindungen“, die er 1982 aus gebrochenen Hölzern, zerrissener Leinwand und kaum sichtbaren Nägeln schuf. „Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können“: Mit dem Nietzsche-Satz überschrieb Uecker ein Nagelobjekt, für das er zur Jahrtausendwende große runde Löcher mit zerspreißelten Rändern in die Holzplatte hieb.

Wie ein Zen-Garten: die seit den späten 1960er-Jahren immer wieder neu erschaffene „Sandmühle“ von Uecker. Foto: bikö

Wenn’s ihm zu beschaulich wurde, ließ Uecker die Kunst ruppig und laut werden. Die „New Yorker Tänzerin“ (1994) ist ein wirbelndes Tuch, das sich zum Sound eines Elektromotors dreht, mit einem Fußschalter in Gang zu setzen. Kein Bohrer könnte durchdringender klingen. Ruhig läuft hingegen der Motor der „Sandmühle“, die geknotete Seile durch aufgeschütteten Sand zieht und eine Struktur schafft wie in einem Zen-Garten oder an einem Strand bei Ebbe. Gänzlich still kommentierte Uecker 1994 in einem „Brief an Peking“ die Menschenrechte mit einer Handschrift, die in einer wandhohen Tuschzeichnung nur zu ahnen ist. Und auch im „Waldgarten“ mit Baumkronen aus Nägeln spürt man es: Schönheit an der Schmerzgrenze.

Stiller Protest: Ueckers getuschter „Brief an Peking“ und die „Große Zeichnung“ von 1994. Foto: bikö

Was, wann und wo

„Günther Uecker: Die Verletzlichkeit der Welt“. Bis 14. Juni im Arp Museum am Kunstbahnhof Rolandseck, Hans-Arp-Allee 1, 53424 Remagen (hinter Bonn, direkt am Rhein). Geöffnet Di.-So. 11 bis 18 Uhr. Eintritt: 12 Euro, Kinder unter 12 Jahren frei. Der hochwertig gebundene zweisprachige Katalog ist im Verlag der Buchhandlung König erschienen. Eingang im historischen Bahnhof, wo sich auch das empfehlenswerte Bistro „Interieur No. 253“ befindet. www.arpmuseum.org

StichworteGünther Uecker
Vorheriger Artikel

Düsseldorf: Begeisterte Jecke im Rosenmontagszug und am ...

Nächster Artikel

Düsseldorf: Handwerkskammer warnt vor vermehrten Einbrüchen in ...

0
Anteile
  • 0
  • 0
  • 0

  • Neueste Beiträge

  • Band II mit Anton Wolfpril oder: Auf Entenschwingen in die Freiheit

    Von Ute Neubauer
    3. Oktober 2026
  • Düsseldorf: Moschee-Gemeinden laden am Samstag zum Besuch ein

    Von Ute Neubauer
    2. Oktober 2026
  • Düsseldorf: Polizei veröffentlicht Fahndungsfotos nach antisemitischem Übergriff am Rathausufer

    Von Ute Neubauer
    2. Oktober 2026
  • Düsseldorf: Eislaufsaison hat auch an der Brehmstraße begonnen

    Von Ute Neubauer
    2. Oktober 2026
  • Autobahn GmbH beginnt mit Sanierung der A59 zwischen Monheim und Kreuz Düsseldorf Süd

    Von Ute Neubauer
    2. Oktober 2026
  • Düsseldorf Urdenbach: Erntedank startet mit offizieller Namensgebung für Piels Loch

    Von Ute Neubauer
    2. Oktober 2026
  • Düsseldorf: Panzerfäuste aus dem zweiten Weltkrieg am Schiffsanleger Kaiserswerther Markt kontrolliert gesprengt

    Von Ute Neubauer
    1. Oktober 2026
  • Düsseldorf: Lesung im Grenzenlos aus den Entengeschichten von Anton Wolfpril

    Von Ute Neubauer
    1. Oktober 2026

Textanzeige

  • ServiceGesundheitTextanzeigen

    Wie sinnvoll sind Nahrungsergänzungen im Alltag?

    Vitaminpräparate, Mineralstoffkapseln und Proteinpulver füllen mittlerweile ganze Supermarktregale, wobei die Auswahl so groß geworden ist, dass Kunden oft den Überblick verlieren und zwischen zahllosen bunten Verpackungen kaum noch eine bewusste ...
  • WirtschaftTextanzeigenUnternehmen

    Lokale Suche in Düsseldorf: Wie Betriebe in ihrem Viertel sichtbar bleiben

    Die Frage nach dem nächsten Elektriker, der Steuerberatung in Bilk oder dem Blumenladen mit Sonntagsöffnung wird selten am Schreibtisch gestellt. Sie entsteht unterwegs, am Handy, häufig innerhalb weniger Minuten vor ...
  • DüsseldorfKarnevalTextanzeigen

    Karneval und Rosenmontag: Warum die Traditionen in Düsseldorf bis heute lebendig bleiben

    Mehr als 700.000 Menschen verfolgten laut Angaben des Comitee Düsseldorfer Carneval auch 2026 wieder den Rosenmontagszug in Düsseldorf. Trotz wechselnder Trends, moderner Eventkultur und steigender Sicherheitsanforderungen bleibt der Karneval damit ...
  • ServiceShoppingTextanzeigen

    Beauty-Innovationen, die den Markt aktuell prägen

    Die Beauty-Branche entwickelt sich rasant. Und neue Kosmetik spielt eine zentrale Rolle bei der Veränderung der Erwartungen der Konsumentinnen und Konsumenten. Bereits in den ersten Phasen der Kaufentscheidung achten Käufer ...
  • TextanzeigenGesundheitService

    Pflege und Beruf: Wie Arbeitgeber pflegende Angehörige entlasten können (Praxis-Tipps und Anlaufstellen)

    Wenn ein Elternteil stürzt, der Partner nach einer OP plötzlich Hilfe braucht oder eine Demenzdiagnose den Alltag auf den Kopf stellt, geraten viele Berufstätige in ein Dilemma. Termine koordinieren, Pflege ...
  • ServiceBauen & WohnenTextanzeigen

    Strom selbst erzeugen – warum sich Unabhängigkeit plötzlich so gut anfühlt

    Wer seinen eigenen Strom produziert, spürt sofort den Unterschied – nicht nur auf der Rechnung, sondern auch im Kopf. Plötzlich kommt die Energie nicht mehr anonym aus dem Netz, sondern ...
Facebook    RSS Feed
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Kontakt
  • Mediadaten
RSS-Feed - 2026 Ddorf-aktuell