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Home›Top News›Düsseldorf: Azubis und Studierende im öffentlichen Dienst demonstrierten

Düsseldorf: Azubis und Studierende im öffentlichen Dienst demonstrierten

Von Ute Neubauer
29. Januar 2026
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Vom DGB-Haus zogen die jungen Menschen erst zum Finanzministerium und dann zum Marktplatz

Rund 150 junge Menschen trafen sich am Donnerstagmorgen (29.1.) vor dem DGB-Haus an der Friedrich-Ebert-Straße, um von dort ihre Demonstration durch die Stadt zu starten. Sie schlossen sich damit dem bundesweiten Jugend-Warnstreiktag an.

Auszubildende, Studierende und dual Studierende im öffentlichen Dienst der Länder verdeutlichten damit, dass es bei den laufenden Tarifverhandlungen auch um sie geht. Mit einem Zwischenstopp am Finanzministerium endete der lautstrake Demozug auf dem Marktplatz vor dem Rathaus.

Vor dem Rathaus versammelten sich die Demonstrierenden zur Abschlusskundgebung

Junge Beschäftigte aus Universitätskliniken, Hochschulen, Bezirksregierungen und weiteren Einrichtungen der Landesverwaltung skandierten das Motto „Jetzt geht’s um uns“. In Redebeiträgen vor dem Rathaus wurde unter anderem kritisiert, das viele nur befristete Verträge erhielten, was die Zukunft unsicher mache. Auch würden im öffentlichen Dienst über den Bedarf hinaus junge Menschen ausgebildet, was dazu führe, dass es kaum eine Chance auf Übernahme gebe.

Die Verhandlungen für einen Tarifvertrag im öffentlichen Dienst laufen. „Die Arbeitgeber verweigern auch nach der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot – das trifft besonders die jungen Beschäftigten“, betont Frank Bethke, stellvertretender Landesbezirksleiter von ver.di in NRW. „Viele Auszubildende und dual Studierende geraten durch die hohen Lebenshaltungskosten massiv unter Druck. Deshalb richteten sie vor dem Finanzministerium ihre Forderungen direkt an NRW-Finanzminister Dr. Marcus Optendrenk.“

Die Redner forderten unter anderem unbefristete Arbeitsverträge

Bethke verweist darauf, dass vor allem steigende Mieten und Lebensmittelpreise die Situation verschärfen: „Die Preise gehen vielleicht langsamer nach oben, aber sie bleiben auf einem Niveau, das für viele kaum noch zu stemmen ist. Es darf nicht sein, dass junge Menschen am Monatsende kaum noch wissen, wovon sie leben sollen.“

ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde für Nachwuchskräfte monatlich 200 Euro mehr, die unbefristete Übernahme von Auszubildenden und dual Studierenden im erlernten Beruf, sowie einen bundesweiten Tarifvertrag für studentische Beschäftigte (TVStud).

„Rund 300.000 studentische Beschäftigte arbeiten bundesweit unter unsicheren Bedingungen“, betont Bethke. „Befristungen, niedrige Löhne und unbezahlte Mehrarbeit sind Alltag. Diese Tariflücke im öffentlichen Dienst muss geschlossen werden – nur mit sicheren Stellen und fairer Bezahlung sichern wir gute Lehre, Forschung und Verwaltung.“ Gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel und den demografischen Wandel sei es notwendig, jetzt konsequent in den Nachwuchs zu investieren.

StichworteDemonstrationTarifverhandlungenWarnstreik
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