Die Mundartfreunde Düsseldorf feiern mit dem Karnevalsnachwuchs

Der Tollitätenabend der Mundartfreunde im Stadtmuseum hat schon Tradition. Zwar konnte er wegen der Umbauten am Mittwochabend (28.1.) nicht im Ibach-Saal stattfinden, aber den Ersatzsaal hatten die Mundartfreunde schon bei ihrer Weihnachtsfeier kennengelernt. Die bunt kostümierten Gäste konnten sich selber Verpflegung mitbringen, Getränke gab es vor Ort und sogar der Eintritt war frei – beste Voraussetzungen für einen fröhlichen Abend.

Gut gelaunte Gäste bei der Sitzung der Mundartfreunde Düsseldorf
Jörg Bauschus und Hans-Josef Forstinger als Moderatoren begrüßten jede Menge karnevalistischen Nachwuchs und auch einige „erwachsene“ Gäste. Den Auftakt machte das Düsseldorfer Prinzenpaar, Prinz Marcus und Venetia Nicole, die zur Verstärkungen die Kindergarde der Prinzengarde und deren Kinderprinzenpaar Moritz und Felicia mitgebracht hatten. Ein herrlicher Anblick: der 1,95 Meter große Prinz Marcus neben seinem fast identisch gekleideten „Kollegen“ Kinderprinz Moritz. Das Prinzenpaar und die Garde hatte viel Musik und Tanz mitgebracht, was mit andauerndem Beifall und viel Helau honoriert wurde.

Prinz Kurt und Venetia Edda bei ihrem Sessionslied
Anschließend wurde es laut im Saal, als die Klompen tragende Tonnengarde in den Saal zog. Das Kindertonnenbauerpaar Kian und Sophie präsentierte ihr Sessionslied „Nie mehr Niederkassel ohne uns“ zu der Musik von „Nie mehr Fastelovend“ von Querbeat. Zu einem Medley aus Karnevalsliedern tanzte die Kindertonnengarde.

Die Midis der Düsseldorfer Originale
Das war aber längst noch nicht alles an Tollitäten für den Abend, denn der Prinz mit „K“ der Düsseldorfer Originale schaute mit seiner Venetia Edda und der Midi-Tanzgarde vorbei. Kinderprinz Kurt und Venetia rockten den Saal mit ihrem Lied „der Prinz mit ‘K’“. Dann hieß es für Edda schnell das lange Venetienkleid in den kurzen Tanzrock tauschen und mit den Midis ihren Showtanz präsentieren. Eigentlich ist Kurt (noch) kein Mitglied der Tanzgarde, aber durch die zahlreichen Auftritte tanzte er bereits gut mit.

Marla Schmit alias Marie mit Mariechen Lina Leifholz – nicht im BIld der dösige DJ
Newcomer auf den Düsseldorfer Karnevalsbühnen sind Marla Schmid und Lina Leifholz von Pänz en de Bütt. Als Marie & Mariechen treten die beiden mit einer amüsanten Reimrede auf, die letztlich doch noch zu einem Mariechen-Tanz wird. Ihr Pate Burkard Brings und Pänz-Präsidentin Barbara Oxenfort waren extra gekommen, um den Auftritt der beiden mitzuerleben. Der Beifall und Saal und die geforderte Zugabe machten deutlich: die beiden sind eine echte Bereicherung für den Düsseldorfer Karneval.

(v.l.) Marla, Lina, Barbara Oxenfort, Hans-Josef Forstinger und Burkard Brings
Auch neu, aber doch einige Jahre älter war der anschließend auftretende Künstler. Der Düsseldorfer Hoppeditz Jan-Philipp Hilger steigt künftig nicht nur am 11. November aus dem Senftöpfchen, er begleitet auch die Session mit verschiedenen Auftritten, was im Stadtmuseum sehr gut ankam.

Jan Hilger begeisterte mit seiner Hoppeditz-Rede
Der 87-jährige Manfred Klostermann ist Mitglied der Mundartfreunde und ließ es sich nicht nehmen, ebenfalls zum Programm beizutragen. Er tritt seit vielen Jahrzehnten im Karneval auf und zeigte am Mittwochabend, dass er nichts von seinem Witz eingebüßt hat.