Düsseldorf: Verein „Königinnen & Helden“ möchte ein Oberbilk für alle

Seit Anfang 2013 gibt es den Kultur – und Nachbarschaftsverein „Königinnen & Helden“. Der Name steht dafür, dass hier alle – unabhängig von Religion, Herkunft oder Hautfarbe – gleich sind. Dabei hat der ehrenamtlich organisierte Verein nicht nur die Kinder des Viertels im Blick, auch für Mütter und Väter gibt es Angebote. Denn Vereinsvorsitzende Andrea Abbing, die aus der Sozial- und Jugendhilfearbeit kommt, weiß, dass es besonders ausländische Mütter schwer haben. Die Kinder lernen die deutsche Sprache in Schule oder Kita, die Männer gehen arbeiten und die Frauen haben oft wenig Gelegenheit und Kontakte zu deutschsprechenden Menschen.

Das AOK-Maskottchen Jolinchen war beliebtes Fotomotiv beim Sommerfest
Die Ehrenamtler*innen von Königinnen und Helden möchten erreichen, dass sich jeder wie ein König oder Held fühlen kann und da dabei alle ganz selbstverständlich deutsch sprechen, wird auch die Sprache vermittelt. „Unser Verein bietet Bürgern jeglichen Alters einen Ort, an dem man sich gerne aufhält und sich austauscht. Wir bieten einen Raum für Kreativität in verschiedenen Bereichen. So gibt es Kultur und Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche, Sprachförderprojekte für Familien und Kinder, Integrations – und generationsübergreifende Projekte, erklärt Abbing.

Auch der Sport-Actionsbus war gekommen

Die WSVD Rudergesellschaft Düsseldorf hatten ihre Ruderergometer aufgebaut
Ein fester Termin im Programm des Vereins ist dass alljährliche Sommerfest, das am Samstag (4.7.) auf dem Lessingplatz bereits zum neunten Mal gemeinsam gefeiert wurde. Das Fest zeigte eindrucksvoll, wie sehr der Verein im Stadtteil vernetzt ist und mit vielen Akteuren Kooperation eingeht. Viele trugen zu einem bunten Angebot bei und auch das Wetter passte perfekt.

Tattoos, Buttons und vieles mehr konnten die Kinder gestalten

Hier wird eine Hand mit Henna verziert, nebenan konnte Nagellack aufgetragen werden
Die Besucher*innen staunten vor Ort über das neuste Projekt des Vereins. Neben ihrem Standort an der Linienstraße, haben Andrea Abbing und ihr Team den alten Waschsalon an der Querstraße zu einem neuen Treffpunkt ausgebaut. Ermöglicht wurde das durch die Timken-Stiftung, die gezielt soziale und kulturelle Initiativen in der Region fördert.

Andrea Abbing würde sich wünschen, dass der Dreiecksplatz zum Platz für alle neu gestaltet wird
Der Waschsalon liegt am Dreiecksplatz und der große Traum von Abbing ist, diesen Platz als Quartiersplatz für alle Menschen zu gestalten. Sie könnte sich einen festen Container vorstellen, in dem Tische und Bänke gelagert werden, die man für Aktionen benutzen kann. Doch zuvor müsste der Platz freundlich gestaltet werden. Beim Projekt Stadtoase der Stadt stand der Platz leider nicht oben auf der Liste, dabei könnte es ein wichtiges Zeichen sein, in Oberbilk (Projekt SiBu und den aktuellen Problemen) einen Ort der Gemeinschaft zu schaffen. Über den Waschsalon würde der Verein Königinnen und Helden den Platz „bespielen“ und Veranstaltung koordinieren. Doch aktuell fehlen die finanziellen Mittel und vor allem die Erlaubnis der Stadt, den Platz nutzen zu dürfen. Andrea Abbing hatte die Hoffnung, dass der Oberbürgermeister zumindest bei der offiziellen Eröffnung des Waschsalons am 5. September erscheint, aber da liegen die Prioritäten aktuell noch anders.

Die Mädchen erkennen sich auf den Fotos wieder, denn auch sie gehören zu den Stadtteilpionieren
Die Kinder haben im Rahmen des Projekts „Oberbilker Stadtteilpioniere“ das Viertel erkundet und fotografiert. Anschließend haben sie die Gebäude rund um den Dreiecksplatz nachgebaut. Das Modell wurde auf dem Sommerfest vorgestellt. Interviews mit den Menschen, die um den Dreiecksplatz wohnen sollen in einen Podcast einfließen und über QR-Code über das Leben im Stadtteil informieren. Ein tolles Engagement des Vereins und der Kinder.
Weitere Informationen über den gemeinnützigen Vereine und seine Angebot finden sie hier.