Düsseldorf Garath: „KAIROS – Raum der Begegnung“ soll allen offen stehen

Eine Kapelle hat für viele Menschen eine religiösen Hintergrund, was manche abschrecken mag. Das Team des Caritas-Hospiz in Garath nutzte mehr als 20 Jahre lang einen Raum als Hospizkapelle. Auf Initiative der Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen wurde er im vergangenen Jahr grundlegend neu gedacht und nach ihren Vorstellungen umgestaltet.
Am Samstag (27.6.) wurde nun „KAIROS – Raum der Begegnung“ eröffnet und feierlich durch Stadtdechant Frank Heidkamp eingesegnet. Gäste aus dem Hospiz, Angehörige, Mitarbeitende, Ehrenamtliche sowie Förderer und Wegbegleiter:innen nahmen an der Feier teil.
„In einem Hospiz geht es immer um weit mehr als um Räume. Es geht um Orte, an denen Menschen in einer besonders sensiblen Lebensphase Fürsorge, Nähe und Begleitung erfahren“, betonte die Vorstandsvorsitzende des Caritasverbandes Düsseldorf, Anna Gockel-Gerber.
Der neu gestaltete Raum soll ein sichtbares Zeichen dafür sein, wie der Verband seine Aufgabe versteht: Lebensräume zu schaffen, in denen alle Menschen – unabhängig von Herkunft, Lebensgeschichte, Alter oder Gesundheitszustand – willkommen sind und Würde, Menschlichkeit und Respekt erfahren.
Mit dem KAIROS-Raum verfügt der Caritasverband Düsseldorf inzwischen über zehn Kapellen beziehungsweise Räume der Begegnung in seinen Einrichtungen. Sie ergänzen Pflege, Betreuung und Beratung um Orte, an denen Menschen innehalten, beten, im geschützten Rahmen miteinander reden oder einfach zur Ruhe kommen können.
Der Name KAIROS stammt aus dem Griechischen und steht für die Qualität der Zeit. Kairos bezeichnet den plötzlichen, besondere Augenblick, der aus dem Fluss der Zeit heraussticht, und günstig für eine Handlung oder Entscheidung sein kann. Eine interdisziplinären Projektgruppe aus Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen des Hospizes hat die Neugestaltung entwickelt und umgesetzt. Der Fördervereins des Hospizes sowie weitere Unterstützer*innen haben die Umsetzung ermöglicht. Ein besonderer Blickfang des Raumes ist ein Kunstwerk von Petra Flachsenberg, das sie dem Hospiz geschenkt hat.
Der „KAIROS – Raum der Begegnung“ sollen nicht nur den Menschen im Hospiz, sondern auch allen Nachbar*innen offen stehen – unabhängig von ihrer religiösen Prägung. Er soll ein Ort sein, an dem Menschen erfahren, dass sie mit allem, was sie bewegt, willkommen sind. Dort können Gespräche entstehen und Kraft geschöpft werden.