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Home›Düsseldorf›Düsseldorf: Haus der Kulturen mit fröhlichem Fest eröffnet

Düsseldorf: Haus der Kulturen mit fröhlichem Fest eröffnet

Von Ute Neubauer
23. Juni 2026
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(v.l.) Oboja Adu, Miriam Koch, Amir Rostom, Dr. Marie Elisabeth Müller, Ataman Yildirim, Dr. des. Agata Skalska, Redouan Aoulad Ali, Elina Chernova, Neena Hartmann und Josef Hinkel bei der Eröffnungsfeier, Foto: Haus der Kulturen, Simon Kleefuß

Mit einer großen Eröffnungsfeier hat der Verein „Haus der Kulturen“ am Montag (22.6.) seine neuen Räume an der Yorkstraße 23 eingeweiht. Die rund 800 Quadratmeter auf zwei Etagen stehen nun den über 50 Mitgliedsvereinen zur Verfügung und stellen ein neues Kapitel für den Verein dar. Das „Haus der Kulturen“ versteht sich als ein interkulturelles und internationales, überkonfessionelles und überparteiliches Begegnungs-, Bildungs-, Informations-, Veranstaltungs-, Kunst- und Kulturzentrum. Dabei bildet die Vielfalt und das Engagement der Bürger*innen die Grundlage, denn rund 46,5 Prozent der Düsseldorfer*innen haben eine internationale Familiengeschichte.

Zahlreiche Gäste waren zur Eröffnung in die Yorkstraße gekommen, Foto: Haus der Kulturen, Simon Kleefuß

Das Ziel des Vereins ist es, die Sichtbarkeit, Anerkennung und Wertschätzung kultureller Vielfalt in Düsseldorf zu fördern und ein Zeichen gegen jegliche Form der Diskriminierung zu setzen. Das Haus der Kulturen soll ein lebendiger Treffpunkt für haupt- und ehrenamtliche Menschen mit und ohne Migrationshintergrund sein und die interkulturelle Teilhabe und den Dialog fördern. Dort soll Vielfalt sichtbar werden und Unterschiede nicht trennen, sondern verbinden. Der Vorstand sieht dies gerade in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Spannungen als besonders wichtig an.

Die Stadt Düsseldorf hat für die nächsten drei Jahre 1,7 Millionen Euro zur Verfügung gestellt und setzt damit ein deutliches Zeichen für Teilhabe, Respekt und Begegnung aller Bürger*innen.

Die Inouss Landozz Band sorgte für musikalische Unterhaltung, Foto: Haus der Kulturen, Simon Kleefuß

Auf der Eröffnungsfeier gab es Live-Musik, marokkanisch inspirierte Köstlichkeiten, die Ausstellung „Opportunity“ des Oberhausener Fotografen MoCan sowie Begegnungen zwischen Gästen aus Politik, Kultur, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie kulturelle Vielfalt, gesellschaftliche Teilhabe und demokratischer Zusammenhalt in einer wachsenden und internationalen Stadt gestärkt werden können.

Bürgermeister Josef Hinkel nahm die Eröffnung vor, in dem er gemeinsam mit den Gästen das Haus der Kulturen per Knopfdruck erstrahlen ließ. Das Licht leuchtete dabei symbolisch für Orientierung, Sichtbarkeit und die vielen Menschen, die das Projekt über Jahre hinweg ermöglicht haben und künftig mit Leben füllen werden. Dezernentin Miriam Koch begleitete bereits die Gründung des Trägervereins „Haus der Kulturen” im September 2019 und feierte nun gemeinsam mit den Gästen die Eröffnung des Hauses als ein starkes Signal der Stadt für eine weltoffene Gesellschaft, kulturelle Vielfalt und internationale Vernetzung. Sie betonte die Bedeutung von Begegnungsorten, die Menschen zusammenbringen, demokratische Teilhabe im Alltag erlebbar und zugleich auch Resilienz befördern.

Josef Hinkel, Miriam Koch und Neena Hartmann genießen das Programm, Foto: Haus der Kulturen, Simon Kleefuß

Getragen wird das Haus von einem ehrenamtlichen Vorstand und einer hauptamtlichen Geschäftsstelle. Vorstandsvorsitzende sind Dr. Agata Hanifa Skalska und Dr. Marie Elisabeth Müller, Redouan Aoulad Ali ist Kassenwart, Elina Chernova die Schriftführerin und als Beisitzer engagieren sich Oboja Adu, Amir Rostom und Ataman Yildrim. Neena Hartmann ist die Geschäftsführerin des Vereins, Martina Höttges kümmert sich um die Verwaltung und Kazim Kamer Kalayci um Veranstaltungen.

„Wir erleben bereits in den ersten Wochen, wie groß der Bedarf nach einem offenen und professionell organisierten Ort für Begegnung und Zusammenarbeit in Düsseldorf ist. Die offizielle Eröffnung markiert deshalb keinen symbolischen Auftakt, sondern den nächsten sichtbaren Schritt eines Hauses, das bereits aktiv genutzt und gemeinsam gestaltet wird. Für diese Unterstützung danken wir unseren Mitgliedsvereinen, der Landeshauptstadt Düsseldorf und unseren Kooperationspartnern. Gemeinsam möchten wir das Haus der Kulturen zu einem Ort mit positiver Strahlkraft für Düsseldorf und darüber hinaus entwickeln,“ betonte der Vorstand.

Mit der Ausstellung „Opportunity“ eröffnete das Haus seine erste Ausstellung in den eigenen Räumen. Gezeigt wird eine besondere Porträtserie des Oberhausener Künstlers MoCan, die Menschen mit migrantischer Biographie in den Mittelpunkt stellt. Kuratiert wurde die Ausstellung von Islamwissenschaftler und Vereinsmitglied Samy Charchira. Sie ist bis zum 10. September 2026 zu sehen.

Das Haus der Kulturen steht allen Düsseldorfer*innen offen. Jeden Dienstag gibt es von 14 bis 19 Uhr einen „Open Space“ zu dem jede*r vorbeikommen kann, um Mitglieder, Vorstand und Geschäftsstelle kennenzulernen, Ideen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Zahlreiche weitere Dialog-, Bildungs- und Kulturformate folgen in den kommenden Wochen. So gibt es beispielsweise ein Väterforum und einen Familientreff. Bald ist es auch möglich Räume digital zu buchen.

Zahlreiche Besucher*innen kamen zum Sommerfest des Hauses der Kulturen im vergangenen Jahr

Am Samstag, 27. Juni 2026 beteiligt sich der Verein am Tag der offenen Tür beim langjährigen Kooperationspartner Volkshochschule Düsseldorf. Das große Sommerfest wird am 12. September 2026 im Hofgarten gefeiert. Alle sind eingeladen, die Mitgliedsvereine kennenzulernen, miteinander ins Gespräch zu kommen und die kulturelle Vielfalt Düsseldorfs gemeinsam zu feiern.

Weitere Informationen zum Haus der Kulturen gibt es hier. 

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