Düsseldorf Pempelfort: Neue Mobilitätsstation am Kolpingplatz

Mit einem Nachbarschaftsfest wurde am Mittwochnachmittag (27.5.) die Mobilitätsstation an der Pfalzstraße, Ecke Schwerinstraße, am Kolpingplatz eingeweiht. Sie ist bereits die 32. Mobilitätsstation in Düsseldorf, weitere sollen folgen. Aber nicht nur ein neues Angebot an Fahrradstation und Sharing-Fahrzeugen wurde geschaffen. Auch die vielbefahrene Kreuzung wurde für Fußgänger*innen optimiert.

Sarah Harden, kommissarische Vertretung des Amtes für Verkehrsmanagement und Rolf Neumann, Geschäftsführer der Connected Mobility Düsseldorf eröffneten die neue Mobilitätsstation, Foto: Dirk Schmidt
Die offizielle Eröffnung nahmen Sarah Harden, kommissarische Vertretung des Amtes für Verkehrsmanagement, Rolf Neumann, kaufmännischer Geschäftsführer der Connected Mobility Düsseldorf, und Sabine Schmidt, 1. stellvertretende Bezirksbürgermeisterin der BV 1, vor. Damit war dann auch das „Buffet“ eröffnet, denn neben Getränken gab es kostenlos für alle Eis und Maultaschen. Nicht nur die Kinder drehten gerne am Glücksrad und Luftballontiere wurden je nach Wunsch individuell gestaltet. Liegestühle luden zum Verweilen ein, diese wurde allerdings nach dem Fest wieder eingesammelt. An der neuen Mobilitätsstation hat man auf die Installation von Sitzecken verzichtet und nur eine Bank wurde an der Ecke zum Rheinischen Bauernmarkt aufgestellt. Das geschah wohl auch in Abstimmung mit der benachbarten Gastronomie, für die sich im Rahmen der Neugestaltung die Flächen verbesserten. Durch mehr Grün wurde die Aufenthaltsqualität erhöht, acht neue Bäume wurden gepflanzt.

Viele Menschen aus dem Viertel schauten zur Eröffnung vorbei, Foto: Dirk Schmidt
In den Stadtteilen Pempelfort, Derendorf und Golzheim gibt es jetzt bereits 12 Mobilitätsstationen, sechs weitere sollen folgen. Pfalzstraße und Schwerinstraße bilden eine belebte Kreuzung mit ansässigen Gastronomiebetrieben und dem benachbarten Rheinischen Bauernmarkt am Kolpingplatz. Die Sichtbeziehungen für Fußgänger waren an der viel befahrenden Kreuzung nicht gut. Daher lag der Fokus des Projekts neben der Etablierung neuer Mobilitätsangebote insbesondere auf der Optimierung der Kreuzungssituation.

Auch ein Car-Sharing-Angebot gehört zur Mobilitätsstation, Foto: Dirk Schmidt
“Durch den barrierefreien Kreuzungsumbau und das Vorziehen der Flächen für Fußgängerinnen und Fußgänger ist eine moderne, sichere Kreuzung entstanden”, erklärte Rolf Neumann. An drei Ecken der Kreuzung wurden Mobilitätsangebote umgesetzt, die dafür sorgen sollen, dass die Menschen im Viertel noch einfacher und flexibler mobil sein können. Dass der Bedarf besonders an sicheren Stellplätzen für Fahrräder groß ist, zeigte sich bei der Fahrradstation mit acht Plätzen. Sie waren innerhalb von Minuten ausgebucht. Außerdem gibt es 17 Fahrradbügel, eine Sharingstation für Leihfahrräder und E-Scooter, eine Luft- und Reparaturstation sowie vier Carsharing-Stellplätze (davon zwei für cambio und zwei für free-floating-Anbieter).

Die acht Platz in der Fahrradgarage waren sehr schnell ausgebucht, für alle gibt es kostenfrei Werkzeug und Luft, Foto: Dirk Schmidt
Die Kosten für die Mobilitätsstation Pfalzstraße werden mit rund 654.000 Euro angegeben, von denen das NRW-Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr bis zu 240.000 Euro netto (Förderrichtlinie Mobilitätsmanagement) übernimmt. Die verbleibenden Kosten trägt die Stadt, die im Rahmen des Förderprojektes “Multimodalität für lebenswerte Quartiere in Düsseldorf” – kurz Multi-Mo-DUS – die dicht besiedelten Stadtteile Pempelfort, Derendorf und Golzheim für die Mobilität der Zukunft fit machen will.