Düsseldorf: Klüh stärkt mit 25.000 Euro fünf Organisationen für Inklusion im Alter

„Wir für Düsseldorf“ ist eine im Jahr 2016 von Unternehmer Josef Klüh ins Leben gerufene Spendeninitiative. Das Engagement von Klüh umfasst die Bereiche Ökonomie, Ökologie und Soziales und bildet die Grundlage für das nachhaltige Handeln des Unternehmens. Im Rahmen seiner gesellschaftliche Verantwortung unterstützt die Initiative „Wir für Düsseldorf“ Jahr für Jahr Organisationen und Vereine, die sich sozial engagieren. In diesem Jahr lag der Fokus auf Projekten, die das Ziel verfolgen, dass Senior*innen aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und ihre soziale Kontakte stärken können. Insgesamt wurden 25.000 Euro an Projekte und Initiativen gespendet, die sich für die Teilhabe älterer Menschen einsetzen. Denn von gesundheitlichen Beeinträchtigungen, nachlassender Mobilität oder fehlenden Zugängen zu sozialen und kulturellen Angeboten sind Senior*innen besonders häufig betroffen. Die fünf geförderten Initiativen setzen genau hier an und schaffen gezielt Möglichkeiten für Begegnung, Austausch und aktive Mitwirkung.
Jeweils 5000 Euro für fünf Organisationen
In die Firmenzentrale am Wehrhahn hatte das Unternehmen Klüh am Freitag (17.4.) Vertreter*innen von hallo nachbar! – ein Projekt von vision:teilen, der Franzfreunde, des Herzwerks, des DRK-Projekts Aktiv im Ruhestand und des Vereins Sportclub Düsseldorf eingeladen. Sie hatten sich mit ihren Projekten um die Spenden beworben und waren von der Jury – bestehend aus Josef Klüh, Ahlem Sehili-Klüh und Wolfgang Rolshoven – ausgewählt worden.
„Gesellschaftliche Teilhabe ist eine wesentliche Voraussetzung für Lebensqualität und Zusammenhalt. Gerade im Alter können Einschränkungen dazu führen, dass Menschen sich zunehmend zurückziehen oder ausgeschlossen fühlen. Umso wichtiger sind Angebote, die soziale Kontakte fördern, neue Impulse setzen und Menschen ermutigen, sich aktiv einzubringen,“ betonte Frank Theobald, CEO der Klüh-Unternehmensgruppe, bei der Übergabe der Schecks.
hallo nachbar! (vision:teilen – eine franziskanische Initiative gegen Armut und Not – e.V.)

(v.l.) Danile Stumpem Wolfgang Rolshoven, Caroline Dach, Christian Frank und Frank Theobald
hallo nachbar! bietet Begleitung für vereinsamte und hilfsbedürftige Menschen in Düsseldorf. 52 Prozent aller Menschen in Düsseldorf leben in Singlehaushalten. Wenn dann Erkrankung, Behinderung, Alter oder finanzielle Probleme dazu kommen, wird das Alleinsein schnell zur Einsamkeit. Aktuell werden fast 200 Menschen begleitet, von denen rund 70 Prozent die Möglichkeit zur Teilhabe aufgrund körperlicher Einschränkungen fehlt. Rund 150 Ehrenamtler*innen übernehmen die Aufgabe, nachdem durch das Team von vision:teilen sorgfältig geprüft wurde, ob „die Chemie stimmt“ und man sich gut versteht. Drei festangestellten, qualifizierten Sozialarbeiterinnen, koordinieren und begleiten die Einsätze. Das Angebot ist kostenlos und die Spende von Klüh trägt dazu bei, es weiter aufrechtzuerhalten. Weitere Informationen gibt es hier.
Franzfreunde (Franziskanische Sozialwerke Düsseldorf gGmbH)

(v.l.) Wolfgang Rolshoven, Jürgen Plitt, Christian Frank, Jessica Friedrich und Frank Theobald
Die Franzfreunde sind ein katholisches Sozialunternehmen mit rund 400 Mitarbeitenden, die sich neben den Angeboten im Rahmen der Wohnungslosenhilfe auch um Senioren kümmern. In Rath und in Pempelfort gibt es 265 vollstationäre und 25 Tagespflege-Plätze. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen Gemeinschaft und Begegnung, der Austausch und die gegenseitige Unterstützung, aber auch regelmäßige Gottesdienste. Angeboten werden gemeinschaftliche Aktivitäten, aber auch kleine Kunstausstellungen. Weitere Informationen finden sie hier.
Herzwerk (Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Düsseldorf e.V.)

(v.l.) Christian Frank, Susanne Kornatz, Wolfgang Rolshoven, Julia Moisel und Frank Theobald
Das Herzwerk würde von Jenny Jürgens im Jahr 2009 gegründet und wendet sich an Senior*innen, die in Altersarmut und Einsamkeit leben. Seit 2019 gibt es den Treffpunkt in Oberbilk, wo Veranstaltungen stattfinden und es auch eine Kleiderbörse gibt. Finanzielle Unterstützung gibt es beim Ersatz defekter Haushaltsgeräte oder auch bei der Erfüllung von Herzenswünschen. Über Zeitspender*innen kann bei kleineren Reparaturen im Haushalt geholfen werden, oder auch bei Freizeitgestaltung oder Problemen mit Handy oder Computer. Durch Sponsoren und Spender werden Veranstaltungen und Ausflüge ermöglicht. Weitere Informationen gibt es hier.
Aktiv im Ruhestand (Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Düsseldorf e.V.)

(v.l.) Christian Frank, Beate Wildhagen, Frank Theobald, Bettina Schmelzer und Wolfgang Rolshoven
Das Projekt „Aktiv im Ruhestand“ ist in den vom DRK betreuten zentren plus angesiedelt und möchte Menschen Ü55 mit Einschränkungen – beispielsweise der Mobilität – bei der Erhaltung ihrer Eigenständigkeit unterstützen. Dazu können Begleitung bei Arztbesuchen, Behördengängen oder Einkäufen gehören. Über die zentren plus werden Aktivitäten, aber auch ein Mittagstisch angeboten. Weitere Informationen gibt es hier.
Seniorenschutzprojekt (Sportclub Düsseldorf e.V.)

(v.l.) Christian Frank, Eddie Erdem, Wolfgang Rolshoven, Anita Millán, Jessica Strombach und Frank Theobald
Der Sportclub Düsseldorf hat seinen Fokus aktuell auf Boxen und Fitnessangeboten für seine Mitglieder. Geplant ist der Aufbau von sportlichen Angeboten für Senior*innen, zu den auch Selbstverteidigung gehören soll. Weitere Informationen gibt es hier.