Diese Woche kommt es dicke: Dienstag und Donnerstag Streik bei der Rheinbahn

Nachdem am Montag (16.3.) die Verwaltung und die Kundencenter der Rheinbahn bestreikt werden, bleiben am Dienstag (17.3.) die Busse und Straßenbahnen weitgehend in den Depots. Jetzt kündigt ver.di eine Ausweitung der Streikmaßnahmen an. Am Mittwoch (18.3.) sind die Beschäftigten der Werkstätten der Rheinbahn zur Arbeitsniederlegung aufgerufen, was vereinzelt Auswirkungen auf den Fahrplan haben könnte. Heftig wird es am Donnerstag (19.3.), denn dann schließt sich NRW dem bundesweiten Aktionstag an. Damit fahren Busse und Straßenbahnen von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht weitgehend nicht. Der Betrieb von S-Bahnen und Regionalzügen ist von der Tarifrunde nicht betroffen.
„Bereits im dritten Monat der Tarifrunde in Nordrhein-Westfalen gibt es keinen spürbaren Fortschritt“, betont Stephanie Peifer Geschäftsführerin ver.di Bezirk Düssel-Rhein-Wupper. „Die Beschäftigten arbeiten seit Jahren unter massiv belastenden Bedingungen. Sie erwarten jetzt ein konkretes Angebot, welches ihnen gerecht wird. Im ÖPNV in NRW stecken die Verhandlungen fest. Deshalb rufen wir erneut zu Streiks auf“, so Peifer weiter. Die Warnstreiks seien ein deutliches Signal für bessere und einheitlichere Arbeitsbedingungen. „Wir streiken nicht aus Prinzip. Wenn es Bewegung am Verhandlungstisch gibt, bleiben Streiks aus.“ Ziel ist es, die hohe Belastung und Fluktuation im ÖPNV zu reduzieren und die Attraktivität der Arbeitsplätze zu stärken. „Dieses Ziel muss in den Verhandlungen erreicht werden, ansonsten ist der ÖPNV als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge gefährdet“, erklärt Peifer.
Die Arbeitgeberseite in NRW hat aus Sicht der Gewerkschaft bislang keine ausreichenden Angebote vorgelegt, während in einzelnen Bundesländern bereits Einigungen erzielt wurden. Von der Tarifrunde betroffen sind in Nordrhein-Westfalen über 30 kommunale Verkehrsunternehmen. ver.di verhandelt mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen über Verbesserungen der Arbeitsbedingungen im Nahverkehr. Im Mittelpunkt der Forderungen steht eine spürbare Entlastung der Beschäftigten. Dazu gehören insbesondere Entlastungen bei der Wochenarbeitszeit und den Schichtdiensten sowie höhere Zuschläge für Sonntagsarbeit. Ver.di fordert unter anderem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich von derzeit 39 auf 37 Stunden.
Die Tarifverhandlungen werden ab dem 24. März in dritter Runde fortgesetzt.
Folgende Linien sollen laut Rheinbahn halbwegs nach Fahrplan fahren:
- Linie 722: Stadthalle – Messe – Nordfriedhof – Düsseldorf Hbf – Schlesische Straße – Vennhauser Allee
- Linie 730: Freiligrathplatz U – Unterrath – Gerresheim – Eller – Reisholz – Benrath – Josef-Kürten-Platz
- Linie 746: Velbert ZOB – Wülfrath – Mettmann, Jubiläumsplatz – Mettmann-Stadtwald S
- Linie 751: Ratingen-Hösel S – Ratingen-Lintorf – Angermund S – Kaiserswerth, Klemensplatz
- Linie 770: Velbert ZOB – Heiligenhaus – Ratingen-Hösel S
- Linie 771: Velbert ZOB – Heiligenhaus – Ratingen Ost S – Ratingen Mitte
- Linie 782: Heinrich-Heine-Allee – Uni-Kliniken – Hilden, Gabelung – Hilden, Süd S – Solingen Hbf
- Linie 785: Heinrich-Heine-Allee – Reisholz S – Hilden Mitte – Hilden Süd S – Langenfeld-Richrath – Langenfeld S
- Linie 831: Krefeld, HPZ Uerdingen – Krefeld, Uerdingen Bf – Meerbusch, Lank-Latum – Meerbusch, Haus Meer
- Linie 834: Theodor-Heuss-Brücke – Derendorf S – Engerstraße – Düsseldorf Hbf
- Linie 835: Comeniusplatz – Kirchplatz – Universität Mitte – Holthausen – In der Steele
- Linie 836: Am Seestern – Belsenplatz – Bilk S – Universität Süd
- Linie SB50: Rheinterrasse – Heinrich-Heine-Allee – Haan Kellertor – Haan, Markt – Haan Nachbarsberg
- SB52: Flughafen Bahnhof – Freiligrathplatz – Meerbusch Schillerstraße, Meerbusch Osterath Bf
- Linie O5: Erkrath S – Erkrath-Hochdahl S – Trills – Hochdahler Markt – Sandheide – Willbeck – Erkrath-Millrath S
- Linie O6: Erkrath, Haus Brück – Erkrath S – Unterfeldhaus – Kempen – Hochdahler Markt – Erkrath-Millrath S
- Linie O13: Mettmann, Schellenberg – Jubiläumsplatz – Dresdner Straße – Champagne – Mettmann-Zentrum S – Mettmann-Stadtwald
- Linie O14 (TaxiBus mit Anmeldung): Ratingen-Breitscheid, Am Kessel – Mintarder Weg – An der Pönt – Krummenweg – Ratingen-Hösel S
- Linie O19 (TaxiBus mit Anmeldung): Ratingen, Fliedner Krankenhaus – Lintorf, Rathaus – Ratingen-Lintorf, Mörikestraße
- On-Demand-Service flexy fährt
Das kostenpflichtige Mobilitätsangebot auf Bestellung – der On-Demand-Service flexy – ist vom Streik nicht betroffen. Das Bediengebiet und die Uhrzeiten, in denen flexy fährt, bleiben während des Streiks gleich. Mehr Informationen dazu finden die Fahrgäste hier: www.rheinbahn.de/flexy