Düsseldorf: Rheinufertunnel ab 30. März für vier Wochen gesperrt

Mit der Sperrung des Rheinufertunnels vom 30. März bis zum 25. April wird in Düsseldorf die Zahl der Staus wachsen. Denn allein durch diesen Der Tunnel rollen täglich rund 45.000 Fahrzeugen. Grund für die lange Sperrung ist der Einbau neuer Ventilatoren, die im Brandfall fden Rauch wegpusten sollen. Die Ventilatoren sind von zentraler Bedeutung für das Brandschutzkonzept und damit unverzichtbar für den Betrieb des Tunnels, teilt die Stadt mit. Bereits ab Anfang März wird am Rheinufer im Bereich der Alten Hafens die Baustelle für die Maßnahme eingerichtet. Der Terminplan ist eng, denn am 27. April startet der Uniper Marathon – dann wird diese Fläche gebraucht – also muss alles fertig sein.
Einschließlich der vorbereitenden Arbeiten ist eine rund zehnwöchige Bauphase geplant. Um den Verkehr so gering wie möglich zu belasten, fällt ein Teil der Sperrzeit in die mutmaßlich verkehrsärmeren Osterferien (30. März bis 12. April). Um die Zeit der Tunnelsperrung möglichst optimal zu nutzen, werden dann parallel auch reguläre Wartungs- und Unterhaltungsarbeiten am Bauwerk und an der Betriebstechnik durchgeführt. Darüber hinaus wird der Einbau einer LED-Beleuchtung fortgesetzt. Die soll mit mit ihrem geringeren CO2-Bilanz das Klima weniger stark belasten als das bisherige Licht.
Der technische Aufwand der Maßnahme ist erheblich: Jeder der beiden Axialventilatoren ist rund fünfeinhalb Meter hoch und wiegt etwa sechs Tonnen. Beim Bau des Tunnels in den Jahren 1990 bis 1993 wurden die Ventilatoren in Einzelteilen durch eine zweieinhalb mal zwei Meter große Öffnung rund zehn Meter in die Tiefe gelassen und in einem schmalen Schacht montiert. Die erwarteten Gesamtkosten betragen nach Angaben der Stadt brund 4,5 Millionen Euro.
Vorbereitende Arbeiten ab Anfang März
Für die Baustelleneinrichtung und vorbereitende Arbeiten im Betriebsgebäude werden ab Anfang März Flächen auf der Rheinuferpromenade benötigt. Die Fläche zur Einrichtung der Baustelle erstreckt sich zwischen Rathausufer 16 und der Brücke über den Zugang zum “Alten Hafen” und betrifft sowohl die obere als auch die untere Rheinwerft. Zeitweise muss auch die Rampe zwischen beiden Ebenen gesperrt werden.
Der Radverkehr entlang des Rheins bleibt möglich, allerdings mit eingeschränkter Wegbreite. Eine Umleitung ist nicht erforderlich. Spaziergänger können die Rheinuferpromenade weiterhin nutzen.
Während der Bauarbeiten bleibt die Schranke am Mannesmannufer geöffnet. Die Tiefgarage Altstadt/Rheinufer bleibt über das Mannesmannufer erreichbar.
Verkehr und Umleitungen
Während der Sperrung werden auf den vorgesehenen Alternativrouten die Programme für die Ampelanlagen angepasst, um den Verkehrsfluss zu verbessern und dort zusätzliche Kapazitäten bereitzustellen. Parallel dazu wird mit Schildern auf die Sperrung und die empfohlenen Alternativrouten hingewiesen.
Die Alternativrouten führen
- über die Fischerstraße, Kaiserstraße, Berliner Allee und Corneliusstraße,
- über die Merowingerstraße und die Friedrichstraße und
- über den Lastring (Er verläuft im Wesentlichen zwischen den Stadtteilen Düsseltal, Flingern, Oberbilk, Bilk und dem Hafen. Wichtige Abschnitte sind unter anderem der Auf’m Hennekamp, die Kruppstraße und die Mecumstraße).
Als Nord-Süd-Umleitung können folgende Strecken genutzt werden:
- aus nördlicher Richtung von der Danziger Straße kommend über die Heinrich-Erhardt-Straße und den Lastring
- aus südlicher Richtung kommend über den Südring und den Lastring
Für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht unter 3,5 Tonnen wird zudem ein Umleitungsring über die Theodor-Heuss-Brücke und den Rheinalleetunnel ausgeschildert.
Das Verkehrskonzept wird fortlaufend mit Feuerwehr, Polizei, Rheinbahn und vielen anderen beteiligten Fachämtern abgestimmt, damit Schnittstellen und Kollisionen mit anderen Projekten vermieden werden. Die Stadt begleitet das Bauprojekt engmaschig mit Verkehrsdaten und wird bei Bedarf steuernd eingreifen, etwa durch zusätzliche Wegweisungen und weiteren Schritten zur Stabilisierung des Verkehrsflusses. Ziel ist es, die Beeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmenden so gering wie möglich zu halten.
Die Baustelleneinrichtung soll bis zum Start des Düsseldorfer Marathons am Sonntag, 26. April, weitgehend zurückgebaut werden, um Einschränkungen im Bereich der Rheinuferpromenade möglichst gering zu halten.