Düsseldorf Süd: Bezirksschützenjugend sammelt über eine Tonne Kleidung für den gutenachtbus

Ein gutes Beispiel dafür, dass Schützen nicht nur feiern, marschieren und schießen, hat die Bezirksschützenjugend im Düsseldorfer Süden jetzt mit einer Sammelaktion bewiesen. Denn der Leitsatz „Glaube, Sitte und Heimat“ bedeutet für die Schützen füreinander da zu sein – insbesondere für Menschen, denen es nicht so gut geht.
Angeregt durch die Drei-Königs-Aktion der Kirchen hat die Schützenjugend einen Aufruf gestartet, Kleidung und andere dringend benötigte Dinge für den gutenachtbus zu sammeln. Der gutenachtbus ist ein Projekt von vision:teilen und eine verlässliche Anlaufstelle für die Düsseldorfer Obdachlosen. Regelmäßig macht das Team, unterstützt von Ehrenamtler*innen, abends Station in der Altstadt und am Hauptbahnhof. Dabei verteilen sie nicht nur Mahlzeiten, Hygieneartikel und Kleidung, sie haben auch ein offenes Ohr für die Menschen.

Tim Helmdach und ein Schützenkamerad vor den gesammelten Schlafsäcken, Foto: Bezirksschützenjugend Düsseldorf Süd
Besonders im Winter werden warme Kleidung und Schlafsäcke gebraucht. Die Bezirksschützenjugend nahm sich den Bibelspruch „Wer zwei Röcke hat, der gebe dem, der keinen hat, und wer Speise hat, tue ebenso.“ (Lk 3,11) zum Vorbild und organisierte in drei Stadtteilen Abgabetermine für Spenden.
Bereits beim ersten Termin in Unterbach am 25. Januar waren zahlreiche Unterstützer*innen aktiv und sammelten 466 Kilogramm Spenden. Um die Menge zu bewältigen, musste kurzfristig ein größerer Transporter organisiert werden, damit alles ins Zwischenlager nach Hassels gebracht werden konnte. Dort wurde alles nach Kleidungsstücken und Größen sortiert. Die nächste Annahme fand bereits eine Woche später in Benrath statt und auch dort wurden die Jungschützen von den Spendenbereitschaft überrascht. Weitere 240 Kilogramm an Spenden wurden im St. Cäcilia-Schützenheim vorsortiert und anschließend nach Hassels transportiert. Am 8. Februar öffnete die Annahmestelle in Hassels. Das mittlerweile eingespielte Team war gespannt, ob die Zielmarke von 1000 Kilogramm erreicht werden würde. Sie konnten sich auf ihre vielen Unterstützer*innen verlassen und letztlich waren es am Ende der Aktion 1.270 Kilogramm.

Hygiene-Artikel und Kleidung gehörten zu den Spenden, Foto: Bezirksschützenjugend Düsseldorf Süd
Der Organisator und Bezirksjungschützenmeister für den Düsseldorfer Süden, Tim Helmdach, zeigte sich tief beeindruckt vom Verlauf der Aktion. „Ich bin der Bevölkerung, der verschiedenen Düsseldorfer Stadtteilen, sehr dankbar für ihre enorme Spendenbereitschaft sowie für das Engagement der Schützen in unserem Bezirksverband – ganz gleich ob jung oder alt. Generationsübergreifend wurde die Aktion getragen und bewegt. Das ist nicht nur eine Hoffnung für das Schützenwesen, sondern für die gesamte Gesellschaft,“ freute sich Helmdach. Doch eine Herausforderung galt es noch zu bewältigen, denn die Spenden mussten noch zur Zentrale von vision:teilen zur Harffstraße gebracht werden.

Viele helfende Hände beim Transport der Spenden zu vision:teilen, Foto: Bezirksschützenjugend Düsseldorf Süd
Am 9. Februar stand die Übergabe der Spenden an und viele Helfer trafen sich zur Beladung der Fahrzeuge. Bezirkspräses Michael Inden hatte über die Gemeinde Eller-Lierenfeld einen Transporter organisiert, doch der war bereits nach der ersten Fahrt vollständig gefüllt. Trotz zusätzlich beladenem Anhänger und zwei Pkw war eine zweite Fahrt notwendig. Das Team des gutenachbusses freute sich sehr über das Engagement und wird die Spenden nun für die Ausgabe vorbereiten.
Bereits kurz nach Abschluss der Aktion erreichten die Bezirksjugend Düsseldorf Süd mehrere Anfragen zur möglichen Wiederholung der Sammelaktion – die positive Resonanz bei Spender*innen, Kooperationspartnern, Vorstandsmitgliedern und Helfenden aus den Bruderschaften zeigt deutlich, dass noch weitere Projekte umgesetzt werden können.