Düsseldorf: Zwei AfD-Ratsmitglieder verklagen Demonstranten

Während einer Wahlkampfveranstaltung zum Kommunalwahlkampf am Oberbilker Markt soll es nach dem Empfinden der Afd-Ratsmitglieder Marco Vogt und Claus Henning Gahr zu Beleidigung und Bedrohung gegen sie gekommen sein. Der Vorwurf richtet sich gegen zwei Mitglieder des Bündnisses Düsseldorf stellt sich quer (DSSQ) und wird am Montag (12.1.) vor dem Amtsgericht Düsseldorf verhandelt.
Der Düsseldorfer Kreissprecher der AfD und Ratsherr Marco Vogt soll „Affe“ genannt worden sein. Er und Gahr fühlten sich außerdem bedroht, so verstanden sie eine Äußerung, dass die AfD Kandidaten sich nur unter Polizeischutz nach Oberbilk trauen würden.
Das Bündnis DSSQ betont: „Eine Partei, die selbst unablässig von „Cancel Cultur“ spricht, die Meinungsfreiheit in Gefahr sieht und bei jeder rassistischen und menschenverachtenden Äußerung mit dem Satz „Das wird man doch noch sagen dürfen“ reagiert, versucht also mit juristischen Mitteln unseren antifaschistischen Protest ein zu schüchtern. Gleichzeitig werden von der AfD migrantische junge Männer pauschal als „Messermänner“ diffamiert (Alice Weidel, AfD-Bundestagsabgeordnete), queere Menschen als „perverse Psychopathen“ beleidigt (Vanessa Behrendt, AfD-Landtagsabgeordnete in Niedersachsen) oder eine Journalistin wiederholt als „Faschistin“ beschimpft (Stephan Brandner, AfD-Bundestagsabgeordneter). Die Liste ließe sich nahezu endlos fortsetzen und kann mit persönlichen Anekdoten von Beleidigungen durch AfDler bei Protesten gegen die Partei ergänzt werden.“