Düsseldorf: Am Dienstag erste Warnstreiks im öffentlichen Dienst an Uniklinik und HHU

Die Beschäftigten der Uniklinik (UKD) und der Heinrich-Heine-Universität (HHU) wollen vor der zweiten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder den Druck erhöhen. Die Gewerkschaft ver.di hat die Mitarbeitenden des UKD mit allen Servicebereichen, u.a. Wäscherei, Reinigung und Patiententransportdienst, und der HHU in Düsseldorf zu einem ganztägigen Warnstreik am Dienstag (12.1.) aufgerufen. Der Verhandlungsauftakt mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) war ergebnislos verlaufen, die Arbeitgeberseite hatte kein Angebot vorgelegt.
„Die Beschäftigten im Universitätsklinikum tragen tagtäglich enorme Verantwortung für Patient*innen, für den reibungslosen Betrieb eines hochkomplexen Systems und für Forschung und Lehre. Sie leisten ihre Arbeit mit hohem persönlichem Einsatz, unter großem Druck und oft an der Belastungsgrenze. Dass die Arbeitgeberseite in dieser Situation ohne jedes Angebot in die Tarifverhandlungen geht, ist kein Zeichen von Wertschätzung. Wer so handelt, provoziert berechtigten Unmut und Widerstand bei den Beschäftigten“, betont Henning Brust, Gewerkschaftssekretär von ver.di Düssel-Rhein-Wupper.
Die Gewerkschaft betont, dass die Notdienstversorgung durch entsprechende Vereinbarungen sichergestellt ist, die Sicherheit der Patient*innen sei jederzeit gewährleistet. Der Arbeitgeber wurde frühzeitig über die Arbeitskampfmaßnahmen informiert. „Wer in den Krankenhäusern spart, spart am falschen Ende. Die Beschäftigten sichern unter hohem Druck die Versorgung der Patient*innen, halten den Betrieb am Laufen und tragen Verantwortung für Menschenleben. Einsparungen auf ihrem Rücken gefährden die Zukunftsfähigkeit unserer Kliniken und den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, stellt Stephanie Peifer, Bezirksgeschäftsführerin des ver.di Bezirks Düsseldorf-Rhein-Wupper, heraus.
ver.di verhandelt in der Länder-Tarifrunde auch für GdP, GEW und IG BAU. Betroffen sind rund 925.000 Tarifbeschäftigte sowie, über die geforderte Übertragung, weitere 2,3 Millionen Beamtinnen und Versorgungsempfängerinnen. Insgesamt betrifft die Tarifrunde damit rund 3,2 Millionen Menschen bundesweit (ohne Hessen).