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Home›Düsseldorf›Düsseldorf Pempelfort: Weltkriegsbombe wurde erfolgreich entschärft

Düsseldorf Pempelfort: Weltkriegsbombe wurde erfolgreich entschärft

Von Ute Neubauer
12. August 2022
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Die Weltkriegsbombe konnte um 23:09 Uhr erfolgreich entschärft werden, Foto: Feuerwehr Düsseldorf

Aktualisierung:

23:09 Uhr – Die Bombe wurde erfolgreich entschärft. Alle Sperrungen sind aufgehoben und die Bewohner*innen der Gefahrenzone A können wieder nach Hause. Insgesamt waren rund 650 Kräfte der Feuerwehr, Polizei, Stadtwerke, Rheinbahn, Hilfsorganisationen sowie des Ordnungsamtes und des Amtes für Verkehrsmanagement im Einsatz. 325 Personen warteten die Entschärfung  in den Betreuungsstellen ab. 230 Fahrten wurden von acht Patiententransportzügen durchgeführt, um Menschen in sicherheit zu bringen, die sich nicht selber helfen konnten.

***

21:30 Uhr: Immer noch befinden sich Menschen im Gefahrenbereich A (500 Meter Radius um die Fundstelle), der komplett geräumt sein muss. Daher kann die Entschärfung noch nicht beginnen. Auch im Gefahrenbereich B (1000 Meter Radius um die Fundstelle) darf sich niemand mehr im Freien aufhalten.

***

Die Feuerwehr hat diese Übersichtskarte veröffentlicht, auf der die Gefahrenbereiche erkennbar sind, Grafik: Feuerwehr Düsseldorf

Bei Bauarbeiten an der Moltkestraße in Düsseldorf Pempelfort wurde am Freitagmorgen (12.8.) eine 10-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Die Entschärfung soll noch am Freitag erfolgen. Der Krisenstab tagt derzeit und legt die Vorgehensweise fest. In den Gefahrenbereichen rund um den Fundort sind rund 57.000 Menschen betroffen. Das Gebiet im Radius von 1.000 Metern rund um den Fundort wird ab 20 Uhr komplett gesperrt. Die Zufahrt in das Gebiet ist ab 19:30 Uhr nicht mehr möglich.

Bei den Arbeiten auf dieser Baustelle wurde die 10-Zentner-Bombe gefunden

Für die Menschen, die im Gefahrenbereich A (500 Meter rund um den Fundort) wohnen oder arbeiten, ist die Evakuierung erforderlich. Bis zu 17.000 Menschen müssen ihre Wohnung verlassen.

Im Radius bis 1000 Metern (Gefahrenbereich B) um die Fundstelle sind weitere rund 40.000 Menschen betroffen. Sie dürfen während der Entschärfung nicht im Freien aufhalten (inklusive Dachterrassen und Balkone) und auch auf den Straßen darf in dieser Zone niemand sein. Aktuell sind Lautsprecherwarnfahrzeuge unterwegs, um die betroffenen Bürger*innen zu informieren.

Sobald der Gefahrenbereich komplett geräumt ist, wird die Bombe vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf entschärft. Der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest und davon abhängig, ob die Bürger*innen die Gefahrenbereiche zügig verlassen und den Aufforderungen der Ordnungskräfte Folge leisten.

Das Gefahrentelefon der Stadt ist unter der Rufnummer 3889 889 besetzt.

Die Polizei hat den Bereich rund um die Fundstelle abgesperrt

Anlaufstelle und Transport von Hilfsbedürftigen

Wer während der Evakuierungszeit eine Anlaufstelle braucht, kann in der Max-Planck-Schule, der Toni-Turek-Realschule sowie in der Sporthalle der Klapheckschule die Entschärfung abwarten. Dort ist eine Betreuung organisiert und es gibt auch Isolationsräume für Corona-Infizierte. Ab 17 Uhr stehen ab den Haltestellen Prinz-Georg-Straße (721) sowie Münsterstraße/Feuerwache (721) Rheinbahnbusse für den Transfer zur Betreuungsstelle Max-Planck-Gymnasium zur Verfügung. Autos sollten nach Möglichkeit aus den Gefahrenzonen A und B weggefahren werden. Menschen, die in der Gefahrenbereich A wohnen und beispielsweise wegen Bettlägerigkeit oder Behinderung ihre Wohnungen nicht selbst verlassen können, können den Transport ab sofort über die Leitstelle der Feuerwehr unter der Rufnummer 19222 bestellen. Rollstühle, die mitgenommen werden müssen, sollten dabei unbedingt gemeldet werden.

Betroffene Einrichtungen

Im engeren Radius um den Ort der Entschärfung befinden sich unter anderem das Marienhospital, die Kirche Heilige Dreifaltigkeit und die Kreuzkirche. Am Rande des erweiterten Radius befindet sich das St. Vinzenz-Krankenhaus. Patienten wird dringend empfohlen, die beiden Kliniken nicht mehr aufzusuchen und auf andere Krankenhäuser auszuweichen.

Da der Ehrenhof noch im Gefahrenbereich B liegt, mussten die Veranstalter das Festival “Ehrenhof Open” für Freitag komplett absagen. Das Gelände muss geräumt werden. Glück hat das Openair-Kino. Dort kann die Vorstellung wie geplant stattfinden.

ÖPNV

Die Rheinbahn stellt die Fahrten der Straßenbahnlinien 701, 704, 705, 706 und 707 ab 19.30 Uhr bis zum Ende der Entschärfung ein oder leitet sie um. Die Buslinien 721, 722, 733, 752, 754, 758, SB50 und SB55 werden ebenfalls ab 19.30 Uhr Uhr umgeleitet.

 

StichworteBombenentschärfungEvakuierungKrisenstabPempelfort
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