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Home›Kultur›Fotografie›R(h)ein ins Interconti: Im Hotel gibt es den Schlüssel zu Stephan Kaluzas Flusspanorama

R(h)ein ins Interconti: Im Hotel gibt es den Schlüssel zu Stephan Kaluzas Flusspanorama

Von Neubauer
29. September 2015
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Links Laudator Werner Lippert, rechts Hoteldirektor Ronald Hoogerbrugge - und in der Mitte der Flussläufer und Flussfotograf Stephan Kaluza

Dieser Mann ist ein Langstreckenläufer. Keiner von den hyperaktiven Iron-Man-Sportlern, sondern einer, der sich so viel Zeit nimmt, wie sein Werk braucht: Diesmal brachte er es auf ein Jahr und rund 1700 Kilometer Raum- und Zeiterfahrung. Zu Fuß ging der Künstler am Fluss entlang und hat immer wieder auf den Auslöser seiner Kamera gedrückt, um das gegenüberliegende Ufer abzulichten. Der Fotograf Stephan Kaluza hat sich den Rhein erlaufen – von der Quelle in den Alpen bis zur Mündung in Rotterdam.

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Das Leben ist ein langer, breiter Fluß: Der Rhein bei Düsseldorf, festgehalten von Stephan Kaluza

Und er hat sich im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild gemacht: ein 5000 Meter langes, das allerdings bisher (noch) nicht komplett ausgestellt wurde. „Es war schon seltsam“, sagte er bei der Ausstellungseröffnung im Hotel Intercontinental an der Kö, „wenn ich an einem ganzen Tag 40 Kilometer gelaufen war und das andere Ufer fotografiert hatte, brachte mich die Regionalbahn in sehr kurzer Zeit zu meinem Ausgangspunkt zurück.“

Kleiner Tipp: Düsseldorf ist im siebten Stock zu sehen

Ein Zehntel seiner Rhein-Bilder, also 500 Meter, war das längste Stück, das Stephan Kaluza bisher ausstellen konnte. So viel ist es im Interconti nicht, aber seine Fotos erstrecken sich hier über zehn Etagen. Immer im Vorraum der Aufzüge hängt der Fluss, mal ungezähmte Natur, mal städtisches Flair. Das schmale langestreckte Bildformat scheint ideal für den Strom, der Mainz teilt, die Loreley wild umspielt und von Düsseldorf die Altstadtkulisse und den Blick vom Fleher Ufer auf Uedesheim gewährt. Ein Tipp für Heimatfreunde, die zuerst den direkten Blick auf ihre Stadt erleben wollen: Düsseldorf ist in der 7. Etage.

Quelle im Parterre, Mündung im zehnten Stock: Vertical Gallery

Vertical Gallery nennt das Hotel die Ausstellung, die es seit sechs Jahren immer im September präsentiert. Diesmal mit dem Multikünstler Stephan Kaluza, der zwar in Bad Iburg geboren wurde, aber in Düsseldorf Visuelle Kommunikation an der Fachhochschule, Kunstgeschichte an der Kunstakademie und Philosophie an der Universität studierte – und in der Stadt am Rhein blieb. Kaluza schreibt Theaterstücke, macht Bühnenbilder für die Oper, malt und stellt seine Werke in Antwerpen und Amsterdam, in Jerusalem und Warschau aus. Und jetzt an der Kö. Da plätschert die Rheinquelle Parterre und fließt dann bis in den zehnten Stock und dort ins Meer.   

Wer Kaluza gucken will, braucht eine Schlüsselkarte für den Aufzug

Zwei Wege führen den Neugierigen bis zum 20. November an Kaluzas Rheinufer: In der Intercontinental-Lobby kann sich jeder Besucher an der Rezeption eine Schlüsselkarte für die Aufzüge holen und dann von Etage zu Etage die Vertical Gallery erfahren. Oder man reserviert im Restaurant Péga ein Genusspaket mit fünf Gängen zu 64 Euro, darunter Zander mit rheinischem Muschelragout und Himmel und Äd mit Bilker Kürbis – und lässt sich vom Kellner die Schlüsselkarte für den Kunstgenuss bringen.

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Weit oberhalb des Düssel-Dorfs fließt der Rhein durch Auen

Fotos: Stephan Kaluza (1), Interconti

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