Ddorf-Aktuell – Internetzeitung Düsseldorf

Hauptmenü

  • Düsseldorf
    • Aktuelles
    • Blaulicht
    • Verkehr
    • Karneval
    • Schützen
  • Service
    • Gesundheit
    • Events
    • Termine
    • Shopping
    • Essen & Trinken
    • Motor
    • Reise
  • Politik
    • Stadtrat
    • Stadtteile
    • Parteien
    • Bauen & Wohnen
  • Wirtschaft
    • Unternehmen
    • Gewerkschaften
    • Verbände
    • Messen
    • Karriere
    • Bildung
  • Kultur
    • Kunstfakten
    • Kunstkritik
    • Theater
    • Film
    • Musik
    • Literatur
    • Malerei
    • Fotografie
    • Tanz
    • Ausstellungen
  • Sport
    • Tischtennis
    • Eishockey
    • Fußball
    • Laufen
    • Basketball
    • Handball
    • Football
    • Lokalsport
  • Am Rand(e) notiert

logo

Ddorf-Aktuell – Internetzeitung Düsseldorf

  • Düsseldorf
    • Aktuelles
    • Blaulicht
    • Verkehr
    • Karneval
    • Schützen
  • Service
    • Gesundheit
    • Events
    • Termine
    • Shopping
    • Essen & Trinken
    • Motor
    • Reise
  • Politik
    • Stadtrat
    • Stadtteile
    • Parteien
    • Bauen & Wohnen
  • Wirtschaft
    • Unternehmen
    • Gewerkschaften
    • Verbände
    • Messen
    • Karriere
    • Bildung
  • Kultur
    • Kunstfakten
    • Kunstkritik
    • Theater
    • Film
    • Musik
    • Literatur
    • Malerei
    • Fotografie
    • Tanz
    • Ausstellungen
  • Sport
    • Tischtennis
    • Eishockey
    • Fußball
    • Laufen
    • Basketball
    • Handball
    • Football
    • Lokalsport
  • Am Rand(e) notiert
  • Düsseldorf: Autobahn GmbH wird ab Freitag die Gegenfahrbahn der A59 sanieren

  • Düsseldorf: Haushaltslage schränkt die Stadtbibliotheken stark ein

  • Düsseldorf: Polizei gibt an drei Terminen Präventionstipps für ältere Menschen

  • Düsseldorf Stadtmitte: 35-Jähriger überrascht Einbrecher und wird von diesem angegriffen

  • Erntedank mit den Lastenhelfern – 400 Kilo Kartoffeln für die Düsseldorfer Tafel

KulturMalerei
Home›Kultur›Miró lockt Düsseldorf: Von der scheuen Tänzerin und dem finsteren Künstler

Miró lockt Düsseldorf: Von der scheuen Tänzerin und dem finsteren Künstler

Von Neubauer
29. Juni 2015
Teilen:
Joan Miró nannte dieses Bild - "La petit blonde" - Die kleine Blonde. Zu sehen in der Kunstsammlung NRW in Düsseldorf

Die „Spanische Tänzerin“ ist scheu. Man sieht sie erst auf den zweiten Blick. Ein paar Linien auf zartblauem Grund, ein Kreis, ein Kopf, vielleicht. Dazu ein gelber Trichter, Schallwellen – ein „Ole“ schwirrt durch die Luft. Das grenzt an Poesie – Malerei als Poesie. Und schon ist man mitten in der fabel- und wundervollen Welt des spanischen Künstlers Joan Miró (1893-1983), den man derzeit in der Kunstsammlung NRW (wieder-)entdecken kann. Rund 110 Gemälde, Zeichnungen und Malerbücher fügen sich zur Retrospektive.

D_miro_leCheval_20150629.

Nachdenken mit Pinsel und Farbe: Joan Miró hat viel gelesen

Die Sommerausstellung der Landesgalerie hat sich aber mehr vorgenommen. Sie will den Interesse auf einen anderen Miró lenken, als den, den man von tanzenden Strichen, seltsamen Tierchen und Sternen kennt. Kuratorin Marion Ackermann, Direktorin des Museums, stellt die Verbindung zwischen seiner Kunst und der avantgardistischen Literatur seiner Generation in den Mittelpunkt, was manchen neuen Blick ermöglicht. Sogar eine Bibliothek ist aufgebaut, die der des Künstlers nachempfunden ist. Hier finden sich Goethe, Baudelaire, Nitzsche, der Surrealist Alfred Jarry und Krimi-Autor Edgar Wallace, aber auch ein Bildband Fantomas.

Ein leidenschaftlicher, manischer Leser

Miró war leidenschaftlicher, manischer Leser. Im Rahmen der Ausstellung führt Joan Punyet Miró, sein Enkel, durch die Schau. Er verrät, dass sein Maler-Großvater immer sorgfältig die Vorhänge zuzog, um seine Bücher gegen die Sonne zu schützen. Schon als junger Mann verschlang er Gedichte und Prosa, bis zu seinem Tod nutzte er  in seinem Atelier Pausen zum Lesen. Auf dem Bild „Nord-Süd“, das Miró als 24-Jähriger malte, taucht ein Goethe-Band auf, außerdem die Titelseite der Literatur-Zeitschrift „Nord-Süd“. Auch in späteren Jahren integrierte er neben Symbolen und Chiffren Buchstaben und Wortfragmente in seine Gemälde. 

Im Strudel des Surrealismus

Als 27-Jähriger hatte Miró seine Heimat Barcelona verlassen und war nach Paris gegangen. Hier suchte er die Nähe seines Idols Picasso, geriet schnell in den Strudel von Dadaismus und Surrealismus, damals unerhört neu, jung und wild. Der Künstler traf Literaten wie Tristan Tzara, Max Jacob, Pierre Reverdy, Paul Eluard und André Breton. Man freundete sich an, stellte Satz und Syntax, Gott und die Welt in Frage. „Miró ist wahrscheinlich der Surrealistischste von uns allen“, bemerkte Breton 1928. Dafür spricht  mancher Bilder-Titel: „Der Gesang des Hahns durchlöchert einen Schädel, das Mondanbellen des Hundes weckt den Hahn des katalonischen Bauern auf, der auf dem Tisch neben dem Porrón steht“ – das klingt eher nach einem durchgeknalltem Prosagedicht.

Bildgedichte, so leicht wie Kinderzeichnungen

Miró selbst bezeichnete sich als Dichtermaler. Intellektuelle Debatten fesselten ihn, sein Werkzeuge blieb die Farbe. 1923 gelang ihm der Durchbruch. Serien von Bildgedichten entstanden, die in ihrer Leichtigkeit an Kinderzeichnungen erinnern und bis heute Kaffeetassen zieren. „Sterne im Geschlecht von Schnecken“ heißen sie,  „Ein Stern liebkost die Brust einer Schwarzen“ oder auch nur „Liebe“: tanzende Linien, ein zartes Schwingen. Der Blick fällt auf ein blitzblaues Gemälde, das noch blauer pulsiert als das Blau Yves Kleins, das erst später entstanden ist. Immer wieder treten magische Symbole wie Stern, Auge, Mond, Vogel, Kopffüßler, auf, die sich in immer neuen Zusammenhängen einer Deutung entziehen. In einem Film kann man einen bereits weißhaarigen Maler beim Arbeiten zusehen, wie er zeichnet, kratzt und schabt, wie er mit dem breitesten Kinderlächeln eine grell trötende Flöte vorführt, die sich in einem Touristen-Mitbringsel befindet, das er in einem Regal aufbewahrt. Schönheit, sagt er, stecke in den banalsten Dingen. Zum Ärger seiner Frau lasse er alles in seinem Atelier herumliegen. „Plötzlich entdecke ich Figuren in den Gegenständen.“
Zu bekannten und unbekannteren Gemälden, viele stammen aus dem Eigenbestand der Kunstsammlung, andere aus Sammlungen in London, New York und Barcelona, werden Künstlerbücher, wahre Schmuckstücke, präsentiert; winzig kleine, atlantengroße, und sicher einige der schönsten des 20. Jahrhunderts. Etwa „Parler Seul“, das zu Texten von Tristan Tzaa entstand oder die Illustration eines Theaterstücks.

D_Miro_Selbstportrait_20150629

Selbstportrait des Joan Miró – in der Ausstellung in Düsseldorf

Aggressiv, impulsiv – ein kurriges Spätwerk

Aber die Ausstellung zeigt auch einen finsteren Künstler. Miró war überzeugter Katalane und Franco-Gegner. In den 40er Jahren halten zerrissene Gestalten Einkehr auf seinen Gemälden. Anspielungen auf die politische Lage. Miró trat stets für die Bewahrung seiner Kultur ein, solidarisierte sich später mit den Studentenbewegungen von 1968, protestierte gegen die Kommerzialisierung der Kunst. Ein knurriges düsteres Spätwerk entstand, das in seiner Aggressivität und Impulsivität an den US-Künstler Jackson Pollock erinnert. Dass Miró schließlich zur Bilder-Dichtung zurückgekehrt ist, mag man sich gern vorstellen. Mit seinen Sternen, Monden und Wolken muss er mit 89 Jahren auf Mallorca verstorben sein.
 „Miro – Malerei als Poesie“ bis 27. September Kunstsammlung NRW, Grabbeplatz 4. Öffnungszeiten Di-Fr 11-18 Uhr, jeden ersten Mitwoch im Monat bis 22 Uhr. Eintritt 12 Euro (ermäßigt 10 Euro), Gruppen (ab zehn Personen): pro Person 9 Euro. Katalog 29,90 Euro. Alle Infos www.kunstsammlung.de, Tel.  0211 8381204

D_kunstsammlungNRW_20150629

Die Kunstsammlung NRW am Grabbeplatz in Düsseldorf

Fotos: Kunstsammlung NRW

Vorheriger Artikel

Düsseldorf offen für Terroristen? WDR-TV deckt Sicherheitsmängel ...

Nächster Artikel

Ein neuer Kollege für OB Thomas Geisel ...

0
Anteile
  • 0
  • 0
  • 0

  • Neueste Beiträge

  • Düsseldorf: Autobahn GmbH wird ab Freitag die Gegenfahrbahn der A59 sanieren

    Von Ute Neubauer
    29. September 2026
  • Düsseldorf: Haushaltslage schränkt die Stadtbibliotheken stark ein

    Von Ute Neubauer
    28. September 2026
  • Düsseldorf: Polizei gibt an drei Terminen Präventionstipps für ältere Menschen

    Von Ute Neubauer
    28. September 2026
  • Düsseldorf Stadtmitte: 35-Jähriger überrascht Einbrecher und wird von diesem angegriffen

    Von Ute Neubauer
    28. September 2026
  • Erntedank mit den Lastenhelfern – 400 Kilo Kartoffeln für die Düsseldorfer Tafel

    Von Ute Neubauer
    28. September 2026
  • Düsseldorf Flingern: 53-Jähriger an der Engelbertstraße nach Messerangriff verstorben – Zeugen werden gesucht

    Von Ute Neubauer
    28. September 2026
  • Sammelleidenschaft in Düsseldorf: Die Cardmadness wächst weiter

    Von Ingo Siemes
    27. September 2026
  • 3.000 Zuschauer*innen feiern Fan Zhendong und Borussia Düsseldorf

    Von Melanie Berg - Borussia Düsseldorf
    27. September 2026

Textanzeige

  • ServiceGesundheitTextanzeigen

    Wie sinnvoll sind Nahrungsergänzungen im Alltag?

    Vitaminpräparate, Mineralstoffkapseln und Proteinpulver füllen mittlerweile ganze Supermarktregale, wobei die Auswahl so groß geworden ist, dass Kunden oft den Überblick verlieren und zwischen zahllosen bunten Verpackungen kaum noch eine bewusste ...
  • WirtschaftTextanzeigenUnternehmen

    Lokale Suche in Düsseldorf: Wie Betriebe in ihrem Viertel sichtbar bleiben

    Die Frage nach dem nächsten Elektriker, der Steuerberatung in Bilk oder dem Blumenladen mit Sonntagsöffnung wird selten am Schreibtisch gestellt. Sie entsteht unterwegs, am Handy, häufig innerhalb weniger Minuten vor ...
  • DüsseldorfKarnevalTextanzeigen

    Karneval und Rosenmontag: Warum die Traditionen in Düsseldorf bis heute lebendig bleiben

    Mehr als 700.000 Menschen verfolgten laut Angaben des Comitee Düsseldorfer Carneval auch 2026 wieder den Rosenmontagszug in Düsseldorf. Trotz wechselnder Trends, moderner Eventkultur und steigender Sicherheitsanforderungen bleibt der Karneval damit ...
  • ServiceShoppingTextanzeigen

    Beauty-Innovationen, die den Markt aktuell prägen

    Die Beauty-Branche entwickelt sich rasant. Und neue Kosmetik spielt eine zentrale Rolle bei der Veränderung der Erwartungen der Konsumentinnen und Konsumenten. Bereits in den ersten Phasen der Kaufentscheidung achten Käufer ...
  • TextanzeigenGesundheitService

    Pflege und Beruf: Wie Arbeitgeber pflegende Angehörige entlasten können (Praxis-Tipps und Anlaufstellen)

    Wenn ein Elternteil stürzt, der Partner nach einer OP plötzlich Hilfe braucht oder eine Demenzdiagnose den Alltag auf den Kopf stellt, geraten viele Berufstätige in ein Dilemma. Termine koordinieren, Pflege ...
  • ServiceBauen & WohnenTextanzeigen

    Strom selbst erzeugen – warum sich Unabhängigkeit plötzlich so gut anfühlt

    Wer seinen eigenen Strom produziert, spürt sofort den Unterschied – nicht nur auf der Rechnung, sondern auch im Kopf. Plötzlich kommt die Energie nicht mehr anonym aus dem Netz, sondern ...
Facebook    RSS Feed
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Kontakt
  • Mediadaten
RSS-Feed - 2026 Ddorf-aktuell