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GewerkschaftenWirtschaft
Home›Wirtschaft›Gewerkschaften›Tariflöhne und -gehälter 2014: Reales Plus von 2,2 Prozent

Tariflöhne und -gehälter 2014: Reales Plus von 2,2 Prozent

Von Dirk Neubauer
17. Januar 2015
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Ganz rechts: Das Plus bei den Reallöhnen im Jahr 2014.

Die Tariflöhne haben im Jahr 2014 real (nach Abzug der Inflation) spürbar zugelegt. Die Verbraucherpreise sind im vergangenen Jahr um 0,9 Prozent gestiegen, die Tarifvergütungen dagegen um nominal 3,1 Prozent. Daraus ergibt sich im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt ein reales Wachstum der Tariflöhne und -gehälter um 2,2 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die Bilanz der Tarifpolitik des Jahres 2014, die das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung jetzt vorlegt. „Bereits seit 2009 ist es den Gewerkschaften gelungen, Tarifsteigerungen durchzusetzen, die oberhalb der laufenden Preissteigerungsrate lagen“, sagt Dr. Reinhard Bispinck, Leiter des WSI-Tarifarchivs. Eine Ausnahme bildete lediglich das Jahr 2011.

Am höchsten fällt die jahresbezogene Tarifsteigerung mit nominal 3,5 Prozent in den Bereichen Gebietskörperschaften, Sozialversicherung sowie private Dienstleistungen, Organisationen ohne Erwerbszweck aus, gefolgt vom Handel mit 3,2 Prozent. Das Investitionsgütergewerbe lag mit 3,1 Prozent genau im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt. Das Baugewerbe erreichte 3,0 Prozent, das Grundstoff- und Produktionsgütergewerbe 2,9 Prozent und das Nahrungs- und Genussmittelgewerbe 2,8 Prozent. Um 2,5 Prozent stiegen die tariflichen Entgelte in den Bereichen Verkehr und Nachrichtenübermittlung sowie Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft. Die Finanzdienstleistungen (Kreditinstitute, Versicherungsgewerbe) wiesen einen Anstieg um 2,4 Prozent auf, das Verbrauchsgütergewerbe 2,2 Prozent und schließlich der Bereich Energie- und Wasserversorgung, Bergbau 1,4 Prozent (siehe Grafik 2 in der pdf-Version).
Insgesamt schlossen die DGB-Gewerkschaften im vergangenen Jahr Lohn- und Gehaltstarifverträge für rund 7,6 Mio. Beschäftigte ab, darunter etwa 6,5 Mio. in den alten und 1,1 Mio. in den neuen Bundesländern. Die Laufzeit der Verträge beträgt durchschnittlich 22,4 Monate und liegt damit etwas niedriger als im Vorjahr mit 22,8 Monaten. Für weitere 11,5 Mio. Beschäftigte traten im Jahr 2014 Erhöhungen in Kraft, die bereits 2013 oder früher vereinbart worden waren.
Die Tarifrunde 2015 hat begonnen: Verhandelt wird bereits in der Metall- und Elektroindustrie. In Kürze folgen der öffentliche Dienst (Länder) und die chemische Industrie.

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