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Home›Düsseldorf›Aktuelles›Es war der Sperrmüll und kein Grusel: Düsseldorfer Puppenrätsel offenbar geklärt

Es war der Sperrmüll und kein Grusel: Düsseldorfer Puppenrätsel offenbar geklärt

Von Dirk Neubauer
19. Mai 2015
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Iris Wie postete die Bilder am Wochenende in Facebook. Der Hype um die "Düseldorfer Gruselpuppen" begann

Das Internet liebt solche Mythen – deshalb schafften die beiden Horrorpuppen von Wersten etwas, für das Düsseldorf normalerweise viele Millionen Euro ausgeben muss. Seit vier Tagen ist die Stadt das Gesprächsthema Nummer eins im Netz. Bundesweit sowieso, selbst einige internationale Medien machten begeistert mit. Seit Dienstagabend (19.5.) ist die Luft jedoch raus aus dem Grusel: Die weinenden Kinderpuppen von der Kölner Landstraße sollten eigentlich auf den Sperrmüll.

Lagerist Ciprian Kozakiewicz (28) hat gegenüber mehreren Zeitungen erklärt, er habe niemanden erschrecken wollen. Eigentlich habe seine Mutter die beiden 60 Zentimeter hohen Schäm-Dich-Puppen zum Sperrmüll geben wollen. Nach acht Jahren! Chico, die Jungenfigur im blaukarierten Anorak und Lisa, die Mädchenpuppe im rotkarierten Anorak. Das mit dem Müll habe er, Ciprian, nicht über das Herz gebracht und deshalb die beiden Puppen an Baumstämme auf der Kölner Straße gelehnt.

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Wolfgang Harste entdeckte die Puppe an einem Mäuerchen im Volksgarten

Von hier aus nahm die Netz-Legende ihren Lauf. Iris Wie postet Handy-Fotos auf Facebook. Ist es Kunst? Will jemand auf das Leid von Kindern aufmerksam machen? Oder einfach bloß Autofahrer erschrecken? Einen Tag später steht die Jungenpuppe Chico plötzlich an einem Mäuerchen im Volksgarten und wird dort von Markthändler Wolfgang Harste entdeckt und fotografiert. Er dachte beim Abendspaziergang gemeinsam mit seiner Frau zunächst, da steht ein Kind und weint.
Und auch auf dem Stoffeler Friedhof wird eine solche Puppe gesichtet. Familie Kozakiewicz hat die Puppe Lisa wieder bei sich aufgenommen, Und hätte nun gerne Chico zurück, der noch durch Düsseldorf geistert. Und durchs Netz. Selbst aus Sachsen meldeten sich angeblich Menschen mit dem erstaunten Ausruf: „Das ist mir unerklärlich. Das ist doch mein Bubibubi.“ Sehr wahrscheinlich  wurde mehr als ein Exemplar von den Schäm-Dich-Puppen hergestellt.
Wenn das mal keine Fortsetzungsgeschichte wird…

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