Düsseldorf: Polizei öffnet am Sonntag ihre Beratungsstelle am “Tag des Einbruchschutzes”

Mit der bundesweiten Präventionskampagne „K-EINBRUCH“ gibt die Polizei Tipps, wie man es Einbrechern möglichst schwer machen kann. Denn mit der Zeitumstellung wird es wieder früher Dunkel und bietet Einbrechern bessere Möglichkeit unerkannt ans Werk zu gehen. Am Sonntag, den 25. Oktober 2026, ist der “Tag des Einbruchschutzes” und die Düsseldorfer Polizei bietet einen zusätzlichen Öffnungstag der Beratungsstelle an. Diese befindet sich seit August direkt im Polizeipräsidium (Am Platz des Polizeipräsidiums 1). Dort haben Bürger*innen die Möglichkeit, die neuen Räume kennenzulernen und sich vor Ort oder telefonisch unter der Telefonnummer 0211 870 6868 von 10 bis 15 Uhr beraten zu lassen.

Die bundesweite Kampagne “K-Einbruch”
Waren es im Jahr 2023 1384 Einbrüche, lag die Zahl 2024 bei 1428 und stieg 2025 auf 1541. Bei fast der Hälfte der Fälle blieb es bei Einbruchsversuchen, da die Objekte gut gesichert waren oder die Täter gestört wurden. In Düsseldorf werden die meisten Fälle in den Stadtteilen Bilk, Oberbilk, Pempelfort, Düsseltal, Friedrichstadt und Stadtmitte verzeichnet.

(v.l.) Polizeipräsidentin Miriams Brauns, die Leiterin des KK14 Sandra Reuter und Melanie Dahmen von der Beratungsstelle
Nach der Zeitumstellung an diesem Wochenende wird es deutlich früher dunkel und für Einbrecher ist es damit leichter, unbemerkt in Wohnungen oder Häuser einzudringen. Besonders Einfamilienhäuser werden in der Dämmerung gerne über die Rückseiten in Augenschein genommen. Dunkle Häuser und Wohnungen signalisieren potentiellen Tätern, dass niemand zu Hause ist und sie so leichtes Spiel haben.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Sicherung
Technische Sicherungen können dafür sorgen, dass die Einbrecher in der Regel schnell aufgeben. In der Beratungsstelle der Polizei können sich Bürger*innen eindrucksvoll zeigen lassen, wie schnell mit einfachen Hilfsmitteln Türen geöffnet werden können, die nicht abgeschlossen sind. Und auch bei Fenstern haben Einbrecher leichtes Spiel, wenn sie einfache Rollzapfen aufhebeln. Das Team der Beratungsstelle veranschaulicht die Unterschiede bei Fenstern und Türen. Die Beratung dort ist kostenlos und auch Hausbesuche können vereinbart werden.

Im Gegensatz zu Rollzapfen bieten diese Pilzkopfzapfen deutlich mehr Sicherheit bei Fenstern
Aber auch wer keine Nachrüstungen bei Fenstern und Türen durchführen will oder kann, weil beispielsweise in einer Mietwohnung der Eigentümer zuständig ist, kann sich vor Einbrechern schützen. Licht in der Wohnung, eine laufender Fernseher oder Radio sind einfache Mittel, um Anwesenheit in der Wohnung vorzutäuschen. Dies gilt besonders in der Dämmerung und Abends.

Türen, die nicht abgeschlossen sind, lassen sich sehr einfach mit sogenannten “Flippern” öffnen
Doch Einbrecher sind mittlerweile verstärkt tagsüber unterwegs und da machen auf Kipp stehende Fenster und unverschlossene Türen alle Sicherungsmaßnahmen unwirksam. Das Düsseldorfer Einbruchskommissariats KK14 teilt die Einbrecher in drei Gruppen ein. Die örtlich Ansässigen, die häufig im Rahmen der Beschaffungskriminalität Chancen suchen, an schnelles Geld zu kommen. Dann die ganzjährig tätigen Berufseinbrecher. Eine große Gruppe stellen die professionellen Banden, die gut organisiert vorgehen. Und es sind längst nicht nur Männer, die auf Einbruchstour gehen. Der Anteil an Frauen steigt. Ziel der Banden sind oft Mehrfamilienhäuser, in denen man systematisch von oben nach unten an den Wohnungstüren klingelt und wenn niemand öffnet, versucht einzubrechen.
Die Polizei rät bei Beobachtungen von verdächtigen Personen oder Fahrzeugen die Polizei anzurufen. Dadurch entstehen für den Anrufer keine Kosten, es erhöht aber die Chance Täter auf frischer Tat zu ertappen. Aufmerksame Nachbar*innen sind ein Einbruchsschutz, der nicht zu unterschätzen ist.
Mit Start der dunklen Jahreszeit wurde erneut die strategische Fahndung angeordnet, die vorerst bis 11. November befristet ist. Diese muss beantragt werden und ist auf bestimmte Stadtteile beschränkt, die erhöhte Fallzahlen aufweisen. Sie erlaubt es den zivilen und uniformierten Einsatzkräften bei Kontrollen auch Fahrzeuge und Taschen zu durchsuchen.
Tipps der Polizei zur Prävention
- Wer die Wohnung verlässt, sollte alle Türen abschließen und keine Fenster auf Kipp lassen.
- Licht und evtl. ein eingeschalteter Fernseher oder Radio vermitteln den Eindruck von Anwesenheit
- Auch im Außenbereich ist eine dauerhafte Beleuchtung dem Bewegungsmelder vorzuziehen
- Beim Verlassen der Wohnung sollten Wertgegenstände nicht offen liegen bleiben. Besser verstecken, aber nicht im Schlafzimmer (Wäscheschrank) oder Wohnzimmer. Dort sehen Einbrecher zuerst nach. Auch in der Küche suchen sie gerne nach der Haushaltskasse.
- Sind Extra-Schlösser an Fenstern oder Terrassentüren angebracht, keine Schlüssel stecken lassen.
- Bei verdächtigen Beobachtungen im Umfeld – Personen, die sich ungewöhnlich benehmen, Fahrzeuge, die lange im Wohngebiet kreisen oder Geräusche – bitte die Polizei unter 110 verständigen. Dabei muss es sich nicht unbedingt um männliche Täter handeln, auch Kinder und Frauen werden von Einbruchsbanden losgeschickt.
- Lassen Sie sich neutral und kostenlos in den Beratungsstellen zum Einbruchschutz beraten

Neben der persönlichen Beratung gibt es auch Flyer mit Informationen
Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle der Polizei Düsseldorf, Am Polizeipräsidium 1, 40219 Düsseldorf (Eingang nicht über den Haupteingang, sondern über die Seite; Sichtachse zwischen Edith-Fürst-Straße und Neusser Straße). Telefonnummer 0211/870–6868. Geöffnet jeden Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr geöffnet. An jedem ersten Samstag eines Monats ist die Beratungsstelle von 10 bis 15 Uhr geöffnet.

Die Beratungsstelle ist jetzt direkt im Polizeipräsidium
Am Tag des Einbruchschutzes, dem 25. Oktober 2026 zusätzlich von 10 bis 15 Uhr geöffnet.