Blamable Heimniederlage von Fortuna Düsseldorf gegen den 1. FC Saarbrücken 1:3 (1:1)

Wie der Trainer so die Mannschaft: Ideenlos, konzeptlos und motivationslos schenkt Fortuna Düsseldorf nach einer frühen 1:0 Führung das Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken her. Am Ende stand es 1:3 (1:1) für die Gäste. Einzig Jordi Paulina lieferte mit seinem Treffer in der 10. Minute etwas Zählbares. Danach traf nur nach Saarbrücken: Kai Brünker (13.), Kelsey Owusu (50.) und Alexander Staff (90.) sorgten für den klaren Saarbrücker Sieg.
Falsch gewechselt und nicht auf Owusu reagiert
Warum Fortuna Düsseldorf so wenig aus 21:5 Torschüssen machte, vermochte Trainer Alexander Ende nach dem Schlusspfiff nicht zu sagen. Es lag vor allem an Fehlentscheidungen der Trainerbank. So wurde auf den quirligen Owusu nicht reagiert, der sich mehrfach mühelos an Egouli und Oberdorf vorbei spielte. Und ab der 60. Minute wechselte Ende so hektisch, wie seine Stürmer die Chancen versemmelten (immer durch Schüsse deutlich übers Tor). Mit Hendrix und Müller wurden die Stützen aus dem Spiel genommen und durch No-Names ohne Spielerfahrung und Einbindung ins Team ersetzt. Erneut war von Schleusener als Torjäger weit und breit nichts zu sehen. Und ab der 80. Minute hatte van Sloot auf dem rechten Flügel keine Lust mehr und spielte nur noch das Nötigste. Anstatt sieben Punkte aus der englischen Woche zu ziehen, bringt es Fortuna Düsseldorf nur auf vier Punkte. Das reicht für den Moment zu Tabellenplatz 9 – ein Abrutschen in die untere Tabellenhälfte am Ende des Spieltags ist sehr gut möglich.
Aufstellung: Vier Änderungen in der Düsseldorfer Startelf
Im Vergleich zum 2:1-Sieg beim SC Preußen Münster hat Alexander auf vier Positionen getauscht. Matthias Zimmermann und Philipp Förster nahmen für Steven van der Sloot und Jomaine Consbruch auf der Bank Platz. Zudem wechselte der Doppelsturm komplett. Eric Hottmann und Jordi Paulina ersetzten Fabian Schleusener und Anas Slimani.

Der Fortunen-Keeper streckt sich vergebens, Foto: Christoff Wolf
Starke zehn Anfangsminuten
Die Fortuna startete stark ins Spiel und war über weite Strecken hinweg die statistisch bessere Mannschaft. Der Führungstreffer in der zehnten Minute war verdient. Doch sehr rasch patzte die Düsseldorfer Defensive zum ersten Mal – ließ Kai Brückner auf dem rechten Flügel viel zu viel Raum und durfte sich deshalb nicht über dessen Ausgleichstreffer beklagen. Danach waren die Saarbrücker dem nächsten Treffer näher als Düsseldorf. Erst gegen Ende der ersten Spielhälfte fanden die Gastgeber ihre Überlegenheit zurück – ohne zwingende Chancen herauszuspielen.
Owusu wuselt sich durch
In der zweiten Hälfte ging Saarbrücken mit 2:1 nach einer eigentlich guten Phase der Fortuna in Führung. Das war in den Minuten zuvor absehbar. Owusu dribbelte sich nach Belieben an Düsseldorfer Gegenspielern vorbei – ohne dass es irgendjemanden zu stören schien. Als die Fortuna in Rückstand geriet, hatte sie noch satte 40 Minuten Zeit für eine Antwort. Doch die kam nicht. Stattdessen machten die Gäste nach einem Konter kurz vor Schluss den Deckel drauf.
Am Samstag, 24. Oktober, gastiert die Fortuna beim F.C. Hansa Rostock im Ostseestadion. Anstoß ist um 14 Uhr.