Düsseldorf: Kundgebung gegen Antisemitismus am Mittwoch

Der Förderkreis der Mahn- und Gedenkstätte und viele Partnerorganisationen laden am Mittwoch (7.10.) um 18 Uhr auf den Marktplatz vor dem Rathaus ein, um gemeinsam ein starkes Zeichen gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben in Düsseldorf zu setzen.
Die aktuellen Vorfälle, wie der Angriff auf einen jüdischen Mann mit Kippa am Rheinufer und den Anschlägen auf benachbarte Synagogen, zeigen, wie wichtig es ist eine klare Botschaft zu senden.
Der Termin ist bewusst gewählt, denn es ist der Jahrestag des terroristischen Angriffs der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023. In Europa und Deutschland hat sich seitdem der Antisemitismus verstärkt. Die Teilnehmenden am Mittwoch wenden sich gegen jedweden Judenhass und gegen die Tatsache, dass jüdische Menschen nicht mehr angstfrei leben.
Die Kundgebung hat das Motto „Es ist uns ernst: Gegen jeden Antisemitismus.“, erklärt Bastian Fleermann, Leiter der Mahn- und Gedenkstätte. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller hat die Schirmherrschaft übernommen. Neben ihm haben die stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin Mona Neubaur sowie die Aktivistin Rivkah Young, Vorsitzende von DUS4JEWS e.V. ihre Teilnahme zugesagt und werden sprechen.
Begrüßt werden die Teilnehmer*innen von Henrike Tetz (Vorsitzende des Förderkreises der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf e.V.) und auch Michael Szentei-Heise wird sprechen. Rund 40 Düsseldorfer Organisationen werden sich beteiligen, darunter das Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung, das ASG Bildungsforum, die AWO Düsseldorf, die Bezirksregierung Düsseldorf, beide christlichen Kirchen, der Kreis Düsseldorfer Muslime (KDDM), der Düsseldorfer Appell, die Düsseldorfer Jonges, der Verein Gegen Vergessen – für Demokratie e.V. Arbeitsgruppe Düsseldorf, die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, die Ratsfraktionen von CDU, FDP, Grüne/B90 und SPD/Volt, das Netzwerk Respekt und Mut, die Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus und die Tonhalle.
Die Jüdische Gemeinde wird als befreundete Institution präsent sein. Sie ist – ganz bewusst – nicht Mitveranstalterin. „Es ist nicht die Aufgabe Jüdischer Gemeinden, zu einer Kundgebung gegen Antisemitismus aufzurufen. Das ist primär Aufgabe der Mehrheitsgesellschaft. Und diese Aufgabe nehmen wir sehr ernst. Die Freundinnen und Freunde aus der Gemeinde sind uns an diesem Abend sehr herzlich willkommen“, so Vorsitzende Henrike Tetz. „Wir werden sie bei dem Kampf gegen Judenhass nicht alleine lassen.“
Alle Düsseldorfer*innen sind eingeladen sich an der Kundgebung zu beteiligen und ein deutliches Zeichen zu setzen.