Band II mit Anton Wolfpril oder: Auf Entenschwingen in die Freiheit

Der Mann hat einen Vogel. Okay, das stimmt nur so halb. Anton Wolfprils Freiheitsdrang wird von einem Citröen 2CV in die Welt hinaus und nun durch einen neuen, den zweiten Buchband mit Entengeschichten getragen. Sechs Jahre nach dem Erstling gibt es 168 weitere Seiten voller skurriler Begebenheiten. Wie Autor und Enten-Liebhaber Dietmar Wolf aus Düsseldorf Bilk im Restaurant Grenzenlos sagt: „Das neue Buch ist weniger weichgespült als das erste Werk. Mehr Crime. Mehr Erotik.“ Das ist ein Wort.
Immer noch dreht sich alles um Anton, seine Ehefrau und die Kinder, deren Leben sich verändert hat, seit die Ente zum Haushalt gehört. Anton ist ein Mann mittleren Alters. Im zweiten Band sind seine beiden Kinder nahezu erwachsen. Er ist ein ganz normaler liebenswerter Familienvater, manchmal vielleicht etwas zerstreut, aber voller Ideen. Manche halten ihn für einen Chauvi, weil er angesichts schöner Frauen nicht wegblickt, bei Marlene zum Beispiel.

Das Grenzenlos war zur Premierenlesung der Entengeschichten, Teil zwei, prall gefüllt.
Doch ist er immer noch verliebt in seine Frau Cordelia. Der Familienalltag fällt ihm jedoch manchmal schwer, so versucht Anton, den für sich möglichst bequem zu gestalten. Buch, Hängematte, Calvados…
Was dann passiert, steht auf 168 Seiten – die ein männerschnupfengeschwächter Autor im Grenzenlos vorträgt. Im Zuschauerraum herrscht drangvolle Enge. Stühle werden aus dem Büro herbeigetragen. Zuhörende umverteilt. Dann passt alles und es geht los. Zum Beispiel mit der Geschichte von Rocky, dem grauen, einäugigen Kampfkater, den keiner Leiden kann und der trotzdem ein neues Zuhause findet – durch und in einer grauen, einäugigen Ente.

Dietmar Wolf kommt aus Entenhausen – er gehört zu den Düssel Ducks, ist Grüner und war Bezirksbürgermeister.
Mehr wird nicht verraten. Außer das 14,90 Euro für Band zwei der Entengeschichten gut investiert sind. Und zwar bei Enten-Liebhabern genauso wie bei Menschen, die das nicht einmal 600 Kilogramm schwere Ding mit dem luftgekühlten Zwei-Zylinder-Boxermotor immer noch für ein seit 30 Jahren nicht mehr gebautes altes Auto halten. AmEnde des Bandes wissen die Leser*innen, es ist soviel mehr.
Der Abend im prall gefüllten Grenzenlos war einfach schön. Am Ende wurden jede Menge Bücher verkauft und signiert – und mehr als 400 Euro – also der komplette Erlös gingen als Spende an die Gastgeber. Danach schnauzte sich Dietmar Wolf und stieg in – natürlich – seine rote Ente mit gelbem Rundumlicht der Aufschrift, das hier der Feuerwehrchef von Saint Tropez durch Downtown Düsseldorf rolle. Das ist – sagen wir – automobilistische Freiheit. Aber genau darum geht es doch – bei einer Ente auf Rädern.

Auto und Autor sind miteinander verbunden.
Weitere Information auf der neuen Webseite: www.anton-wolfpril.de
Lesungen in Vorbereitung
Freitag, 20. November, Bilker Kirche Lesefest
Donnerstag, 17. November, Die Friedrichs, Friedrichstraße 67, Lebendiger Adventskalender
Anton Wolfpril – Entengeschichten Band II
ISBN: 9783982160887 – 168 Seiten – leinengebunden – 14,90 Euro