Düsseldorf Benrath: Prummekirmes mit Bürgerkönig und Moppedschützen

Traditionell feiert die Schützenbruderschaft St. Cäcilia Benrath Anfang September ihre Prummekirmes. Dabei ist der Name Programm, denn die Schwesternschaft bietet Pflaumenkuchen an, dessen Verkaufserlös in die Spendenaktion der Moppedschützen fließt. Die „Moppedschützen“ sind motorradbegeisterte Schützen aus dem Düsseldorfer Süden, die seit vielen Jahren das Düsseldorfer Mopped Schützen Treffen organisieren und dabei Spenden zugunsten des Regenbogenhospizes sammeln. Im vergangenen Jahr musste das Treffen wegen Regen ausfallen. Am 1. August 2026 hatten die Schützen mehr Wetterglück und bei strahlendem Sonnenschein konnte gefeiert werden.

Der Spielmannszug Benrath
Dafür mussten sie am Sonntag (13.9.) Abstriche machen. War die Prummekirmes am Freitag und Samstag bei bestem Wetter gut besucht, fiel die Veranstaltung am Sonntag inklusive Live-Musik buchstäblich ins Wasser. Allerdings nicht so ganz, denn pünktlich zum eigentlichen Höhepunkt – der Krönung des Bürgerkönigs und der Scheckübergabe – kam sogar die Sonne kurz raus.

(v.l.) Peter Müller, Margitta und Robert Lietz mit Jörg Sturm
Nachdem der Spielmannszug Benrath die Gäste eingestimmt hatte, richtete Schützenchef Jörg Sturm und Archivar Peter Müller zuerst Dankesworte an Margitta und Robert Lietz vom Benrather Atelier Herzblut. Denn sie haben in den vergangenen Jahren die Orden der Schützenmajestäten und auch die Cäcilien-Medaille der Bruderschaft Benrath gestaltet. Steigende Silberpreise verlangen nun von den Schützen, eine preiswertere Lösung für die Insignien zu finden.
Bevor der spannende Moment der Scheckübergabe kam, wurde jemand zum Bürgerkönig gekrönt, der aus einer bekannten Benrather Schützenfamilie stammt. Opa, Onkel, Cousin – viele Majestäten kann die Familie schon verzeichnen und nun gehört auch Simon von Kannen dazu. Er hatte sich am Samstagnachmittag gegen acht Bewerber durchgesetzt. Seine Königskette überreich ihm Jörg Heinrich, der bereits drei Mal Bürgerkönig war. Danach wurde Simon von Kannen nicht nur von seiner Familien gefeiert.

8500 Euro sind für das Kinder- und Jugendhospiz zusammen gekommen
Nun war der große Moment für Nadine Spitaler vom Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland gekommen. Doch noch stand auf dem Scheck kein Betrag. Jörg Sturm machte es spannend und berichtete, dass in den vier aufgestellten Spendenhäuschen 870 Euro gesammelt worden waren. Beim monatlichen Treffen auf dem Schießstand klapperte die Spendenbüchse und ergab weitere 800 Euro. Der Pflaumenkuchen der Schwesterschaft stockte den Betrag um weitere 400 Euro auf und als vor Ort am Brunnen der Hut kreiste, lagen nochmal 200 Euro drin. Mit Trommelwirbel wurden die Beträge addiert und zum Erlös des Moppedschützentreffens hinzugerechnet. Stolze 8500 Euro konnte Sturm schließlich auf dem Scheck eintragen, den er an Spitaler übergab, die ihn freudestrahlend entgegennahm. Ein toller Erfolg, zu dem ganz viele Menschen beigetragen haben.