Flughafen Düsseldorf: Reisender versucht mit 71.000 Zigaretten einzureisen

Sehr optimistisch, was die Zollkontrollen am Flughafen angeht, war offenbar ein Niederländer, der aus der Türkei kommend am 2. August in Düsseldorf landete. Er wollte den grünen Ausgang für anmeldefreie Waren passieren und wurde dort von den Zöllnern zur Röntgenkontrolle seines Gepäcks gebeten.
Der Mann hatte vier Gepäckstücke dabei, zwei Koffer, eine Reisetasche und ein Rucksack. Bei der Kontrolle staunten die Zöllner nicht schlecht, denn er führte keinerlei Kleidung oder persönliche Gegenstände mit sich. Der Inhalt bestand ausschließlich aus Zigaretten. Und es ging noch weiter, denn ein Zollbeamter brachte einen weiteren Koffer und eine Reisetasche an die Abfertigungsstelle, die am Gepäckband liegen geblieben waren. Auch diese Gepäckstücke konnten dem Reisenden zugeordnet werden und waren komplett mit Zigaretten gefüllt. Insgesamt stellten die Beamten 71.620 Stück Zigaretten verschiedenster Marken fest, alle ohne Steuerzeichen. Erlaubt wäre die Einfuhr von 200 Zigaretten gewesen.

Solche Zigaretten-Mengen sehen die Zöllner nicht oft, Foto: Zoll Düsseldorf
Bei dieser Menge bestand der Verdacht einer gewerblichen Einfuhr, eine Nutzung zu privaten Zwecken konnte der Mann jedenfalls nicht glaubhaft darlegen. Die Zollbeamten leiteten vor Ort ein Strafverfahren wegen des Verdachts der versuchten Steuerhinterziehung gegen den Reisenden ein. Er wollte sich nicht zum Tatvorwurf äußern. Die Zigaretten wurden beschlagnahmt und werden nach Abschluss des Verfahrens vernichtet.
“Dass Reisende zu viele Zigaretten dabeihaben, kommt am Flughafen täglich vor” so Fabian Pflanz, Pressesprecher des Hauptzollamtes Düsseldorf. “Doch dass sie ausschließlich Zigaretten schmuggeln – und das in dieser Menge – ist auch hier bislang eine Ausnahme.”