Begeisterte Besucher*innen feiern Rock gegen Rechts im Volksgarten

Ein starkes Zeichen für Vielfalt und Toleranz und gegen Rechts setzten viele Tausend Besucher*innen am Samstag (22.8.) auf der Ballonwiese im Volksgarten. Die 13. Auflage von Rock gegen Rechts war erneut ein voller Erfolg und begeisterte mit viel Musik, aber auch Informationen.

Tausende besuchten Rock gegen Rechts am Samstag, Foto: Dirk Schmidt
Die Organisator*innen zogen ein positives Fazit: „Rundum gelungene Veranstaltung, klare Haltung gegen rechts“. „Das war eine rundum gelungene Veranstaltung! Für uns ist Rock gegen Rechts mehr als die reine Aneinanderreihung von attraktiven musikalischen Acts. Vielmehr wollen wir ein niederschwelliges Kulturangebot schaffen, das für alle zugänglich ist – und dabei klare Haltung gegen Rassismus, Intoleranz und recht Hetze zeigen“, erklärte Thomas Reucher, 1. Vorsitzender des Trägervereins Rock gegen Rechts Düsseldorf e.V.. „Ich denke, das ist uns am Samstag wieder einmal auf beeindruckende Weise gelungen“, so sein Fazit. „Unser allergrößter Dank gilt den beteiligten Künstler*innen und Bands, sowie natürlich allen Besucher*innen, die an diesem Tag trotz des anfangs etwas wechselhaften Wetters den Weg auf die Ballonwiese gefunden haben und später mit reichlich Sonnenschein belohnt wurden. Sie alle hatten ihren Anteil daran, dass wir diesen Tag zu etwas ganz Besonderem gemacht haben.“

Poti Zero, Foto: Dirk Schmidt
Dass sich bei Rock gegen Rechts auch Menschen mit Handicap willkommen fühlen sollen, ist dem Verein ein großes Anliegen. So sind Gebärdendolmetscher, ein guter Blick auf die Bühne vom Rollstuhlpodest, barrierefreie Toiletten und Informationen in Leichter Sprache auf der Homepage bereits Standard. Ein Novum war am Samstag, dass Inklusion auch im Bühnenprogramm stattfand. Die inklusive Band Poti Zero aus Neuss eröffnete das Festival. Die Bandmitglieder sind fast ausschließlich aus Menschen mit Behinderung und bekamen viel Beifall. „Wir wollten Inklusion in diesem Jahr ganz bewusst noch stärker in den Mittelpunkt rücken – nicht nur als eigenen Anspruch an uns selbst, sondern auch als fester Bestandteil des Programms auf der Bühne“, betonte Katja Bieker, 2. Vorsitzende des Trägervereins Rock gegen Rechts Düsseldorf e.V. Die Botschaft ist eindeutig: „Während die Rechte von Menschen mit Behinderung in öffentlichen Debatten neuerdings wieder unverhohlen infrage gestellt werden, stellen wir uns dem entschlossen entgegen: Vielfalt und Teilhabe sind für uns zentrale Bausteine des gesellschaftlichen Zusammenlebens und somit nicht verhandelbar!“

Die Düsseldorfer Band The Naggs, Foto: Dirk Schmidt
Starkes Line-up

The Busters traten im Volksgarten als Headliner auf, Foto: Dirk Schmidt
Musikalisch wurde ein vielfältiges Programm mit insgesamt sechs hochkarätigen Live-Acts unterschiedlichster Musikrichtungen von 14 bis 24 Uhr geboten. Als Headliner und traten am Abend The Busters auf. Ihr Auftritt brachte die Menschen auf der voll besetzten Ballonwiese von der ersten Minute an zum Tanzen. Mit dem Song „Wehrt euch“ schmetterte die Ska-Formation den Besucher*innen die mitreißende Hymne gegen den Rechtsruck im Land um die Ohren. Damit brachten sie musikalisch auf den Punkt, was seit jeher zentrales Anliegen von Rock gegen Rechts Düsseldorf ist.

Adam Angst ist eine Deutschpunk-Band, Foto: Dirk Schmidt
Auch die Band Adam Angst lieferte ein Punkrock-Set ab, das danach vom Publikum in minutenlangen Sprechchören gefeiert wurde. Zum umjubelten Line-up gehörten außerdem die Düsseldorfer The NAGGS, MPC Lafote, die Rapperin Liser aus Köln sowie Poti Zero aus Neuss.

MPC Lafote aus Hamburg, Foto: Dirk Schmidt

Rapperin Liser aus Köln, Foto: Dirk Schmidt
Moderiert wurde Rock gegen Rechts in diesem Jahr von DuFF. Zwischen den Live-Acts legte Kult-DJ JayKay auf.

Die Musiker von The Busters beim Reggae-pit, Foto: Dirk Schmidt
Erneut war eine Awareness-Crew im Einsatz, die über den ganzen Veranstaltungstag hinweg erfreulich wenig zu tun hatte. Neben dem Programm auf der Bühne hatten 40 Organisationen ihre Stände aufgebaut und boten Raum für Begegnung und politischen Austausch. Mit Ständen vertreten waren unter anderem die Hans-Böckler-Stiftung, STAY!, Amnesty International, die Düsseldorfer Drogenhilfe e.V., Jugend gegen Rechtsruck, das zakk sowie die gemeinnützige Kampagne Kein Bock auf Nazis.

Rund 40 Gruppierungen hatten ihre Info-Stände aufgebaut, Foto: Dirk Schmidt
Spenden weiterhin dringend erbeten
„Bei aller Freude über den Erfolg unserer diesjährigen Veranstaltung: Als ehrenamtliches und nicht-kommerzielles Umsonst-und-Draußen-Festival sind wir mehr denn je auf Spenden angewiesen, damit es auch nächstes Jahr wieder ein Rock gegen Rechts in Düsseldorf geben kann“, betont der 1. Vorsitzende Thomas Reucher. Als möglicher Termin für die nächste Ausgabe von Rock gegen Rechts Düsseldorf ist August 2027 angedacht. Spenden sind, auch über den Festivaltag hinaus, weiterhin jederzeit hier über die Festival-Homepage möglich.