Düsseldorf: Gedenktafel für Engelbert Oxenfort enthüllt

Kaum jemand hat den Düsseldorfer Karneval so geprägt wie Engelbert Oxenfort. Der „Papa Karneval“ verstarb im März 2022 im Alter von 86 Jahren, aber immer noch sind die Erinnerungen an ihn lebendig. Seit Freitag (10.7.) ziert die Wand der Weinstube „En de Canon“ an der Zollstraße 7 eine Gedenktafel für Engelbert Oxenfort. Sie wurde im Rahmen einer Feierstunde enthüllt, zu der der Förderverein Düsseldorfer Karneval eingeladen hatte.

Die Enthüllung nahmen Mirjam Kohl, Christiane Oxenfort und Hille Erwin vor
Josef Hinkel begrüßte die Gäste im Hof der Weinstube und erinnerte an Engelbert Oxenfort. Hinkel wusste zu berichten, dass Oxenfort schon als Kind mit dem Brauchtum in Berührung kam, denn in den Bombennächten stimmten die Düsseldorfer*innen in den Schutzkellern das Lied „Am alten Schlossturm“ an. Später wurde er Messdiener und Pfadfinder und rutschte auf diesem Weg in den Karneval. 1978 war er Prinz Karneval, über 22 Jahre Präsident der Prinzengarde Blau-Weiss und auch als CC-Präsident prägte er das jecke Leben in Düsseldorf. Denn er setzt sich besonders für den Nachwuchs ein und nicht nur bei seinen Töchtern Barbara und Christiane hat er die Begeisterung für den Karneval geweckt. Dass die Gedenktafel an einem Weinhaus angebracht werde, sei nicht nur wegen der Nähe zum Haus des Karnevals ein schönes Zeichen, sondern auch weil Engelbert Oxenfort mit seiner Frau Hildegard 30 Jahre lang das Weinhaus „Tante Anna“ führte, erklärte Hinkel.

(v.l.) Christiane und Barbara Oxenfort mit Erich Breininger, der die Erlaubnis beim Denkmalamt eingeholt hat, und Josef Hinkel
Die Idee ihn zu Ehren gab es bereits lange. So hatte der Ehrenoberst des aktiven Corps der Blau-Weissen, Erich Breininger, bereits vor Jahren die Genehmigung beim Denkmalamt beantragt, da das Gebäude von „En de Canon“ unter Denkmalschutz steht und es einer Erlaubnis bedarf, eine Plakette an der Fassade anzubringen. Diese wurde erteilt und bei Künstler Alexander Moisa das Anfertigen einer Gedenkplakette in Auftrag gegeben. Die Umsetzung erfolgte durch die Kunstgießerei Schmäke und wurde durch die Firma Marmor Kemmann auf eine Platte aufgebracht.

Künstler Alexander Moisa richtet die Brille
Der Förderverein Düsseldorfer Karneval hat die Initiative zur Umsetzung ergriffen, benötigte dafür aber die finanzielle Unterstützung großzügiger Sponsoren. Diese fanden sich in Boris Tasch und Oskar Tasch-Schott, der Volksbank Düsseldorf Neuss eG sowie des Corps à la Suite der Prinzengarde Blau-Weiss.

Ohne diese sponsoren wären die Umsetzung nicht möglich gewesen: (v.l.) Thomas Dregger für das Corps à la Suite der Prinzengarde Blau-Weiss, Josef Hinkel für der Förderverein, Oskar Tasch-Schott, Christian Feldbinder für die Volksband und Borris Tasch
Zur feierlichen Enthüllung waren auch Barbara und Christiane Oxenfort gekommen. Hildegard Oxenfort ist mittlerweile 95 Jahre alt und lebt lieber ohne großen Trubel. Sie ließ alle durch ihre Töchter grüßen. Großen anklang fand vor allen die detaillierte Darstellung Oxenforts, denn Künstler Moisa hatte es sich nicht nehmen lassen, auch die typische Brille des Geehrten abzubilden. Damit diese erhalten bleibt, ist sie lose und wird im Weinhaus aufbewahrt.

Oskar Tasch-Schott (rechts) hatte es sich nicht nehmen lassen, eiunige Exemplare der Orden zu verleihen, die Engelbert Oxenfort 1978 als Prinzenpaarorden hatte
Überrascht wurden die Gäste von Oskar Tasch-Schott. Er hatte nicht nur mit seinem Sohn zum Realisierung beigetragen, sondern auch einige der Original-Orden besorgt, die Engelbert Oxenfort 1978 als Prinz verliehen hatte. Dieser überreichte er einigen der Anwesenden.