Düsseldorf Garath: Auf Heizwerksfundament entsteht Wohnraum

Die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWD) und die Stadtwerke Düsseldorf (SWD) feierten am Freitag (10.7.) gemeinsam Grundsteinlegung für 35 Wohnungen an der Wilhelm-Kreis-Straße in Garath. Denn am ehemaligen Standort des Heizwerks der Stadtwerke Düsseldorf entsteht ein modernes Mehrfamilienhaus.

Ab sofort wird die Baustelle nach oben gebaut und im Sommer 2027 soll alles fertig sein
Die Leiterin des Amtes für Wohnungswesen, Dr. Friederike Nesselrode, war in Vertretung für Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller und Baudezernentin Cornelia Zuschke, zur Grundsteinlegung gekommen. Sie schmunzelte etwas über das doppelte „SWD“ und lobte das gemeinsame Engagement mit der Umwandlung eines Gewerbestandorts zu Wohnraum.

Die Gebäude werden auf der Fläche des alten Heizwerk errichtet, unter der Bodenplatte ging der Keller noch deutlich tiefer
Der Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke Düsseldorf, Julien Mounier, betonte, dass das Projekt nicht nur dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum schaffe. Es sei auch ein Beitrag zur Erreichung der Klimaziele, denn es werde mit einem innovativen Konzept umgesetzt, zu dem Fernwärme und Photovoltaik gehöre. So werde der Strom für die Mieter*innen selber produziert und auch Möglichkeiten für das Laden von Elektrofahrzeugen geschaffen. Mounier sieht das Bauvorhaben als Modellprojekt, das ein Standard für die Zukunft werden könne. Er freute sich auch über einen weiteren Teil der auf 15 Jahre angelegten Kooperation. Denn die SWD wird pro Jahr fünf Wohnungen aus dem gesamten Wohnungsbestand zunächst Beschäftigten der Stadtwerke Düsseldorf anbieten.

Mit Speiskellen wurde Mörtel verteilt, um die Zeitkapsel symbolisch einzumauern
SWD-Geschäftsführer Klaus Feldhaus schilderte die Anfänge des Projektes, als ihm im Oktober 2023 das Exposé zugeschickt wurde. Er erkannte die Herausforderung, aber auch die Chancen und konnte schon kurze Zeit später das Heizwerk besichtigen. Das ging nur unter großen Sicherheitsvorkehrungen, denn vieles galt bereits als einsturzgefährdet. 2024 erfolgte der Verkauf des Geländes von den Stadtwerken an die SWD. Durch die gute Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen und Ämter wurden die Genehmigungen zügig erteilt. Und Feldhaus betonte, dass man alle Unbekannten des Baus so gut wie überwunden habe. Daher ist er zuversichtlich, dass die drei Gebäudeteile des Mehrfamilienhauses im Spätsommer 2027 fertig sein werden. 29 der Wohnungen sind öffentlich-gefördert, sechs weitere profitieren von der städtischen Impulsförderung.
Das neue Gebäude in der Wilhelm-Kreis-Straße 3 entsteht für rund 9,1 Millionen Euro. Entworfen wurde es vom Architekturbüro Henning-Shin, das Unternehmen „domoplan“ ist Generalunternehmer für die Realisierung des Baus. Das Mehrfamilienhaus besteht aus drei Gebäudeteilen mit vier, sechs und acht Etagen, die insgesamt 35 Wohneinheiten enthalten. Diese teilen sich auf in 22 Zweizimmer-Wohnungen, sieben Dreizimmer-Wohnungen und sechs Vierzimmer-Wohnungen. 17 Wohnungen werden im Förderweg A (7,85 Euro/m2 Kaltmiete), zwölf im Förderweg B (9,00 Euro/m2 Kaltmiete) entstehen. Sechs weitere Wohnungen profitieren von der städtischen Impulsförderung und werden daher mit einer Startmiete von 12 Euro/m2 Kaltmiete immer noch sehr günstig angeboten.

Die Animation von Henning-Shin Architekten, wie der Komplex aussehen wird
Das Flachdach des viergeschossigen Gebäudeteils wird intensiv begrünt und ist auf dieser circa 50 Quadratmeter großen Fläche begehbar. Die Flachdächer der Gebäudeteile mit sechs und acht Etagen erhalten eine extensive Dachbegrünung und dienen als Standort für eine Photovoltaikanalage. Die Mieterstrom-Anlage wird eine Gesamtleistung von ca. 18 kW (also 18.000 kW/h jährlich) haben. Die PV-Module summieren sich dabei auf eine Gesamtfläche von 50 Quadratmeter. Die Fußbodenheizungen der Wohnungen werden über einen Fernwärmeanschluss beheizt. Fünf Stellplätze für PKW, zwei Ladeplätze für E-Autos und 76 Fahrradstellplätze sind vorgesehen.
Die Vergabe der Wohnungen erfolgt direkt durch das Wohnungsamt an Menschen, die einen Wohnberechtigungsschein haben. Nur die sechs impulsgeförderten Wohnungen werden 2027 direkt von der SWD zur Vermietung angeboten. Mehr zu diesem Thema finden Interessierte unter www.duesseldorf.de/wohnen/impulsprogramm-neubau-mietwohnungen. Unter dem Punkt „Zielgruppen“ sind hier die Einkommensgrenzen für impulsgeförderte Wohnungen aufgeführt.