Düsseldorf Lörick: 90 und 30 – doppelte Jubiläumsfeier der AWO im Ernst-und Berta-Grimmke-Haus

Die sommerliche Hitze trübte die doppelte Jubiläumsfeier im Ernst-und Berta-Grimmke-Haus in Lörick am Donnerstagnachmittag (25.6.) nicht. Die AWO-Pflegeeinrichtung wurde 1996 – vor 30 Jahren – eröffnet und der AWO-Präsidiums-Ehrenvorsitzender Karl-Josef Keil feierte seinen 90. Geburtstag. Zwei Anlässe, die bei einem fröhlichen Fest mit den Bewohner*innen des Hauses, den Mitarbeitenden, zahlreichen Gästen und Wegbegleitern gefeiert wurde.

Drinnen war angenehmer zu feiern als draußen bei der Hitze, Foto: AWO, Uwe Schaffmeister
Das Ernst-und Berta-Grimmke-Haus verfügt zwar über einen schönen Garten, aber angesichts der hohen Temperaturen hatten sich alle im schattigen Saal versammelt. Eine Luftballon „30“ und am Platz vom Geburtstagskind eine noch große„90“ kündeten von den Jubiläen.

Oberstadtdirektor Dr. Stephan Keller hielt die Laudatio auf Karl-Josef Keil, Foto: AWO, Uwe Schaffmeister
Zu den Gästen aus Politik, Wohlfahrtspflege und Stadtgesellschaft gehörte auch Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, der nicht nur eine Gratulationsurkunde für das Haus mitbrachte. Er hielt auch die Laudatio auf Karl-Josef Keil und dessen jahrzehntelanges Wirken. Als langjähriger Kreisgeschäftsführer, Kreisvorsitzender und heutiger Ehrenvorsitzender des Präsidiums der AWO Düsseldorf hat Keil den Verband über Jahrzehnte hinweg entscheidend geprägt und dessen Entwicklung maßgeblich vorangetrieben. Unter seiner Verantwortung entstanden zentrale soziale Einrichtungen, die die soziale Infrastruktur Düsseldorfs bis heute nachhaltig prägen. Neben dem Ernst-und-Berta-Grimmke-Haus zählen dazu unter anderem das Berufsbildungszentrum sowie das Lore-Agnes-Haus. Karl-Josef Keil setzte sich früh dafür ein, soziale Angebote nicht nur auszubauen, sondern sie konsequent an den Bedürfnissen der Menschen auszurichten.

Die Niederkasseler Tonnengarde überraschte mit einem Geburtstagskuchen mit dem AWO-Motto “Miteinander – Füreinander”, Foto: AWO, Uwe Schaffmeister
Und nicht nur die AWO prägte der Jubilar. Seit 1969 ist Keil Mitglied der SPD, von 1975 bis 2009 Mitglied des Düsseldorfer Stadtrats, und engagierte sich in zahlreichen Aufsichtsräten und beim LVR. Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes, des Jan-Wellem-Rings der Stadt, der Willy-Brandt-Medaille der SPD und der Marie-Juchacz-Plakette der AWO. Dass Tochter und Enkeltochter in seine Fußstapfen treten freut ihn sehr. Statt Geschenken zu seinem Geburtstag bat er um Spenden für das dritte Düsseldorfer Frauenhaus, das hoffentlich bald eröffnet wird. So ganz kamen die Gäste seinem Wunsch nicht nach – da gab es beispielsweise einen besonderen Geburtstagskuchen, den die Niederkasseler Tonnengarde überreichte.

Die Bewohner*innen feierten gerne mit, Foto: AWO, Uwe Schaffmeister
Doch auch das Haus und sein 30-jähriges Bestehen wurde gefeiert. Marion Warden, Vorstandsvorsitzende der AWO Düsseldorf, hob die Bedeutung des Ernst-und-Berta-Grimmke-Hauses hervor: „Das Ernst-und-Berta-Grimmke-Haus steht seit drei Jahrzehnten für würdevolle Pflege, Teilhabe und ein verlässliches soziales Miteinander. Die Einrichtung verbindet fachliche Qualität mit Menschlichkeit und ist damit ein wichtiger Bestandteil unserer sozialen Arbeit in Düsseldorf.“ Seit seiner Eröffnung im Jahr 1996 steht das Ernst-und-Berta-Grimmke-Haus der AWO VITA gGmbH für moderne Pflege, Teilhabe und soziale Verantwortung. Die Einrichtung hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten kontinuierlich weiterentwickelt und bietet heute stationäre Pflege, Kurzzeit- und Tagespflege sowie besondere Wohnangebote für ältere Menschen mit Behinderung.

Auch die Clownin feierte mit, Foto: AWO, Uwe Schaffmeister
Begleitet wurde die Jubiläumsveranstaltung von musikalischen Beiträgen und persönlichen Erinnerungen langjähriger Wegbegleiter*innen, die auf bewegende Weise die Geschichte des Hauses und das Wirken von Karl-Josef Keil aufzeigten. Der MitmachZirkus lud ein verschiedene Dinge auszuprobieren, es gab Leckereien – unter anderem einen Schokoladenbrunnen – und auch sonst noch viel Unterhaltung für die Bewohner*innen und Gäste.

Leckeres am Schokobrunnen, Foto: AWO, Uwe Schaffmeister