Düsseldorf Flughafen: Frau versucht Welpen mit gefälschten Papieren am Zoll vorbeizuschmuggeln

Zollbeamte überprüften am 7. Mai eine Reisende, die von Antalya in der Türkei nach Düsseldorf einreiste. Zusätzlich zu ihrem Reisegepäck, begleitete die 22-Jährige ein kleiner brauner Hund. Nachdem das Reisegepäck überprüft war, ließen sich die Beamt*innen die erforderlichen Papiere für das Tier zeigen. Hunde, die in die EU reisen, benötigen zusätzlich zu einem EU-Heimtierausweis auch einen sogenannten Titer Nachweis, der belegt, dass das Tier gegen Tollwut geimpft wurde.
Bei der Durchsicht der Unterlagen wurden die Zöllner misstrauisch, denn laut den Papieren sollte der Hund neun Monate alt sein. Allerdings wirkte das Tier sehr klein für dieses Alter. Bei der Kontrolle der Zähne stellte eine Beamtin fest, dass der Hund noch seine Milchzähne besaß und somit höchstwahrscheinlich deutlich jünger war. Aufgrund dieser Hinweise verständigten die Zollbeamten das zuständige Veterinäramt. Dieses ordnete die Quarantäne des kleinen Hundes zur Überprüfung des Alters und der Richtigkeit der Dokumente an. Das Tier wurde schließlich an ein Tierheim übergeben, welches ihn zur Überprüfung mitnahm.
Das Ergebnis dieser Überprüfung ließ die Zöllner mit dem Kopf schütteln. Der Welpe sei maximal zwei bis drei Monate alt, verfüge nicht über die notwendigen Impfungen und zudem seien die vorgelegten Papiere mutmaßlich gefälscht. Dies hat zur Folge, dass der Hund mindestens drei Monate in Quarantäne verbringen muss und nach allen erforderlichen Impfungen und Untersuchungen entweder an die Halterin zurückgegeben oder vermittelt wird. Ob die Reisende ihren Hund nach dieser Zeit wieder in Empfang nimmt, steht noch aus, die Kosten für die Unterbringung, Verpflegung und alle Untersuchungen wird sie aber auf jeden Fall zahlen müssen.