Düsseldorf Himmelgeist: Jüchtlauf-Power für die Fortuna und ungemähte Wiese

Gänsehautmoment, bevor rund 170 Läufer*Innen zum Zehn-Kilometer-Lauf in die Weiten des Himmelgeister Rheinbogens starten: Der Jüchtlauf wendet sich mit einem emotionalen Video an die erste Mannschaft von Fortuna Düsseldorf, die zum Saisonende um den Klassenerhalt kämpft. „Auf gehts, Fortuna“ rufen Mit-Organisator Daniel Kasimirowicz und Moderator Martin Kreitzberg in die Handy-Kamera und hinter Ihnen fliegen alle Arme hoch. Doch dann zählt eine Computerstimme den Countdown von Zehn herunter und das Teilnehmerfeld setzt sich in Bewegung.

Start um Hauptlauf über zehn Kilometer.
Erst eine schnelle Runde an Schloss Mickeln vorbei und dann auf in die Jücht. Die hat nach einhelliger Meinung der Teilnehmenden ihre eigene Tücken. Schwierigstes Stück: Der Rheindeich mit hohem Gras, wo man sehr genau darauf achten muss, wohin man den Fuß setzt.

Als schnellster nach zehn Kilometern im Ziel: Jakob Nowicki-Koth.
Nach einer guten halben Stunde ist der schnellster Läufer zurück im Ziel: Jakob Nowicki-Koth lief die zehn Kilometer in 34 Minuten und 22 Sekunden. Und war im Ziel kaum zumLuft gekommen, als Nachwuchsreporterin Anna keck nachfragte: „Wärs denn eigentlich nicht auch schneller gegangen?“ Immerhin war der erste Tagessiegen von Düsseldorf Himmelgeist ehrlich: „Klar wäre es das. Aber an manchen Stellen muss man eben aufpassen.“ Die schnellste Frau über die Zehn-Kilometer-Distanz war an diesem sonnigen Sonntag Sophie Müller mit einer Zeit von 39 Minuten und 52 Sekunden. Sie dankte ihrem Speedmacher Peter, der sie durch eine der schönsten Laufstrecken Düsseldorf gepusht hatte.

Sophie Müller kam als schnellste Frau des Hauptlaufes ins Ziel.
Verteilt über insgesamt vier Rennen gingen rund 450 Frauen und Männer, Mädchen und Jungen an den Start. Beim Volkslauf über fünf Kilometer gewann Pierre Grandin in 17‘‘07. Schnellste Frau war Denise Vogt in 20‘‘28. Beim Schülerlauf über 1500 Meter wurde nach Altersklassen gewertet, Beim Bambini-Lauf über 400 Meter zählten der Spaß und das Ankommen – Zeiten gibt es in den offiziellen Ergebnislisten nicht.

Ulli Kölzer (rechts) ging mit 75 in seiner Altersklasse als Einziger an den Start über zehn Kilometer und legte die Strecke in 56”15 zurück. Links neben ihm: Hartmuth Willnauer (73), der kurz vor ihm ins Ziel kam.
Begleitet wurde der 21. Jüchtlauf von zahlreichen engagierten Ehrenamtlichen, die im Pfarrgarten von St. Nikolaus eine Spiel-, Ess- und Feierzone eingerichtet hatten, in der viele Läuferinnen und Läufer nach ihrem Einsatz gemeinsam mit ihren Familien und Freunden Platz nahmen. Und einen den schönen Sommertag genossen.