Düsseldorf: ADFC Sternfahrt unter dem Motto „Ciao Stau – mehr Platz fürs Rad!“

Von 80 Punkten in ganz NRW machten sich am Sonntag (3.5.) bei bestem Wetter Menschen auf ihren Fahrrädern auf den Weg nach Düsseldorf. Ihr Ziel war der Corneliusplatz an der Kö. Dort wollten sie nicht etwa die Luxusmeile erkunden, sondern sich mit gleichgesinnten zur großen Runde durch Düsseldorf treffen. Auch in Düsseldorf gab es Sammelpunkte in Benrath, Eller, Gerresheim, Grafenberg, Kaiserswerth, Oberbilk, Oberkassel und Stockum, von wo aus sich die Gruppen auf den gemeinsamen Weg in die Stadt machten. Wer als Autofahrer unterwegs war, musste sich vielfach in Geduld üben, denn das Fahren im Verband erlaubt es den Radler*innen auch die ganz Fahrbahn zu nutzen.

Mehrere Hundert Radler*innen versammelten sich auf dem Corneliusplatz – da war es noch trocken , Foto: Dirk Schmidt
Der ADFC NRW hatte die diesjährigen Fahrrad-Sternfahrt unter das Motto „Ciao Stau – mehr Platz fürs Rad!“ gestellt und wollte damit ein Zeichen für eine lebenswertere Stadt setzen. Ziel war es, für breite, sichere Radwege und verkehrsberuhigte Bereiche zu demonstrieren, damit der tägliche Weg zur Schule, zur Arbeit und zum Einkaufen überall in NRW angstfrei möglich wird.

Aus verschiedenen Richtungen kam Gruppen zum Corneliusplatz, Foto: Dirk Schmidt
Auf der Kundgebung forderten verschiedene Redner*innen eine echte Verkehrswende und dafür seien mutige Entscheidungen der Politik erforderlich. Dazu gehören breite, sichere Radwege, komfortable und durchgängige Netze, Abstellmöglichkeiten, Radschnellwege und verkehrsberuhigte Bereiche. „Mit Ciao Stau verabschieden wir uns von der Vorstellung, dass Staus unvermeidlich oder normal seien,“ betonte Daniela Günther, Vorsitzende des ADFC Düsseldorf. „Gute Radverbindungen schaffen Alternativen, entlasten Straßen und verbessern die Lebensqualität in Städten und Regionen. Jede Person, die sich sicher aufs Rad traut, ersetzt potenziell ein Auto im Stau“. Und sie ergänzt: „Wir wollen zeigen, dass Radfahren nicht nur klimafreundlich ist, sondern einfach zum Alltag gehört.“

Räder in den verschiedensten Varianten fuhren mit, Foto: Dirk Schmidt
Viele Familien nutzten die Gelegenheit die Landeshauptstadt aus einer anderen Perspektive zu erleben. Da machte es auch nichts, dass ein pünktlich zum Start der Fahrt durch Düsseldorf begann zu regnen.

Pünktlich zum Start der 15 Kilometer-Runde durch Düsseldorf begann es zu regnen, Foto: Dirk Schmidt
Die 15 Kilometer lange Rundtour führte von der Kö über die Oberkasseler Brücke und am Rhein entlang über die Rheinkniebrücke zurück. Dann ging es weiter Richtung Bilker Bahnhof, zurück über die Friedrichstraße, dann Kurs auf den Worringer Platz und schließlich über die Karlstraße wieder zum Startpunkt am Corneliusplatz.

Vom Worringer Platz war es fast die Zielgerade hier auf der Karlstraße, Foto: Dirk Schmidt
Gesichert wurden die große Gruppe von der Polizei und für musikalische Unterhaltung sorgten einige Lastenräder mit Musikanlagen. Die Seifenblasenmaschine auf einem Gepäckträger ließ nicht auch durch den Regen nicht beirren und verteilte ihre bunt schildernden Kugeln.

(v.l.) Daniela Günther, Jan-Philipp Holthoff und Lerke Tyra stoßen auf eine gelungene Sternfahrt an – und die Seifenblasenmaschine lief immer noch, Foto: Dirk Schmidt
Weitere Eindrücke

Die Gruppe Düsseldorf-Süd traf sich an Schloss Benrath und radelte von dort gemeinsam zum Corneliusplatz, Foto: Dirk Schmidt

Der ADFC und verschiedene Organisationen hatten Stände aufgebaut, Foto: Dirk Schmidt

Daniela Günther ist die Vorsitzende des ADFC Düsseldorf, Foto: Dirk Schmidt

Vom Bilker Bahnhof aus ging es über die Friedrichstraße, Foto: Dirk Schmidt