Alexander Ende ist der neue Chefcoach bei Fortuna Düsseldorf

Sven Mislintat ist seit Mitte Dezember 2025 als Sportvorstand für Fortuna Düsseldorf tätig und viele Fans hatten schon viel früher damit gerechnet, dass Trainer Markus Anfang entlassen wird und ein neuer Trainer kommt. Offenbar hatte Mislintat auch schon länger einen Kandidaten im Auge, den er am Montag (13.4.) in einer Pressekonferenz vorstellte: Alexander Ende.
Dabei sei nicht der Plan gewesen, tolle Wortwitze zu kreieren, sondern in einer Lage zu handeln, in der man noch alles selber in der Hand habe. Die vergangenen vier Spiele hätten gezeigt, dass nun neue Impulse gesetzt werden müssten. „Dabei ist der Trainerwechsel nicht die einzige Patrone“, betonte Mislintat. „Wir haben viele gute Sachen in uns und die müssen wir nun in Lösungen bringen“.

Am Sonntag gab es die Eilmeldung, am Montag wurde der neue Trainer vorgestellt
Alexander Ende sieht sich nicht als Feuerwehrmann für die nächsten entscheidenden fünf Spiele. So hat der 46-Jährige einen Vertrag bis 2028 unterschrieben und auch seinen Co-Trainer Zlatko Muhovic mitgebracht. Bis Mitte März trainierte der Grevenbroicher die erste Mannschaft von Preußen Münster, die ebenfalls um den Klassenerhalt in der Zweiten Liga spielt. Dort musste er gehen, weil er das Team nicht mehr motivieren konnte. Die Tage bis zur Zusage der Fortuna hat er mit seiner Familie verbracht, ist zur Ruhe gekommen und hat jede Gelegenheit genutzt Fußball zu gucken. „Fußball ist mein Leben“, versicherte er. Eine familiäre Prägung ist da, denn sein Vater stand kurz davor, bei Fortuna als Profi zu spielen. Er verletzte sich dann und musste seine Karriere beenden. Fortuna war also schon immer Thema in der Familie.

Alexander Ende soll den Klassenerhalt der Fortunen sichern
Beim Pressetermin wollte Ende noch nicht viel über seine Pläne für die Mannschaft verraten. Denn er müsse die Spieler erst kennenlernen und sie sollten nicht aus der Presse erfahren, in welche Richtung es geht. Ende hält viel vom Kader und seinen Qualitäten. Die Verletzung von Florent Muslija tue weh, aber das Team sei stark und man werde das auffangen. Der Plan sei, nicht alles zu ändern, sondern in kleinen Schritten voranzugehen. Wichtig sei das Bewusstsein zu schaffen, sich gegenseitig am Ball zu unterstützen, miteinander und füreinander zu spielen. Aber er macht auch klar: „Ohne kratzen, kämpfen und beißen wird es nicht gehen. Spirit ist erforderlich.“
Mislintat verdeutlichte: „Uns ist wichtig, dass wir die Situation gemeinsam annehmen. Es geht nicht darum, dass eine Person alles richtet, sondern dass alle Verantwortung übernehmen und ihren Beitrag leisten. Die Qualität ist in der Mannschaft vorhanden – jetzt geht es darum, sie auf den Platz zu bringen und in Ergebnisse umzusetzen. Entscheidend ist, dass wir jetzt alle gemeinsam Verantwortung übernehmen – Gremien, Mannschaft, Mitarbeiter und Fans. Es stehen fünf extrem wichtige Spiele an und auf diese müssen wir uns geschlossen fokussieren.“

Für Mislintat ist Ende der richtige Mann zur richtigen Zeit