Flughafen Düsseldorf im Aufwärtstrend

Pradeep Pinakatt und Lars Redeligx von der Geschäftsführung des Düsseldorfer Flughafens blicken zufrieden auf die Bilanz des Jahres 2025. Die Zahl der Fluggäste verzeichnete mit 21 Millionen erneut eine Steigerung mit rund 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Dass wir im zweiten Jahr in Folge um rund eine Million Passagiere wachsen, ist ein starkes Zeichen für die Attraktivität unseres Airports. Für uns ist das Bestätigung und Auftrag zugleich. Wir wollen den Menschen, die sich für Düsseldorf entscheiden, nicht nur ein starkes Streckennetz bieten, sondern ein Flughafen-Erlebnis, das durch Qualität, Verlässlichkeit und Service überzeugt“, so Redeligx.

Lars Redeligx und Pradeep Pinakatt
Im Durchschnitt begrüßte der Airport täglich rund 57.600 Reisende, an Spitzentagen mehr als 80.000. Die Zahl der Flugbewegungen stieg von rund 155.600 im Jahr 2024 auf über 159.900 Starts und Landungen im vergangenen Jahr. Dabei blicken die Flughafenchefs zwar etwas beunruhigt auf die Kriegshandlungen rund um den Iran, sind aber zuversichtlich, dass die Reiselust der Menschen hoch bleibt. Im Sommerflugplan, der ab Ostern gilt, verbinden mehr als 60 Airlines Düsseldorf mit über 160 Zielen in rund 50 Ländern. Besonders stark nachgefragt bleiben Spanien, die Türkei, Griechenland und Italien.

Die Flughafenchefs präsentiereten die aktuellen Zahlen, Foto: Präsentation Flughafen Düsseldorf
Die wirtschaftlichen Kennzahlen des Airports sind von dem positiven Trend beeinflusst. Der Jahresüberschuss der Flughafen Düsseldorf GmbH wurde um knapp 50 Prozent auf 20,2 Millionen Euro gesteigert. Seine Nettoverbindlichkeiten reduzierte das Unternehmen im Jahr 2025 um rund 37 Millionen Euro und auch das NRW-Corona-Darlehen will der Airport bis Ende 2026 vollständig zurückzahlen. Die Umsatzerlöse der Flughafen Düsseldorf GmbH liegen bei 467,2 Millionen Euro, wobei einen großen Anteil das Geschäft am Boden mit Shops und Gastronomie hat.

PRM-Services bedeutet, dass Menschen mit Handicap künftig eine eigene Lounge erhalten sollen, Foto: Präsentation Flughafen Düsseldorf
2025 investierte der Flughafen mit 94,6 Millionen Euro, ein neuer Rekord, mit dem die langfristige Standortentwicklung vorangetrieben wird. Geplant ist, in den kommenden zwanzig Jahren rund eine Milliarde Euro in Infrastruktur, Nachhaltigkeit, operative Exzellenz und Aufenthaltsqualität zu investieren. Das werden auch die Fluggäste und die Besucher*innen merken. Die neue DUS Rhein Lounge ist teilweise bereits eröffnet und besticht auch durch die attraktive Außenterrasse mit Blick auf das Flugfeld. Auch die VIP-Lounge wurde neu gestaltet. Während diese Verbesserungen nicht allen zugute kommen, wird die Modernisierung der Sanitäranlagen sicherlich alle freuen. Außerdem wird das Shop- und Gastronomieangebot am Flughafen im Laufe des Jahres grundlegend erneuert und bis Anfang 2027 kommen insgesamt 24 neue Marken, Formate und Angebote hinzu. Nach dem großen Erfolg der freien Besichtigung der Besucherterrasse am Fernbahnhof im vergangenen Jahr, stellen die Flughafenchefs in Aussicht, diese Aktion zu wiederholen. Die Öffnung der ursprünglichen Besucherterrasse am Terminal ist aus Sicherheitsgründen nicht mehr möglich.

Moderne Geräte soll es nicht nur bei der Kontrolle der Passagiere geben, auch beim Handgepäck gibt es neue Standards
Beim Check-In setzt der Flughafen auf den Ausbau von Self-Bag-Drop-Angeboten sowie die zunehmende Automatisierung von Boardingprozessen. Ziel ist es auch möglichst bald mehr CT-Scanner (Computertomographie) einzusetzen, die die Handgepäckkontrolle beschleunigen, da größere Mengen Flüssigkeiten und elektronische Geräte in den Taschen bleiben können. Von den 49 Kontrollgeräten in Düsseldorf sind derzeit nur sieben CT-Scanner. Der Austausch der weiteren Geräten obliegt aber dem NRW-Innenministerium und der Flughafen hofft auf baldige Aufstockung. Andere Flughäfen haben die Kontrolle von Passagieren und Gepäck selber übernommen, in Düsseldorf hält man aktuell daran fest, dass dies in Zuständigkeit der Bundespolizei und der Firma DSW liegt.
Das Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2035 gilt auch für den Düsseldorfer Flughafen. Einige der Investitionen zahlen bereits darauf ein. So wird im Sommer eine Photovoltaik-Großanlage in Betrieb gehen, die rund 40.000 Module umfasst und jährlich mehr als 15 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen wird. Ergänzt wird die Anlage durch Batteriespeicher, um den produzierten Strom effizienter nutzen zu können. Für 2027 ist eine Wasserstofftankstelle geplant, die auch von Externen genutzt werden kann. Einen Trimodalen Hub für Schiene-Straße-Luft soll gemeinsam mit der Euref realisiert werden. Der Bau eines neuen Tanklagers mit Gleisanschluss steht auf der Agenda, was rund 30.000 Lkw im Jahr von der Straße holen wurde. Bereits am Wochenende 21./22. März geht die neue Hauptfeuerwehrwache des Flughafens in Betrieb. Sie wurde gleich neben dem Tor 36 gebaut.

Die neue Hauptfeuerwehrwache des Flughafens
Rund 20.000 Menschen arbeiten am Standort Airport. Der Flughafen hat im Zeitraum von 2022 bis 2025 Aufträge im Wert von über 750 Millionen Euro an Unternehmen in Nordrhein-Westfalen vergeben. Die am Airport tätigen Firmen und Dienstleister generieren jährlich eine Bruttowertschöpfung in Höhe von über vier Milliarden Euro, davon allein mehr als drei Milliarden Euro in NRW.