Düsseldorf: Der 4. Februar ist Weltkrebstag

Unter dem Motto „Gemeinsam einzigartig – United by Unique“ wird am 4. Februar weltweit auf das Thema Krebserkrankung hingewiesen. Mit dem Motto soll ausgedrückt werden, dass alle Krebspatienten durch ihre Diagnose miteinander verbunden sind, aber doch jede*r eine individuelle Geschichte, eigene Erfahrungen und Bedürfnisse hat, auch wenn die Erkrankung bereits überwunden ist.
Seit über 50 Jahren hat die Deutsche Krebshilfe das Ziel, die Versorgung von krebskranken Menschen weiter zu optimieren. Dazu gehören Prävention, Früherkennung, Diagnose, Therapie, medizinischen Nachsorge und psychosozialen Versorgung, einschließlich Krebs-Selbsthilfe.
Die Statistik von Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt dokumentierte im Jahr 2024 insgesamt 51.183 Sterbefälle von Personen mit Krebs (bösartige Neubildungen), darunter 27.059 Männer und 24.124 Frauen. Krebs war damit die Ursache für 23,2 Prozent aller Todesfälle in NRW. Das durchschnittliche Alter der an einer Krebserkrankung Verstorbenen lag 2024 bei 75,3 Jahren.
Unter den krebsbedingten Todesfällen stellten Krebserkrankungen der Verdauungsorgane im Jahr 2024 erneut die häufigste Todesursache dar. Der Anteil betrug 30 Prozent bei den Männern und 27,2 Prozent bei Frauen. Auf Rang zwei folgten bösartige Neubildungen der Atmungsorgane und Herz, Lunge, Luftröhre, Speiseröhre und Lymphsystem mit Anteilen von 25,2 Prozent bei den Männern und 20,7 Prozent bei den Frauen. Bei Männern ist die dritthäufigste Form krebsbedingter Todesfälle bösartige Neubildungen der männlichen Genitalorgane mit einem Anteil von 12 Prozent. Bei den Frauen war es Brustkrebs mit einem Anteil von 16,5 Prozent. *Die dargestellten Ergebnisse aus der Todesursachenstatistik basieren auf den von den Gesundheitsämtern übermittelten Todesbescheinigungen.
Drei von vier Männern nutzen die Krebs-Früherkennung nicht
Anlässlich des Weltkrebstages weist die AOK Rheinland/Hamburg zum Weltkrebstag darauf hin, dass rund drei von vier Männern die Angebote zur Krebsvorsorge nicht wahrnehmen. Allerdings wird eine leichte Verbesserung festgestellt. Auswertungen der AOK Rheinland/Hamburg zeigen, dass die Inanspruchnahme zuletzt bei 22,5 Prozent lag. Damit wurde der höchste Wert im Fünf-Jahres-Vergleich erreicht und auch das Vor-Corona-Niveau von 2019 (20,8 Prozent) leicht übertroffen. Die Krankenkasse appelliert, die Chancen der Krebs-Früherkennung stärker zu nutzen. „Dank moderner Medizin sind viele Krebserkrankungen heute gut behandelbar – vorausgesetzt, sie werden frühzeitig erkannt. Jede Vorsorgeuntersuchung erhöht diese Chance deutlich“, sagt Sabine Deutscher, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg. „Die Entwicklung ist erfreulich. Sie beweist, dass sich mit gezielter Aufklärung und Information viel erreichen lässt. Es gilt nun, diesen Trend fortzusetzen, denn bei der Nutzung der Krebsvorsorge-Untersuchungen ist weiterhin Luft nach oben. Wir erkennen eine Diskrepanz zwischen den Geschlechtern: Frauen gehen häufiger und früher zur Vorsorge, bei Männern scheint dieses Thema oft ein Tabu zu sein.“
Das Angebot zur Krebs-Früherkennung haben nach den Zahlen der AOK Rheinland/Hamburg im Jahr 2024 35,7 Prozent der versicherten Frauen angenommen – also mehr als jede dritte Frau.
Anlässlich des Weltkrebstags weist Sabine Deutscher darauf hin, dass sich der Fokus nicht nur auf die weit verbreiteten Krebsarten richten darf: „Bauchspeicheldrüsen- oder Leberkrebs sowie andere seltenere Krebsarten wie der Brustkrebs beim Mann werden oft erst spät erkannt. Es ist wichtig, auch diesen Erkrankungen Aufmerksamkeit zu schenken, intensiv zu forschen und die frühe Diagnostik weiter zu fördern.“