Düsseldorf: Zweite Herrenmannschaft der DJK TUSA 06 lief 24 Stunden für den guten Zweck

Der Trainer und der Kapitän der zweiten Herrenmannschaft der DJK TUSA 06 haben für sich die unangenehmsten Zeiten reserviert. Trainer Stephan Loyda startet um 3 Uhr morgens und hat sich 90 Minuten vorgenommen, Kapitän Felix Jäger hat für sich die anschließende Laufzeit reserviert. Gemeinsam mit 27 Mitstreitern starten sie beim 24-Stunden-Ultra-Spendenlauf. Loyda hat die 24 Stunden von Freitag( 29.8.) 15 Uhr bis Samstag (30.8.) 15 Uhr komplett durchgetaktet und individuelle Laufeinheiten zwischen 30 und 90 Minuten geplant. „Wenn man schon auf so eine bekloppte Idee kommt, muss man ja auch selbst etwas beitragen“, meint Loyda lächelnd.
Er hatte gemeinsam mit TUSA-Geschäftsführerin Anke Teraa die Idee zum Spendenlauf. Zuerst war die Aktion zur Finanzierung neuer Trainingsanzüge für die Kreisliga B-Mannschaft gedacht, doch das reichte den Kickern nicht. Mittelfeldspieler Tomas Kamphausen wusste, dass in der Flehe ein Kind an Leukämie erkrankt ist und schlug als Spendenzweck die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) vor. „Aus der Mannschaft waren sofort alle dafür“, erklärt Innenverteidiger Markus Gerling.

Markus Gerling und seine Mannschaftskameraden suchten sich Sponsoren für jeden gelaufenen Kilometer
Der 24-Jährige sprach Freunde und Familien an, ob sie für jeden seiner Laufkilometer einen Betrag spenden wollen. Sie wollten und auch die Mannschaftskameraden fanden zahlreiche Unterstützter. „Wir haben zuerst gedacht, dass wir für jeden Kilometer zehn Euro zusammen bekommen. Aber da haben wir uns getäuscht“, freut sich Loyda. „Ich sammele für jeden Kilometer 82,50 Euro ein, mein Co-Trainer sogar 110.“
Da kommt also einiges zusammen, auch weil viele der Spieler besonders motiviert zu Werke gehen. So wie Kamphausen. Er hat vor zehn Kilometer zu laufen und dafür eine Stunde eingeplant. Doch er schaffte in 57 Minuten sogar satte zwölf Kilometer. Da sein Chef 15 Euro pro Kilometer zugesagt hat, muss dieser nun insgesamt 180 Euro für die gute Sache spenden. „Aber nur, weil ich in einem Flamingo-Anzug gelaufen bin“, grinst Kamphausen. „Das war eine Zusatzbedingung vom Chef.“ Zusammen mit seinen anderen Sponsoren erlief allein Kamphausen 506 Euro.
Damit auch jeder Sponsor genau nachvollziehen kann, wie tief er in die Tasche greifen muss, trug jeder Läufer einen Tracker, der metergenau die Distanz, sekundengenau die Zeit und auch den Kalorienverbrauch ins Internet übertrug.

Tomas Kamphausen hatte einen Deal mit seinem Chef – der aber nur zahlen wollte, wenn er im Flamingo-Outfit lief, Stefan Loyda (rechts) hatte die Idee zum Spendenlauf
„Als ich gesagt habe, dass wir wohl 5000 Euro zusammen bekommen werden, haben alle gelacht“, berichtet Loyda. „Aber selbst diese Marke werden wir deutlich reißen.“ Insgesamt kam die stolze Summe von über 8000 Euro zusammen. Aus den Einnahmen investieren die Fußballer maximal 2500 Euro ins eigene Team, der Rest geht an die DKMS und an die Para-Tischtennisspieler der TuSA. „Es kann gut sein, dass wir das zu einer ständigen Einrichtung machen, wahrscheinlich zusammen mit unserer dritten Mannschaft“, so Loyda. „Die sind von der Aktion rasend begeistert.“
Der 24-Stunden-Lauf endete am Samstagnachmittag. Dann wurde der Staffelstab an an die Kinder weitergegeben, die im Rahmen des TUSA-Sommerfests ebenfalls einen Spendenlauf veranstalten.