Düsseldorf Bilk: Norbert Hüsson wird mit der Jakob-Faasen-Plakette geehrt

Jakob Faasen ist ein Vor-Vorgänger von Christoph Wingen und auch ein Vor-Vorgänger von Ulrich Müller. Wingen ist derzeit Vorsitzender der Kreissparkasse Düsseldorf, Müller ist Chef des St. Sebastianus Schützenvereins Bilk. Beides war auch Faasen und in beiden Institutionen mit Herz und Seele dabei. Weil der Vorstandsvorsitzende und Schützenchef in Personalunion nicht nur zum Wohle der beiden Institutionen arbeitete, sondern auch immer die Menschen im Blick hatte, vergeben die Kreissparkasse und die St. Hubertus-Schützen seit 2010 die Jakob-Faasen-Plakette an Düsseldorfer, die sich in besonderem Maße für gesellschaftliche Belange in Düsseldorf und in der Region einsetzen.
Die Ehrung des Jahres 2025 erhält Norbert Hüsson, Vorsitzender des Fördervereins Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland. „Norbert Hüsson ist eine echte Inspiration. Als erfolgreicher Unternehmer hat er seine Freiheiten beeindruckend genutzt, um Gutes zu tun. Mit viel Herzblut und klugen Ideen ist es ihm gelungen, den Förderverein auf solide Beine zu stellen und das Regenbogenland Schritt für Schritt zu der herausragenden Einrichtung der Hospizarbeit zu entwickeln, die sie heute ist“, erläuterte Müller, als das Geheimnis um den neuen Plaketten-Träger am Freitag (29.8.) gelüftet wurde.

Für das Foto durfte Norbert Hüsson die Plakette schon mal halten, offiziell wird sie erst beim Regimentskrönungsball übergeben
Hüsson übernahm im Jahr 2008, nachdem er sich im Jahr zuvor bereits im Förderverein-Vorstand engagiert hatte, den ehrenamtlichen Vorsitz. Damals befand sich das Regenbogenland in einer existenzbedrohenden Krise. Hüsson änderte die Satzung, führte neue Strukturen ein und gewann das Vertrauen von Förderern zurück. Er setzte auf Transparenz, erweiterte das Haus um das Jugendhospiz und vergrößerte die Zahl der haupt-, neben und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen.
Sein Engagement geht aber weit über die Verbesserung der räumlichen, strukturellen und finanziellen Bedingungen hinaus. Er sprüht förmlich über von Ideen, vernetzt Organisationen und Menschen miteinander und bringt die Betreuung von lebensbedrohlich erkrankten Kindern und Jugendlichen immer wieder in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. „Dank Norbert Hüsson kennen nicht nur Menschen in Düsseldorf das Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland. Sein Einsatz hat dazu geführt. Das ein für viele Menschen schwieriges Thema öffentlich sichtbar ist. Seine sprühende Begeisterung für die gute Sache ist hochgradig ansteckend,“ lobte Wintgen. „Sein Name steht für die Professionalisierung des Hospizwesens weit über Düsseldorf hinaus. Mit ganzem Herzen, brillanten Einfällen und außerordentlichem Erfolg.“
Dem so Gelobten ist die Auszeichnung offensichtlich eine Freude und irgendwie auch unangenehm zugleich. „Ich nehme die Ehrung stellvertretend für das ganze Regenbogenland-Team entgegen. Ohne das Team könnte ich gar nichts ausrichten“, betonte Hüsson. „Eigentlich müssten wir umgekehrt das Brauchtum ehren. Was Schützen, Karnevalisten und auch die Düsseldorfer Jonges für soziale Einrichtungen alles leisten, wird in der Stadt viel zu wenig gewürdigt.“ Der Lohn für Hüssons Ehrenamt sei das Lachen der Kinder im Regenbogenland, versicherte er.
Offiziell wird die Ehrung beim Krönungsball der Bilker Schützen am 27. September überreicht.