Düsseldorf: Von der Geburt bis zum Tod – auf der Gesundheitsmeile wurde kein Thema ausgespart

Am Samstag (19.9.) stand der Schadowplatz ganz im Zeichen der Gesundheit und das nutzten rund 5.000 Besucher*innen, um sich zu informieren, Tipps zu bekommen und Gespräche zu führen. Dazu gab es ein Bühnenprogramm, bei dem neben Fachthemen auch der Frohsinn nicht zu kurz kam.

Rollstuhlbaskettball wird auch bei den ART Giants gespielt
Auf dem Schadowplatz hatten rund 40 Akteure ihre Stände aufgebaut – oder wie der Stadtsportbund gleich ein ganzes Sportfeld, auf dem man mit den den ART Giants Rollstuhl-Basketball spielen konnte. Aber es gab noch mehr Gelegenheit sich körperlich zu betätigen. Denn gleich nebenan lud das Gesundheitsamt zur Laienreanimation ein. Wer dort über eine Minute die Herzdruck-Massage ausgeübt hatte, konnte nicht nur bei einer Simulation kleine Fußballer bewegen, er bekam auch Infos, wie wichtig es ist, sofort mit der Reanimation zu beginnen, damit der Körper und das Gehirn weiter mit Blut versorgt werden.

Herzdruckmassage kann Leben retten
Das war nur eine der vielen Mitmachaktionen. „STANDFEST“ heißt das Projekt von Crosspoint, bei dem Jugendliche für einen bewussten Umgang mit Alkohol sensibilisiert werden sollen. Mit einer Rauschbrille wurden simuliert, wie man sich nach Alkoholgenuss fühlt und kaum noch in der Lage ist, einen einfachen Parcours zu absolvieren.

Besonders Jugendliche hat Crosspoint im Blick
Außerdem gab es zahlreiche Gesundheits-Checks: beispielsweise wurden mehr als 500 Blutzuckertests vor Ort gemacht und ausgewertet. Angebote zu den Themen Ernährung, seelische Gesundheit, Notfallversorgung und gesundes Aufwachsen und Altern komplettierten den Nachmittag.

Blutdruck und Zucker konnte am Stand des Pflegedienstes Heinzelmännchen getestet werden
Die Themen reichten von Geburt bis zum Tod, denn neben dem Landesverband der Hebammen NRW – Kreisgruppe Düsseldorf, war auch das Düsseldorfer Hospiz- und Palliativforum mit einem Stand vertreten. „Über Sterben zu reden, hat noch niemanden umgebracht …!“ war die Aufforderung, sich auch darüber Gedanken zu machen. „Gut aufgehoben bis zuletzt“, lautet der Titel des Wegweisers für Düsseldorf, den das Forum herausgibt und der wichtige Informationen enthält.

Am Stand der Hebammen konnten Wünsche geäußert werden
Das Bühnenprogramm bot Interviews und Vorträgen unter anderem zur elektronischen Patientenakte, dem Zusammenhang zwischen Stoffwechsel, Darmgesundheit und Immunsystem, neue Möglichkeiten für Diagnostik und Behandlung von Krebserkrankungen oder die “Ersthelfer-App”.

Musiker Hamidreza mit seiner Daf-Trommel
Dazu präsentierte der Selbsthilfechor seine Lieder, die Besucher*innen konnten beim Bewegungsangebot Feldenkrais oder Yoga mitmachen und der Musiker Hamidreza spielte auf seiner Daf-Trommel. Gleich drei Auftritte vor begeistertem Publikum absolvierte der Zauberkünstler Charlie Martin und bei allen drei wollten ihn die Zuschauer*innen kaum von der Bühne lassen.

Charlie Martin begeisterte nicht nur die jungen Gäste
Miriam Koch, Dezernentin für Kultur, Integration und Gesundheit: “Gesundheit kann nicht allein als individuelles Verhalten betrachtet werden. Gesundheit hängt auch davon ab, unter welchen Bedingungen Menschen leben, wohnen, arbeiten und aufwachsen. Umso wichtiger ist es, Gesundheitsangebote so zu gestalten, dass sie möglichst viele Menschen erreichen. Verständlich, niedrigschwellig und dort, wo die Menschen sind. Genau dafür steht der Düsseldorfer Gesundheitstag.”

Der Schadowplatz wurde am Samstag zur Gesundheitsmeile
Der Düsseldorfer Gesundheitstag ist eine Kooperation des Gesundheitsamtes der Landeshauptstadt Düsseldorf mit Mitgliedern der Düsseldorfer Gesundheitskonferenz sowie weiteren Gesundheitsakteuren der Landeshauptstadt.
Weitere Eindrücke

Zahlreiche städtische Stellen informierten über ihre Arbeit und Angebote

Auch Selbsthilfegruppen präsentierten sich

Der Stand des UKD, die auch einen Vortrag zur nichtalkoholischen Fettleber hielten