Flughafen Düsseldorf: Neue Photovoltaikanlage mit 140.000 Quadratmeter Größe

Fluggäste des Düsseldorfer Flughafens konnten schon seit einigen Wochen das große Feld der Photovoltaikanlage gleich neben der Start- und Landebahn sehen. Es erstreckt sich über eine Fläche von rund 140.000 Quadratmetern. 31.014 Solarmodule, die auf 7.517 Fundamenten installiert sind, speisen künftig bis zu 16 Megawatt in das Netz des Airports ein. Die erzeugte Energiemenge deckt rund 16 Prozent des 93,3 Millionen KWh hohen Jahresverbrauchs des Airports ab. Die Solarflächen in der Nähe der Start- und Landebahn ist eine Innovation, die auf internationales Interesse stößt. Große Airports aus Asien und Europa tauschen sich schon seit Baubeginn mit Fachkollegen aus Düsseldorf zu den Details und Gegebenheiten des Projekts aus.
Die feierliche Inbetriebnahme gab es am Montag (29.6.). Flughafenchef Lars Redeligx drückte gemeinsam mit Mona Neubaur, stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin und dem Düsseldorfer Beigeordneten Jochen Kral symbolisch den roten Knopf für den Start der Photovoltaik-Anlage.

(v.l.) Pradeep Pinakatt und Lars Redeligx (Geschäftsführung Düsseldorfer Flughafens), Mona Neubaur (NRW-Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie), Jochen Kral (Beigeordneter Stadt Düsseldorf), Peter Zehendner (Geschäftsführer ZPV) und Dr. Rolf Pohlig (Aufsichtsrat Flughafen Düsseldorf) bei der Inbetriebnahme der neuen Photovoltaik-Anlage, Foto: Flughafen Düsseldorf, Andreas Wiese
„Wirtschaftliche Nutzung und Klimaschutz schließen sich nicht aus. Wir sind in unserem vierten PV-Rekordjahr in Folge. Die neue Freiflächen-Photovoltaikanlage am Flughafen Düsseldorf zeigt: Gerade hoch frequentierte Infrastrukturstandorte können aktiv zur Energiewende beitragen. Solche Vorbild-Projekte machen die Energiewende sichtbar, stärken unsere Versorgungssicherheit und zeigen Unternehmen und Kommunen im ganzen Land: Klimaschutz ist konkret machbar“, betont Mona Neubaur.
„Wer künftig bei der Landung in Düsseldorf ein Glitzern neben der Nordbahn sieht, schaut auf die größte Photovoltaik-Anlage ihrer Art in Deutschland. Vorbildlich nachhaltig zu handeln, ist für uns kein Anspruch auf dem Papier, sondern gelebte Praxis auf unserem Weg zur ,Destination of Excellence‘. Wir bauen unsere Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen konsequent aus, stärken unsere Eigenversorgung mit Energie und übernehmen gleichzeitig Verantwortung für eine klimafreundliche Zukunft unseres Standorts“, so Lars Redeligx, Vorsitzender der Geschäftsführung des Düsseldorfer Flughafens. „Unser Partner ZPV hat die neue Anlage über die Wintermonate bei laufendem Betrieb in unmittelbarer Nähe unserer Start- und Landebahn gebaut.“
Die Anlage wurde durch die Firma ZPV geplant, errichtet und wird die nächsten 25 Jahre durch sie betrieben. Der produzierte Strom wird vollständig in das Netz des Flughafens eingespeist und deckt rund 16 Prozent des Jahresverbrauchs des Airports ab. Der restliche Grünstrom kommt aus weiteren Photovoltaik-Anlagen am Flughafen und von den Stadtwerken Düsseldorf. Bei der Planung und Errichtung der Photovoltaik-Anlage standen Sicherheits- und Umweltaspekte im Mittelpunkt. Ein Lichtemissionsgutachten bestätigt, dass die Module den Luftverkehr nicht durch Blendung beeinträchtigen. Auch die Radarverträglichkeit sowie sicherheitsrelevante Einrichtungen für den Flugverkehr und die Navigation wurden umfassend geprüft. Darüber hinaus wurden die Auswirkungen auf Natur und Umwelt berücksichtigt und entsprechende Ausgleichsflächen in der Nähe des Flughafens geschaffen.
Der in der Photovoltaik-Anlage produzierte Strom vermeidet einen CO₂ Ausstoß von 3.650 Tonnen pro Jahr. Ergänzt wird das Projekt durch die Installation von Stromspeichern mit einer Speicherkapazität von bis zu 25 Megawattstunden, die eine effizientere Nutzung der erzeugten Energie ermöglichen.