Düsseldorf: 30. Jahrestag des Flughafensbrands

Anlässlich des 30. Jahrestags des schrecklichen Brands am Düsseldorfer Flughafen gab es am Samstag (11.4.) ein stilles Gedenken. Der erste Alarm ging am 11.04.1996 um 15:31 Uhr bei der Flughafenfeuerwehr ein. Deshalb wurden die Fluggäste, Besucher und Mitarbeiter in den Terminals am Samstag zu dieser Zeit mit einer Durchsage gebeten, eine Minute im Gedenken an die Opfer innezuhalten.
Am 11. April 1996 verloren 17 Menschen ihr Leben, über 80 wurden zum Teil schwer verletzt. Der Brand brach nach Schweißarbeiten in einer Zwischendecke aus. Durch die Vorkehrungen, die verhindern sollten, dass Unbefugte den Sicherheitsbereich betreten, waren zahlreiche Türen nach Ausbruch des Brandes nicht mehr zu öffnen. Hinzu kamen Materialien, die für die schnelle Ausweitung des Brandes sorgten. Menschen in Bereichen gefangen, in die der giftige Rauch eindrang.
Nach dem Unglück wurden die Sicherheitsmaßstäbe umfangreich geändert. Zahlreiche Maßnahmen, wie das Verbot bestimmter Baustoffe und die grundsätzliche Reduzierung brennbarer Materialien, verschärfte Anforderungen an Klima- und Lüftungsanlagen, die Installation von Entrauchungsanlagen, um Rettungswege rauchfrei zu halten oder auch Brandfallsteuerungen der Aufzüge, wurden umgesetzt und sind mittlerweile in landes- und bundesrechtlichen Bauvorschriften enthalten. Gerade erst wurde die neue Hauptwache der Flughafenfeuerwehr in Betrieb genommen, in die der Airport 65 Millionen Euro investierte. Die Erinnerung an den Brand ist für den Flughafen mit der Verpflichtung verbunden, dafür Sorge zu tragen, dass sich ein solches Ereignis nie wiederholt.
Der Jahrestag wird – auch in Absprache mit den Angehörigen – seit dem zehnjährigen Jahrestag in aller Stille und nicht mehr im öffentlichen Rahmen begangen. Wie bereits in den Jahren zuvor stand der Gedenkraum auch in diesem Jahr ab 15 Uhr ausschließlich den Angehörigen der Opfer zur Verfügung. Im Gedenkraum liegt noch bis zum 16. April ein Kondolenzbuch aus.