Düsseldorf: An Montag (30.3.) wird es ernst – Rheinufertunnel für vier Wochen gesperrt

Die vorbereitenden Arbeiten am Rheinufertunnel sind abgeschlossen und wer am Sonntag (29.3.) noch einmal durch den Rheinufertunnel fährt, sollte die Fahrt genießen. Denn ab Montagmorgen (30.3.) um 5 Uhr ist der Tunnel in beiden Fahrtrichtung gesperrt – und das für ganze vier Wochen. Damit wird in Düsseldorf die Zahl der Staus wachsen, denn täglich rollen rund 45.000 Fahrzeuge durch den Tunnel, die nun Umleitungen nutzen müssen.

Bereits seit einigen Wochen wird auf allen Einfallstraßen auf die Sperrung hingewiesen
Grund für die lange Sperrung ist der Einbau neuer Ventilatoren, die im Brandfall den Rauch ableiten sollen. Die Ventilatoren sind von zentraler Bedeutung für das Brandschutzkonzept und damit unverzichtbar für den Betrieb des Tunnels, teilt die Stadt mit. Bereits seit Anfang März wurde am Rheinufer im Bereich der Alten Hafens die Baustelle für die Maßnahme eingerichtet. Der Terminplan ist eng, denn am 27. April startet der Uniper Marathon – dann wird diese Fläche gebraucht – also muss dann alles fertig sein.

Die oberirdische Baustelle am Alten Hafen
Einschließlich der vorbereitenden Arbeiten ist eine rund zehnwöchige Bauphase geplant. Um den Verkehr so gering wie möglich zu belasten, fällt ein Teil der Sperrzeit in die mutmaßlich verkehrsärmeren Osterferien (30. März bis 12. April). Um die Zeit der Tunnelsperrung möglichst optimal zu nutzen, werden dann parallel auch reguläre Wartungs- und Unterhaltungsarbeiten am Bauwerk und an der Betriebstechnik durchgeführt. Darüber hinaus wird der Einbau einer LED-Beleuchtung fortgesetzt. Die soll mit mit ihrem geringeren CO2-Bilanz das Klima weniger stark belasten als das bisherige Licht.

Die Darstellung der Entlüftung im Brandfall

Fünf Meter hoch sind die Ventilatoren – sie müssen vor Ort auseinandergebaut werden, um sie durch den Schacht nach oben zu befördern
Der technische Aufwand der Maßnahme ist erheblich: Jeder der beiden Axialventilatoren ist rund fünfeinhalb Meter hoch und wiegt etwa sechs Tonnen. Beim Bau des Tunnels in den Jahren 1990 bis 1993 wurden die Ventilatoren in Einzelteilen durch eine zweieinhalb mal zwei Meter große Öffnung rund zehn Meter in die Tiefe gelassen und in einem schmalen Schacht montiert. Die erwarteten Gesamtkosten betragen nach Angaben der Stadt rund 4,6 Millionen Euro.

Im Brandfall öffnen sich die Klappen rechts unten im Bild und über den großen Abzug wird der Rauch noch oben befördert
Verkehr und Umleitungen
Der Radverkehr entlang des Rheins bleibt möglich, allerdings mit eingeschränkter Wegbreite. Eine Umleitung ist nicht erforderlich. Spaziergänger können die Rheinuferpromenade weiterhin nutzen.
Während der Bauarbeiten bleibt die Schranke am Mannesmannufer geöffnet. Die Tiefgarage Altstadt/Rheinufer bleibt über das Mannesmannufer und die Schulstraße erreichbar.
Während der Sperrung werden auf den vorgesehenen Alternativrouten die Programme für die Ampelanlagen angepasst, um den Verkehrsfluss zu verbessern und dort zusätzliche Kapazitäten bereitzustellen. Parallel dazu wird mit Schildern auf die Sperrung und die empfohlenen Alternativrouten hingewiesen.
Die Alternativrouten führen
- über die Fischerstraße, Kaiserstraße, Berliner Allee und Corneliusstraße,
- über die Merowingerstraße und die Friedrichstraße und
- über den Lastring (Er verläuft im Wesentlichen zwischen den Stadtteilen Düsseltal, Flingern, Oberbilk, Bilk und dem Hafen. Wichtige Abschnitte sind unter anderem der Auf’m Hennekamp, die Kruppstraße und die Mecumstraße).
Als Nord-Süd-Umleitung können folgende Strecken genutzt werden:
- aus nördlicher Richtung von der Danziger Straße kommend über die Heinrich-Erhardt-Straße und den Lastring
- aus südlicher Richtung kommend über den Südring und den Lastring
- Für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht unter 3,5 Tonnen wird zudem ein Umleitungsring über die Theodor-Heuss-Brücke und den Rheinalleetunnel ausgeschildert.
Das Verkehrskonzept wird fortlaufend mit Feuerwehr, Polizei, Rheinbahn und vielen anderen beteiligten Fachämtern abgestimmt, damit Schnittstellen und Kollisionen mit anderen Projekten vermieden werden. Die Stadt begleitet das Bauprojekt engmaschig mit Verkehrsdaten und wird bei Bedarf steuernd eingreifen, etwa durch zusätzliche Wegweisungen und weiteren Schritten zur Stabilisierung des Verkehrsflusses. Ziel ist es, die Beeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmenden so gering wie möglich zu halten.
Die Baustelleneinrichtung soll bis zum Start des Düsseldorfer Marathons am Sonntag, 26. April, weitgehend zurückgebaut werden, um Einschränkungen im Bereich der Rheinuferpromenade möglichst gering zu halten.