Düsseldorf: Weltwassertag im GRAF – Feiern mit dem Initiativkreis “Wasser für Afrika”

Der Weltwassertag wird nach dem Beschluss der UN-Generalversammlung seit 1993 jährlich am 22. März gefeiert. Auch in Düsseldorf gab es dazu noch vor zehn Jahren große Veranstaltungen, bei denen Spenden für die Länder gesammelt wurden, in denen das Wasser nicht einfach aus dem Hahn kommt.

Die Protagonisten der Weltwassertages (v.l.) Dieter Schneider-Bichel, Nemo, Joachim Umbach, Konny Zimmermann, Julia Trompeter, Hanne von Schaumann-Werder und die Band in the River
Die Co-Vorsitzende des Vereins “Wasser für Afrika”, Dr. Hanne von Schaumann-Werder, will mit einigen Mitstreiter*innen den Weltwassertag in Düsseldorf wieder beleben. Ein Anfang wurde am Sonntag (22.3.) im „GRAF“ gemacht, der Kulturstätte an der Graf-Adolf-Straße 39. Die Moderation übernahm Julia Trompeter, die die Bedeutung des Wassers als Quell des Lebens verdeutlichte und das Ziel des Weltwassertages, aktiv gegen die globale Wasserkrise zu kämpfen. 2,1 Milliarden Menschen haben weltweit keinen sicheren Zugang zu sauberen Trinkwasser, dabei ist das Recht auf Wasser ist ein von der UNO anerkanntes Menschenrecht.

Julia Trompeter im Gespräch mit Clara Gerlach
Bürgermeisterin Clara Gerlach betonte, dass der Zugang zu sauberen Wasser auch für die Gesellschaft wichtig sei, damit alle gut miteinander leben könnten. Dr. Hanne von Schaumann-Werder berichtete über die Arbeit des Initiativkreis “Wasser für Afrika”. Er engagiert sich in kleinen Dorfprojekten im südlichen Afrika mit Zugängen zu sauberem Trinkwasser, Bildung und Hygiene. „Gemeinsam schaffen wir mehr, ist das Motto unseres Erfolgs“, betont die Co-Vorsitzende. In Kagera, West-Tansania, wurden beispielsweise Dachrinnen finanziert, durch die das Wasser gesammelt werden kann. Vorher waren stundenlange Märsche erforderlich, um Wasser zu holen.

Wolfgang Neuhausen ist seit vielen Jahren in Afrika engagiert
Auch Pantomime Nemo, Wolfgang Neuhausen, ist im Verein aktiv. Sein Motto „sobald man den Mund hält, wird man verstanden“. Er besuchte 2004 zum ersten Mal Südafrika und setzte sich für die Einrichtung von Wasserspeichern ein. Sein Projekt “Mime Art for Life” gibt es seit rund 20 Jahren und hat das Ziel, jungen Menschen in den südafrikanischen Townships Mut zu machen. Daraus ist ein internationales Projekt geworden und regelmäßig kommen die Teilnehmer*innen nach Deutschland, um dort mit ihrer „Mutmachtour“ pantomimisch Lebensmut, Zuversicht und Fröhlichkeit zu schenken.

Mit seinem Hydrofon (links) erklärt Zimmermann auch Schüler*innen wie der Schall sich im Wasser verbreitet
Den musikalischen Part am Sonntag gestaltete Künstler Konny Zimmermann und die „Band in the River“. Zimmermann entlockte seinem Hydrofon bezaubernde Meeres-Töne. Er stellte außerdem einige seiner Bilder aus, von denen drei zugunsten von Wasser für Afrika versteigert werden.

Drei der ausgestellten Bilder von Konny Zimmermann
Joachim Umbach von RhineCleanUp verdeutlichte die hausgemachten Umweltprobleme, die die Menschen weltweit erzeugen, indem sie Unrat, Plastikmüll und Giftstoffe nicht sauber entsorgen und diese so in die Gewässer und Grundwasser geraten.
Die Stadtwerke Düsseldorf spenden zum Weltwassertag immer den „Wassercent“ vom Trinkwasser-Tagesverbrauch in der Landeshauptstadt und schlagen so den Bogen zu einem anhaltenden weltweiten Problem. 100 Prozent der Spenden kommen in den afrikanischen Kleinprojekten an.
Weitere Informationen zur Initiative gibt es hier.