Mehrere Demonstrationen gegen das Regime im Iran am Samstag in Düsseldorf

Die Düsseldorfer Polizei informiert über angemeldete Demonstrationen am Samstag (24.1.), die ab Mittag bis in die Abendstunden den Verkehr in der Innenstadt erheblich beeinträchtigen können. Insgesamt seien vier Aufzüge mit mehreren Tausend Teilnehmenden und eine Standkundgebung angekündigt.
Lage im Iran
Hintergrund der Demonstrationen ist die Lage im Iran. Bereits im September 2022 hatte der Tod von Mahsa Amini eine Demonstrationenwelle ausgelöst. Die Iranerin kurdischer Herkunft war von der iranischen Sittenpolizei in Teheran festgenommen worden, weil sie angeblich ihr Kopftuch in der Öffentlichkeit nicht richtig getragen hatte. Sie verstarb drei Tage später unter unklaren Umständen. Ihr Tod löste im Land und international Proteste aus. Die iranische Gesellschaft wollte das Regime stürzen, was die Machthaber mit Gewalt zu verhindern versuchten.
Seit Ende 2025 geht das iranische Regime erneut mit extremer Härte gegen die Menschen vor, die gegen Unterdrückung und für das Ende der Islamischen Republik auf die Straße gehen. Laut offiziellen Angaben des iranischen Sicherheitsrates wurden bei den Massenprotesten über 3000 Menschen getötet – die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen. Hinzu kommt eine fünfstellige Zahl an willkürlichen Verhaftungen. Die Möglichkeit sich im Land über Internet zu informieren oder zu kommunizieren wurde weitgehend unterbunden. Deutsche Staatsangehörige wurden aufgefordert, den Iran zu verlassen. Auch die Deutsche Botschaft in Teheran ist in der Arbeit eingeschränkt. Wie das auswärtige Amt mitteilt, könne eine weitere Verschärfung sowie militärische Auseinandersetzungen nicht ausgeschlossen werden.
Protest am Samstag
In den vergangenen Wochen gab es auch in Düsseldorf vielfach Demonstrationen, die ihre Solidarität mit den Iranern und gegen das Regime ausdrückten. Am 24. Januar sind gleich vier Veranstaltungen angekündigt. Ab 13:30 Uhr treffen sind vor dem DGB-Haus an der Friedrich-Ebert-Straße Demonstrierende unter dem Motto „Freiheit für den Iran“. Angemeldet sind rund 20.000 Teilnehmer*innen, die durch die Innenstadt bis zum Landtag ziehen wollen.
Ab Schadowplatz wollen rund 1700 Personen unter der Überschrift „Solidarität mit dem Iran“ um 14.30 Uhr Richtung Hauptbahnhof ziehen. Ab 17:30 Uhr ist auf dem Schadowplatz eine Kundgebung „Freiheit für den Iran“ angekündigt.
Bis in die Abendstunden ist mit erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen. Daher werden Besucher*innen der Innenstadt gebeten, für die An- und Abreise auf die Angebote des ÖPNV, insbesondere die unterirdisch verkehrenden Bahnen, zurückzugreifen.