Düsseldorf: Polizeieinsatz in S-Bahn nach Bedrohung mit Schusswaffe

Ein 16- und ein 20-Jähriger haben in der S-Bahn S6 am Dienstagsnachmittag (13.1.) einen Zugbegleiter verbal attackiert. Am Haltepunkt Garath berohte der 20-Jährige den Mitarbeiter dann mit einer Schusswaffe. Beide Tatverdächtigen verließen anschließend den Zug.
Die Bundespolizei wurde über die Düsseldorfer Polizei über die Bedrohungslage informiert, nachdem ein Zugbegleiter, der den Vorfall beobachtet hatte, den Notruf wählte.
Im Rahmen einer sofort eingeleiteten Nahbereichsfahndung der Bundespolizei wurden die Tatverdächtigen kurze Zeit später von dem Zugbegleiter am S-Bahnhof Benrath wiedererkannt. Die beiden Tatverdächtigen stiegen dort erneut in eine S-Bahn und fuhren in Richtung Düsseldorf-Volksgarten.
Auf Anordnung der Bundespolizei wurde der Zug kurz vor dem Haltepunkt angehalten. Polizeibeamte sperrten den Bereich ab, während Bundespolizisten in schwerer Schutzausstattung und einsatzbereiten Schusswaffen die beiden Tatverdächtigen im hinteren Bereich des Zuges stellen und gegen 15 Uhr vorläufig festnahmen. Im Zug wurde eine Schreckschusswaffe gefunden und sichergestellt.
Die Fahrgäste im Zug wurden evakuiert und von der Bundes- und Landespolizei sowie hinzukommenden Rettungskräften betreut. Eine Person erlitt im Zusammenhang mit dem Polizeieinsatz eine Panikattacke und musste medizinisch versorgt werden.
Die Tatverdächtigen wurden in das Bundespolizeirevier am Düsseldorfer Hauptbahnhof gebracht. Die Identitäten wurden zweifelsfrei festgestellt, weitere Durchsuchungen verliefen negativ. Gegen die Personen wurde ein Strafverfahren wegen Bedrohung eingeleitet. Beide Tatverdächtigen waren bislang noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten. Nach Abschluss der Maßnahmen und nach Rücksprache mit den Erziehungsberechtigten des 16-jährigen Tatverdächtigen wurden beide Personen getrennt voneinander entlassen.