Düsseldorf Mörsenbroich: Wegen der Entschärfung von zwei Weltkriegsbomben mussten rund 4.200 Menschen ihre Wohnung verlassen

Im Bereich eines Spielplatzes und eines Sportplatzes wurden am Montag (12.1.) bei Sondierungsarbeiten zwei britische Fünf-Zentner-Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Da die Entschärfung zeitnah erfolgen sollte, wurde der Gefahrenbereich mit einem Radius von 400 Metern rund um den Fundort an der Sankt-Franziskus-Straße ab 16 Uhr gesperrt. Bis zu 4.200 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen.

Grafik: Stadt Düsseldorf
Die Entschärfung konnte erst beginnen, nachdem alle Menschen das Gebiet verlassen hatten. Insgesamt waren rund 250 Kräfte der Feuerwehr, Polizei, Stadtwerke, Rheinbahn, Hilfsorganisationen sowie des Ordnungsamtes und des Amtes für Verkehrsmanagement im Einsatz.
Um 19.16 Uhr konnten die Bomben dann von Julian Granzow vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung erfolgreich entschärft werden. Im Anschluss wurden beide Zünder kontrolliert gesprengt.
Unmittelbar nach der Entschärfung wurden die Straßensperrungen aufgehoben und die Anwohner*innen konnten in ihre Häuser zurückkehren. Rund 350 Menschen suchten die Betreuungstelle im Friedrich-Rückert-Gymnasium, Rückertstraße 6, auf. Insgesamt 42 Krankentransporte wurden durch Rettungsdienstkräfte der Feuerwehr und der Düsseldorfer Hilfsorganisationen durchgeführt. 393 Anrufer*innen informierten sich über das geschaltete Gefahrentelefon.
Im engeren Radius um den Ort der Entschärfung befanden sich unter anderem die Kindertageseinrichtungen an der Erwin-Rommel-Straße und Sankt-Franziskus-Straße sowie die Schulen an der Max-Halbe-Straße und Wrangelstraße und die städtischen Notunterkünfte an der Eggerscheidter Straße und Sankt-Franziskus-Straße.