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Home›Düsseldorf›Düsseldorf: Rund 2000 demonstrieren für Palästinenser – rund 60 Gegendemonstranten warnen vor Antisemitismus

Düsseldorf: Rund 2000 demonstrieren für Palästinenser – rund 60 Gegendemonstranten warnen vor Antisemitismus

Von Dirk Neubauer
18. November 2023
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Anders als vor zwei Wochen durften die rund 2000 Preo-Palästinensischen Demonstranten über die Königsallee ziehen.

Rund 2000 Menschen haben am Samstag (18.11.) in Düsseldorf gegen das israelische Vorgehen im Gaza-Steifen protestiert. Als der Demonstrationszug kurz nach dem Start an der Ecke Oststraße/Steinstraße auf eine pro-israelische Gegendemonstration mit rund 60 Teilnehmenden traf, standen sich die Gegner aus dem Nahen Osten unmittelbar gegenüber. Sowohl die mit zahlenmäßig starken Kräften vertretene Polizei als auch die Ordner der Palästinenser-Demo bildeten Ketten, um Übergriffe zu verhindern.

Gegendemo an der Ecke Steinstraße/Oststraße: Dort wurde gefordert, die Geiseln zu befreien und die Hamas aus dem Gaza-Streifen zu vertreiben.

Sowowhl die Polizei als auch die Ordner der Palästina-Demo bildeten Ketten, um Übergriffe auf die Gegendemo zu verhindern.

Protest auf der Königsallee

Anders als vor zwei Wochen durften die Demonstrierenden dieses Mal die Königsallee hinauf und auf der Gegenseite wieder herab in Richtung Graf-Adolf-Platz ziehen. In ihrer Tagesbilanz schreibt die Düsseldorfer Polizei: „Das Demonstrationsgeschehen sei ohne nennenswerte Zwischenfälle verlaufen. Es seien einige Anzeigen wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und wegen Volksverhetzung gegen Teilnehmer*innen der Palästina-Demo geschrieben worden. Dabei mussten die Polizist*innen flexibel sein.

Auf Plakaten wurden rund 11.000 zivile Opfer und das Bombardement Israels beklagt. Vom Hamas-Angriff und den Geiseln war nicht die Rede.

Juristisches Ringen um Begriffe

Wie bei der ungleich größeren Demo vor 14 Tagen sollten einige Schlüsselwörter der Protestler gegen Israel verboten sein. Anwälte der palästinensischen Organisatoren hatten vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf jedoch erstritten, dass Vergleiche mit dem Genozid für die israelische Reaktion auf den Hamas-Terror mit Geiselnahme durch die Meinungsfreiheit gedeckt seien.

Wer Krankenhäuser voller Kinder und Geflüchtete bombardiere, sei nicht auf einem Friedenspfad, steht auf de, Plakat.

Die Demonstrierenden machten reichlich Gebrauch von der Vokabel. Den deutschen Medien wurden Lügen vorgeworfen, „Deutschland finanziert, Israel bombardiert“ gerufen. Auf Plakate wurde behauptet, an den Händen der Deutschen klebe Blut.

Anmeldungen bis zum Jahresende

Dass das beklagte Bombardement der Israelis sofort aufhören würden, wenn die Geiseln freigelassen werden würden, erwähnte kein Teilnehmer*in. „Bring them home“ erscholl aus der Gegendemo mit Israel-Banner und Fotos der von Hamas versteckt gehaltenen Geiseln. Auf dem Johannes-Rau-Platz wurde die palästinensische Demo um 16.44 Uhr aufgelöst. Verbunden mit dem Hinweis, man habe bis zum Jahresende Demonstrationen in Düsseldorf angemeldet.

StichwortePalästinaPolizei Düsseldorf
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