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Home›Düsseldorf›Düsseldorf: Die Kröten beginnen mit ihrer Wanderung

Düsseldorf: Die Kröten beginnen mit ihrer Wanderung

Von Ute Neubauer
22. Februar 2026
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Die Amphibien machen sich jetzt nach und nach auf den Weg zu ihren Laichplätzen, Foto: Symbolbild

Wann genau die Kröten, Frösche und Molche sich auf den Weg zu ihren Laichplätzen machen, ist für die Experten schwer zu sagen. Aber das Garten-, Friedhofs- und Forstamt trifft Vorbereitungen für die Amphibienwanderung. Entlang der wichtigsten Wanderrouten werden an Straßen Hinweisschilder und Schutzzäune für Kröten, Frösche und Molche aufgebaut, damit diese bei ihrem Weg aus dem Winterquartier zu den Laichgewässern nicht überfahren werden.

Vor allem in den Abend- Nacht- und frühen Morgenstunden wandern die Amphibien

Entlang der kniehohen Zäune sind Fangeimer im Boden eingelassen, die täglich vom Team der Station kontrollieren werden. Die darin eingefangenen Amphibien werden auf der gegenüberliegenden Straßenseite in der Nähe ihrer Laichgewässers abgesetzt. So können die Tiere ihre Wanderung sicher fortsetzen.  Solche Vorrichtungen werden beispielsweise im Bereich Am Bauenhaus/ Bauenhäuser Weg im Aaper Wald angebracht.

Seit mehr als 30 Jahren übernimmt die Landschaftspflegestation bereits diese Aufgabe. Der Rückgang der Amphibienpopulationen ist deutschlandweit feststellbar. Gründe hierfür sind vor allem die Zerstörung der Lebensräume, Umweltverschmutzung, der Klimawandel und die damit verbundene Trockenheit sowie Krankheiten und Parasiten. Die Erdkröte als häufigstes Amphib in Düsseldorf benötigt etwa drei bis fünf Jahre bis zur Geschlechtsreife. Das bedeutet, dass sich negative Bestandsentwicklungen oft erst zeitverzögert auswirken. Auch in Düsseldorf wurden in den vergangenen fünf Jahren teils besorgniserregende Rückgänge – sowohl von Erdkröten, Grasfröschen sowie Berg- und Teichmolchen – beobachtet. Im vergangenen Jahr wurden aber erstmals wieder mehr Tiere gerettet.

Die Tiere in den Fangeimern werden auf die sichere andere Straßenseite gebracht, Foto: Stadt Düsseldorf, Garten-, Friedhofs- und Forstamt

Die Kröten, Frösche und Molche wandern vor allem abends, nachts und in den frühen Morgenstunden – etwa zwischen 19 Uhr und 7 Uhr. Jeder kann die Amphibien bei ihrer Wanderung unterstützen, indem er die Warnschilder an den Straßen beachtet. Wer maximal 30 Stundenkilometer oder langsamer fährt, rettet den Tieren das Leben, denn oftmals ist es die Luft-Druckwelle vor und unter dem Fahrzeug und nicht der Reifen, der die Tiere tötet.

In den Fangeimern befinden sich Stöcke. Daran können versehentlich gefangene Insekten oder Kleinsäuger wieder herauskrabbeln – Kröten, Frösche und Molche können das nicht. Das Gartenamt bittet die Bürger*innen darum, die Stöcke in den Eimern zu lassen.

Spaziergänger*innen sollen die Tiere nicht einfangen. Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet es, wildlebende Tiere mutwillig zu beunruhigen, sie ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder gar zu töten. Diese Ordnungswidrigkeiten werden mit Geldbußen geahndet.

Wer die Amphibienwanderung unterstützen möchte, kann sich bei der Leiterin der städtischen Landschaftspflegestation, Nina Jäger, unter 0211-2103076 melden.

StichworteGartenamtKrötenwanderungTierschutz
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